[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by accalmie

Dieser Text ist Teil von 290 der Serie Die Blogschau

Neben dem Schreiben an ihrem Roman übt sich Schwarz-Rund gerade im Colorieren – hier gibt es erste Eindrücke.

„Was mir besonders am Herzen liegt ist die Ansicht, dass sozialer Wandel nicht kalkulierbar ist. Revolution ist nicht kalkulierbar. Soziale Bewegungen sind nicht kalkulierbar. Widerstand ist nicht kalkulierbar“: Diaspora Reflektionen schreibt über Aktivismus, Motivationen und Hierarchien.

techno candy hat sich „Germany’s Next Top Model“ gewidmet und resümiert: „Der queere zauber der letzten staffel ist weg, hat keine spuren hinterlassen.“

femtastics führen ein Interview dazu, wie Penelope Kemekenidou die Tamponsteuer abschaffen will.

„Everly und die Frage nach der emanzipatorischen Gewalt“: Lara bei den femgeeks rezensiert den Film.

Den „Fettnapf der konservativen, hetero-zentrierten, ehebasierten bundesdeutschen Fortpflanzungsmedizinpolitik“ – deren ausgesprägter Cissexismus aber leider nicht zur Sprache kommt – kommentiert Maria Wersig auf dem Blog des Gunda-Werner-Instituts.

„Rückgriff auf nordische Mythen “ – Blick Nach Rechts rezensiert den Sammelband „National Socialist Black Metal“ , der Einblicke in (extrem) rechte Ideologien innerhalb der Black-Metal-Szene gibt.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blogs etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.

Flattr this!

Incompatible Realities

Feb. 11th, 2016 06:47 pm
[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by SecondStarOnTheLeft

by

Charlie, Olivia, a storm, and a knifeheaded kaiju.

Later, Olivia, shattered, in the Shatterdome.

Words: 1963, Chapters: 1/1, Language: English

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Hannah C.

Dieser Text ist Teil von 25 der Serie Die Feministische Videothek

Glücklicherweise kenne ich Menschen, die mit mir in “so einen Film” gehen. Feminist_innen. Menschenrechtler_innen. Gemochte.
Wir treffen uns, die Taschen voller Süßigkeiten und neugierig auf den Film “Suffragettes – Taten statt Worte”. Am Nebentisch sitzen drei andere Menschen, vielleicht auch Feminist_innen. Menschenrechtler_innen. Einander mögende. Nur 20 bis 30 Jahre älter. Mit einem Weinglas vor sich.

Wir wissen, dass wir uns auf eine weiße Geschichtserzählung einlassen, wagen aber die Hoffnung, den Rassismus der Zeit auf der Leinwand abgebildet zu finden. Wir, ich, als eine von drei Einsmenschen im Bunde, bilde mir ein, viel über die Suffragettenbewegung zu wissen. Weil ich weiß, dass es weiße privilegierte Frauen waren, die dort, damals vor mehr als hundert Jahren für ein Frauenwahlrecht auf die Straßen gingen. Weil ich in den letzten zweieinhalb Jahren viel über feministische Geschichte gelernt habe und noch immer lerne.
Ich bilde mir Offenheit ein, bilde mir ein zu merken, wo mein Horizont endet und wo ich mich hinbewegen muss, wenn ich mehr sehen möchte.

Am Ende sitze ich in diesem Film und merke: einen Scheiß weiß ich.
Es wird keine Geschichte von einer gelangweilten unglücklichen Frau* erzählt, die eingesperrt im goldenen Käfig nicht im Kopf aushält, was um sie herum passiert und nach und nach auf die Idee kommt: “Och – Wahlrecht wäre nett. Gib mal!”, sondern die Geschichte einer Wäscherin, die sich nach und nach den bereits aktiven Suffragetten in ihrer Stadt anschließt und darüber Ehemann und Kind verliert. Die Geschichte von verschiedenen Frauen, die ins Gefängnis kommen, weil sie Briefkästen sprengten und Telegrafenleitungen kappten. Wo sie hungerstreikten. Zwangsernährt wurden. Nicht als politische Gefangene anerkannt wurden. Bei der Entlassung mit Blumen von der “Women’s Social and Political Union” empfangen wurden.

Der Kinofilm spielt 50 Jahre nach Beginn der eigentlichen Bewegung, die 1867 mit der  Gründung der “National Union of Women’s Suffrage” durch Millicent Fawcett verortet wird. Ich fand aber auch noch andere Anfänge. Ob das alle sind oder ob es nur diese Geschichte ist, die es bis heute geschafft hat sich zu halten, weiß ich nicht und finde das schade. Einfach, weil ich es in den letzten 2 Jahren an jedem neuen Hashtag, jedem neuen Diskursherd erlebe, wie Geschichten sozialer Bewegungen geschrieben werden.

Der Film beginnt mit Einstellungen harter körperlicher Arbeit. Schaltet dann aber doch zügig zu den ersten eingeschlagenen Fenstern. Da steht eine Frau, holt faustgroße Steine aus ihrem Kinderwagen, wirft diese in ein Schaufenster und ruft: “Wahlrecht für Frauen!” und die Hölle bricht los.
Es gibt einen Tumult und das ist die erste Begegnung.
Das sind also diese Suffragetten. Steineschmeißerinnen mit Ausruf. Aha.

Während die Geschichte weiterplätschert und nach und nach mehr Charaktere einfädelt, merke ich, dass ich mich frage, was genau mich gerade an der Gewalt, die ich dort vor mir sehe, eigentlich nun so verwirrt.
Wir sehen wie die Frauen, denen durch Arbeiter_innenbefragungen des Parlamentes Hoffnungen auf ein Wahlrecht gemacht wurden, erneut enttäuscht werden – nach Jahrzehnten friedlicher Auseinandersetzung mit logischen Argumenten um die Herren der Schöpfung erst recht davon zu überzeugen, dass es sich bei Frauen erstens um Menschen handelt, die, zweitens, so eine verantwortungsvolle Sache, wie eine politische Wahl, verantwortungsbewusst und vernünftig ausführen können.
Sie sind wütend. Und werden deshalb von Polizisten niedergeschlagen und verhaftet.
Sie sind einfach nur wütend und enttäuscht und werden deshalb verprügelt und verhaftet – hallo?

Man darf im Kino nicht aufstehen und rufen: “Das ist aber ungerecht – die haben gar nichts getan.”
Die Menschen damals durften das auch nicht. Deshalb ist der Film einer, für den ich eine Triggerwarnung aussprechen würde. Nicht nur, weil es viele Szenen gibt, die Gewalt auch zeigen und spezifische Dominanzgesten einstreuen, sondern, weil das Unrecht eine_n förmlich anspringt, in den Film reinzerrt und die Handkamerasequenzen noch ihr Übriges dazu tun.

Es bleibt die einzige Szene, die für mich nahe an Wut kommt. Frauen in einer Demo, die einem Politiker “Lügner!” zurufen.
Wir sehen viele harte Leben. Viele harte Entscheidungen. Schmerz. Abhängigkeit. Zwänge. Not. Leiden. Ohnmacht. Bitterkeit, die nur Leben produzieren kann. Kampf. Und Weiterkämpfen.
Doch die Wut bleibt stecken.

Meine erste Suffragette habe ich in “Mary Poppins” gesehen und erst jetzt fällt mir das Muster auf, das auch in “Suffragettes – Taten statt Worte” durch einen Polizisten hineingetragen wird: die verwirrten Frauen (aus der Arbeiterklasse), die einer Ideologie zum Opfer fallen (oder wie in der Gesangsszene in Mary Poppins: hineingezogen werden), geführt von mächtigen, privilegierten Frauen, zu Gunsten eines entweder unsinnigen oder egoistischen Ziels.

Der Film schafft es nicht recht die inhaltlichen Debatten der Zeit aufzugreifen. Auch dafür bleibt nur eine Szene übrig: ein Dialog zwischen Polizist und Wäscherin, der in seiner Kürze aber griffig ist und eine gewisse Nachvollziehbarkeit ermöglicht: “Frauen sollten sich an Gesetze halten, auf die sie selbst keinerlei Einfluss nehmen konnten”.
Für einen Film, der zu Recht für das Unterschlagen der Beteiligung von people of colour, sowie Menschen, die sich nicht binär geschlechtlich und nicht heterosexuell verorteten, kritisiert wird, ist dies dann aber doch mehr Leistung, als ich ihm zugetraut hätte.

Ich verließ das Kino mit einem großen Bedürfnis viele Fragen zu googeln. In der Reflektion merke ich, dass es viel mit dem Begriff der “militanten Suffragetten” zu tun hat und damit, wie gewaltbereit und radikal diese Frauenbewegung von Großbritannien dargestellt wird – was mit meinem von einem Leben zwischen 1986 und 2016 geprägten Begriff von “politischer Militanz/Radikalität” zu tun hat und dem, was es vor mehr als hundert Jahren bedeutete als Frau kategorisiert zu werden.

Ich betrachte mir die feministischen Diskurse der letzten Jahre und merke die Wiederholungen. Die tausenden und abertausenden Worte, die mal lieb und kuschelig, mal hart und wütend – aber immer wieder mehr auf dem Papier, als in der Öffentlichkeit gewechselt werden.
Wir, wie und wo auch immer auf dem feministischen Spektrum verorteten Menschen, haben heute keine Emmeline Pankhurst, die von einem Balkon zu uns spricht – wir haben Medienspektakel, die Miteinander predigen und innerhalb der feministischen Diskursgruppen bestehende Fronten verhärten und Ausschlüsse vornehmen. Wir haben weiße cis hetero Frauen, die mit anmaßendem Stellvertreter-Wir über “den Feminismus” und “die Frauen” sprechen, die Vielfalt des Diskurses und die Bandbreite der politischen wie sozialen Forderungen, so wie ihrer Anteilgeber_innen, damit bedeckt halten.
Die Frage nach der Legitimation radikaler(er) Forderungen, die Frage nach der Logik hinter diversen Zusammenarbeiten zwischen Medienbetrieb und Politik (Staat) steht bis heute im Raum und bleibt bis heute fast unberührt.
Als gäbe es keine soziale Bewegungsgeschichte aus der man lernen könnte.

Der Kinoabend ist seit Stunden vorbei. Ich habe gegoogelt und gelesen.
Und habe erkannt: in dem Film sehen wir schon “die wütenden Frauen”. Wütender ging nicht. Lauter ging nicht. Man stufte sie als radikal und militant sein, weil viele andere ganz viel leiser waren. Sein mussten. Weil viel mehr Stille von ihnen erwartet und in ihre Lebensrealitäten gezwungen wurde. Weil “Frausein” und “still sein” auf eine andere Art als heute synonym miteinander galten.

Und am Ende – dem Ende, das der Film nicht zeigt! – , war es vielleicht dann nicht einmal das “laut sein” der Suffragetten, das Frauen das Wahlrecht gab, sondern ihr Verdienst im ersten Weltkrieg und das Loch, das durch tausende gefallene, verletzte, posttraumatisch belastete Männer* in der Gesellschaftsordnung entstand.

“Der Feminismus” hat viele Einflüsse. Die Leben und die Lebensrealitäten der Suffragetten und Nicht-Suffragetten der 1900er Jahre spielten dabei eine große Rolle. Um sich diesen Teilaspekten zu widmen, ist dieser Film ein guter Einstieg.

*ich schreibe in dem Text nur von “Frauen” und “Männern”, weil in der Bewegung nur von “Frauen” und “Männern” gesprochen wurde – die Dekonstruktion von Geschlecht passierte erst später (bzw. ist erst später dokumentiert)

Flattr this!

[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by merrysmutmas

by

My first Fringe Fic! I saw so much potential in the first season when Peter and Olivia started to get to know each other, In particular S1ep10 at the bar. Youtube it, there's some clear flirting and I love it.

So P/O go to the bar, but with a minor change to appease my filthy mind.

Enjoy!

Words: 2331, Chapters: 1/1, Language: English

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by der Mädchenmannschaft

Am 19. Februar startet in Kiel unter dem Motto „Gewalt gegen Frauen beenden! 40 Jahre Autonome Frauenhäuser in Bewegung! Frauenhausfinanzierung jetzt sichern!“ die 16-Tage-16-Bundesländer- Tour der Frauenhäuser. Sie endet am 8. März in Berlin und führt durch alle Bundesländer.

Noch bis zum 31. März kann mensch die Ausstellung „Kaufhaus Nathan Israel 1815 – 1939. Eine Künstlerin erforscht Geschichte“ im Berliner Mitte-Museum besuchen. Dazu sagt die Schweizer Künstlerin Dessa im Interview mit Deutschlandradio Kultur: „Ich wünsche mir ein Projekt, das an das Leben der Menschen erinnert, an die Zeit, bevor sie in die Gaskammern gezerrt wurden. Sie hatten ein Leben! Mit meinem Projekt will ich daraus etwas Einzigartiges schaffen, auf Augenhöhe an diese Menschen erinnern, mit Hoffnung und einer Art Ehre.“

Unter dem Slogan „Die Würde des Menschen ist sanktionsfrei.“ startete Inge Hahnemann und ihr Team eine Kampange um ein Informationsportal zur Vermeidung von Jobcentersanktionen im Vornherein zu erschaffen.

englischsprachige Links

Nachdem 4 asiatische High School-Schüler_innen immer wieder gefragt wurden, ob sie miteinander verwandt sind, klärten sie diese Frage auf ewig in ihrem Jahrbuch.

Beyoncé und ihr Auftritt beim Superbowl war nicht nur cool und stark – sondern auch politisch. Ausführlich wurde darüber in der Daily Mail (UK) berichtet.

Flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Charlott

Im November finden in den USA die nächsten Präsidentschaftswahlen statt. Seit Beginn dieses Monats laufen die Vorwahlen, bei denen über die Kandidat_innen innerhalb der Parteien entschieden wird. Dabei offenbaren sich natürlich auch die unterschiedlichsten Lager. Im Kreise der Demokrat_innen wird in erster Linie diskutiert: Hillary Clinton oder Bernie Sanders.

Gloria Steinem, Gründerin des feministischen Ms. Magazines, hat sich klar hinter Clinton gestellt, und nun in einem Interview in der Bill Maher Show verlautbaren lassen, dass junge Frauen, welche für Sanders eintreten, dies ausschließlich täten, da in diesem Lager die Männer/ „boys“ sind. (Im gleichen Interview äußerte sie sich zudem transfeindlich…)

Und auch wenn Steinem mittlerweile auf Facebook sagte, dass sie das alles so natürlich nie gemeint hätte – die Aussage hat ihre Runden gemacht. Und sie ist auf verschiedenen Ebenen gefährlich (und passt allzu gut in – nicht nur US-amerikanische – Vorstellungen, wie Frauen zu Politik zu verorten sind). Zum einen spricht sie sehr vielen ‚jungen Frauen‘ (wer auch immer genau damit gemeint ist) ihre politische Eigenständigkeit ab; die Aussage ist zum anderen hetero_sexistisch und paternalistisch. Sie wiederholt ein klassisches Bild von Frauen, die keine eigenen Meinungen haben und ausschließlich im Bezug auf Männer handeln.

Darüber hinaus aber ist es nur eine weitere Aussage, die das Ablehnen von Hillary Clinton als valide politische Entscheidung negiert. Dabei heißt es dann auch schnell: Wer gegen Clinton ist, der_die ist dies mit Sicherheit aus Sexismus. Wenn aber nicht differenziert werden kann zwischen sexistischen/ misogynen Angriffen gegen Clinton, die es natürlich gibt, und beispielsweise feministische/ anti-rassistische Kritik an Inhalten, bleibt deutlich, dass eine wirkliche Auseinandersetzung unerwünscht ist. (Um die Wahlen 2008 schrieb Steinem übrigens in einer Kolumne , dass sie nicht für Obama sei (sondern für Clinton), da Schwarze Männer das Wahlrecht vor Frauen erhalten hätten und ja besser als Frauen (ohne jegliche Differenzierungen) Machtpositionen eingenommen haben.)

Und Kritiken gibt es ebenfalls an Sanders – denn auch nicht alle ‚jungen Frauen‘ die Clinton kritisieren, landen bei ihm. Und auch nicht alle ‚älteren Frauen‘ (und Menschen anderer Gender). Denn auch hier perpetuiert Steinem das Klischee, dass sich politische Positionen (oder in ihren Worten ja noch mehr das tatsächliche Haben von politischen Positionen vs. dem Nachrennen von Männern) in erster Linie an Generationen festmachen und nicht etwa an komplexeren Situierungen, Lebenserfahrungen und Politisierungsprozessen. Steinem betonte zu dem im Interview, dass ältere Frauen radikaler seien, da Frauen mit dem Alter an Macht verlieren. Eine Aussage, die gerade zu zynisch erscheint, wenn dann ein Dreigespann von Steinem, Clinton und Madeleine Albright, drei weißen älteren Frauen mit sehr wohl Zugang zu bestimmter Macht, auftritt. Denn auch Albright nutzte das Wochenende um ‚junge Frauen‘ zu maßregeln, die sich nicht hinter Clinton stellen: „There’s a special place in hell for women who don’t help each other!“ („Es gibt einen speziellen Platz in der Hölle für Frauen, die einander nicht helfen!“) Und damit wären wir wieder bei einer allseits beliebten Feminimusfrage: Wer verlangt eigentlich Solidarität von wem?

Flattr this!

Gifts Not Appreciated

Feb. 8th, 2016 05:46 pm
[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by flamingstuffs, Harlequinade

by ,

The sky was overcast, dark and cloudy. Sam couldn’t tell if that was Dean or simply the weather - that crazy scientist had done things to them that were beyond explanation. Yet still he wasn’t satisfied and had taken that girl.

Words: 1753, Chapters: 1/1, Language: English

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Magda

Dieser Text ist Teil 116 von 116 der Serie Die Feministische Bibliothek

Normalerweise reagiere ich eher gereizt, wenn über Lesben_Trans_Schwule gesprochen wird, so nach dem Motto: „Ist das eigentlich normal, kann mensch das Kindern antun, Familie ist Mutter-Vater-Kind, Untergang des Abendlandes, bla bla bla…“.

Buchcover von: "Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später! Neue Gespräche mit Töchtern und Söhne lesbischer, schwuler und trans* Eltern.Das Buch „Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später! Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und trans* Eltern“ (Querverlag, 2015) nimmt Bezug auf diesen Diskurs, bietet alternatives Wissen (besonders für diejenigen, die mit dem Thema bisher weniger zu tun hatten) und lässt in erster Linie die Kinder zu Wort kommen: Es ist eine kluge Idee der Autorinnen Uli Streib-Brzic und Stephanie Gerlach, mal diejenigen zu befragen, um deren Wohl sich deutsche Konservative stets sorgen: jene Kinder und Jugendliche, die in Elternhäusern aufwachsen bzw. aufgewachsen sind, die nicht der heternormativen Norm entsprechen.

2005 erschien die erste Version des Buches, damals mit Erfahrungsberichten von Kindern schwuler und lesbischer Eltern. Vor wenigen Monaten – zehn Jahre später – erschien das Nachfolgebuch. Die Kinder von damals wurden erneut interviewt, hinzugekommen sind neue Gespräche mit Kindern von trans-Eltern. Insgesamt 34 Kinder vom Grundschulalter bis ins junge Erwachsenenalter berichten über ihr Aufwachsen, eigene Lernprozesse, über Kämpfe in Schulen und im Freund_innenkreis, erzählen von Krisen sowie von schönen, stärkenden Momenten. Die größte Gruppe der interviewten Kinder sind in Deutschland geboren und haben lesbischen Eltern. Besonders spannend finde ich das Buch, weil die aktuellen sowie die damaligen Interviews abgedruckt sind. Das gibt den Kindern und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, auf ihre damaligen Aussagen Bezug zu nehmen und zu reflektieren.

Beeindruckt war ich von der Ehrlichkeit und dem Reflexionsvermögen vieler Kinder (vielleicht bin ich aber auch zu selten mit Kindern zusammen, um zu wissen, dass viele Kinder diese Eigenschaften pflegen und dann im Prozess der Älterwerdens verlieren…?). Viele der Kinder können die Kommentare ihrer (cis-hetero-) Lehrer_innen, Mitschüler_innen, Verwandten oder der Eltern anderer Kinder sehr gut als das einordnen, was sie sind: diskriminierend, verletzend, ungerecht. Auffällig ist, dass viele Kinder sensibilisiert sind für unterschiedliche gesellschaftliche Normen: „Was heißt denn schon ’normal‘?“ ist keine seltene Frage. Und doch wird ab und zu die eine oder andere normative Aussage mit Vehemenz vertreten. Widersprüchlichkeiten bleiben.

Einige der Kinder machen sich viele Gedanken um ihr eigenes Begehren, möchten sich nicht festlegen und erkennen es als selbstverständlich an, dass Menschen unterschiedliche Partner_innen verschiedener Geschlechter in ihrem Leben lieben können. In den einzelnen Interviews werden Strategien sichtbar, wie Kinder mit der Tatsache umgehen, dass ihre Eltern stets als „anders“ oder „besonders“ betrachtet werden. Manche sind sehr offensiv und wehren sich gegen nervige Kommentare, andere sprechen ungern mit Außenstehenden über ihre Familie, wobei deutlich wird, dass dies weniger mit Scham, sondern mehr mit der Unlust zu tun hat, sich ständig mit den diskriminierenden Kommentaren der Umwelt zu befassen. Nur wenige richten ihren Zorn gegen ihre Eltern und machen deren Begehren dafür verantwortlich. Die meisten sind dankbar, von ihren Eltern sehr früh gelernt zu haben, dass die Welt komplexer ist, als das Durchschnittskinderbuch mit Mutti-Vati-Kind vermuten lässt. Abgerundet wird das Buch mit einem kurzen Überblick zum wissenschaftlichen Diskurs zum Thema LGBTQ-Elternschaft und einer Literaturliste, u.a. mit Büchern für Kinder und Jugendliche.

Die Lektüre des Buches macht Mut. Deutsche Konservative sollten sich weniger um das Wohl der Kinder sorgen, sondern sich eher darauf gefasst machen, dass mehr und mehr pfiffige Kids heranwachsen werden, die traditionelle Ideen vom Miteinander leben und lieben in Frage stellen.

Flattr this!

Selbermach-Sonntag (07.02.2016)

Feb. 7th, 2016 08:00 am
[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by der Mädchenmannschaft

selberWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.

Flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by accalmie

[Inhaltshinweis: Rape Culture]

Es ist nicht auszuhalten. Wie tagesschau.de berichtet, haben „UN-Rechtsexperten“ die „jahrelange Botschaftszuflucht des Wikileaks-Gründers“ in der Botschaft Ecuadors in London als „unrechtmäßig eingestuft.“ Assange müsse sich frei bewegen können, so die „Arbeitsgruppe über willkürliche Verhaftungen,“ und Assange könne Schadensersatz für seinen „Freiheitsentzug“ fordern.

Darf ich kurz fragen: Wir vergessen dabei einfach, dass Julian Assange in die ecuadorianische Botschaft „floh,“ um einer erneuten Befragung zu den Vergewaltigungsanzeigen gegen ihn in Schweden zu entkommen? Julian Assange ist also nun das eigentliche Opfer, obwohl er derjenige war, der Hals über Kopf Schweden verließ, um nicht noch einmal persönlich von der Polizei zu den Vorwürfen sexualisierter Gewalt gegen mindestens zwei Frauen befragt zu werden?

Vor über drei Jahren schrieb ich in einem Blogpost: „Es wurde noch nicht einmal Anklage gegen Assange erhoben bisher. Es geht darum, dass die Polizei ihn auffordert, sich noch einmal befragen zu lassen, woraufhin er eiligst Schweden verließ und nun seine Anwält_innen und Anhänger_innen ein sexistisches „Die CIA hat mich verführt“-Narrativ spinnen lässt in einer Situation, in der es darum geht, dass er zwei Frauen vergewaltigt haben soll. Assange soll gesagt haben, dass Schweden „das Saudi-Arabien des Feminismus“ sei und er das eigentliche Opfer.“

Man kann hier auch anmerken, dass Assange nie die Erzählungen der Frauen, die ihn anklagten, direkt verneinte. Ein Anwalt behauptete, es handele sich bei seiner Verhaltensweise zwar um „Respektlosigkeit“, aber nicht um sexualisierte Gewalt. Offenbar geht Assange (und Fans) davon aus, dass, wenn man einmal „Ja“ zu Sex mit ihm sagt, dieses Einverständnis für immer und für alles gilt, ob man dabei bewusstlos ist oder nicht, ob man dabei körperlich überwältigt wird oder nicht.

Dabei wird Wikileaks benutzt als Quasi-Absolution für seine Handlungen, statt zu erkennen, dass es hier nicht um sein politisches Projekt, sondern um die Person Assange geht; um seine persönlichen Entscheidungen, für die er verantwortlich ist. Weil eine Auslieferung in die USA drohe, dürfe man Assange also nicht für seine persönlichen Entscheidungen haftbar machen – es gehe um das große Ganze. Eine dieser Entscheidungen könnte allerdings gewesen sein, zwei Frauen zu vergewaltigen und dann aus Schweden zu fliehen, bevor er dafür – was, wie wir wissen, sowieso selten geschieht – rechtlich belangt hätte werden können. Eine weitere persönliche Entscheidung Assanges war, sich dann als das „Opfer“ eines „radikalen Feminismus“ zu stilisieren und so zu tun, als sei er ein politischer Geflüchteter aus Australien, der von dem rechtlosen Staat Schweden gejagt würde.

Das ist besonders widerlich im Kontext der Erfahrungen von Geflüchteten. Es ist besonders widerlich, da  im Kontext der Begründung Ecuadors, Assange Asyl zu gewähren, Vergleiche zu „Kriegsflüchtlingen“ gezogen wurden. Es ist besonders widerlich, wenn man an Chelsea Manning denkt, die sonst in Vergessenheit gerät.

________________________

Weitere Texte bei der Mädchenmannschaft, die sich mit Assange und Rape Culture auseinandersetzen, findet ihr hier.

 

Flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by der Mädchenmannschaft

„Ich weiß, ich weiß, ich habe nur ein einziges Thema, den Holocaust. Mein Leben ist Auschwitz“, sagt Éva Fahidi, hebt die Arme, lässt sie durch die Luft schweben. Fahidi hat beschlossen, nicht nur über Auschwitz zu reden und über Auschwitz zu schreiben, sondern jetzt auch über Auschwitz zu tanzen. Mit 90, berichtet die Sueddeutsche.

Jetzt unterschreiben: Eine Petition der Interventionsgruppe Kolonialgeschichte richtet sich an den Bezirksbürgermeister von Berlin Mitte und fordert: „Genehmigen Sie die Umbenennung von Straßen mit kolonialrassistischen Namen in Berlin Mitte.

mädchensicherinklusiv-nrw.de, ein Projekt des Mädchenhaus Bielefeld e.V., ist online: Die barrierearme Webseite ist ein Informations- und Beratungsportal für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung und steht auf Deutsch, in Leichter Sprache und auf Türkisch zur Verfügung.

Der „Landesfilmdienst Sachsen“ startet unter dem Titel „Medien machen Teilhabe“ ein Modellprojekt zur selbstbestimmten Teilhabe an Medien für behinderte Menschen und Fachkräfte. Es werden verschiedene Workshops angeboten. Alle Informationen gibt es auch in leichter Sprache.

englischsprachige Links

 Why Missy Elliott’s feminist legacy is criminally underrated  wird auf Dazed begründet.

Die elfjährige Marley Dias hatte keinen Bock mehr auf Bücher „über weiße Jungs und Hunde“ und begründete #1000BlackGirlsBooks

eine Debatte um kulturelle Aneignung gibt es derzeit um das neue Video mit Beyoncé

Flattr this!

[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by sandyk

by

Elizabeth Bishop stopped drinking and now she had to deal with her loss and her lies.

Words: 1430, Chapters: 1/1, Language: English

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Gastautor_in

Heiko Kunert, geboren 1976, ist Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg, freier Journalist und Blogger. Er schreibt u.A. über Themen wie Inklusion, Barrierefreiheit und seinen Alltag als blinder Mensch. Er ist außerdem fleißiger Twitterer. Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir seinen Text „Behindertenpolitik in Deutschland: Eine Liste des Versagens“ noch einmal bei uns veröffentlichen. 

Die Behindertenpolitik in Deutschland bewegt sich irgendwo zwischen Trauerspiel und zynischer Frechheit. Der diskriminierende Wolf kommt im Schafspelz der Inklusion daher. Die Hauptverantwortung hierfür trägt die Bundesregierung. Eine Liste des Versagens:

  1. Die Bundesregierung blockiert eine Antidiskriminierungsrichtlinie der EU. Während sich alle anderen EU-Staaten einig sind, hat es das große, reiche Deutschland nicht nötig, seine rund 10 Mio. Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung vor Diskriminierung zu schützen.
  2. Auch auf das Menschenrecht auf Bildung pfeift die Bundesregierung. Sie blockiert die Ratifizierung des Marrakesch-Vertrags, der blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zur Literatur erleichtern sollte.
  3. Offen verstößt Deutschland gegen EU-Recht, indem Asylbewerber_innen hierzulande keinen Rechtsanspruch haben, in Einrichtungen der Behindertenhilfe aufgenommen zu werden. Dabei sind dies häufig die einzigen Stellen, die auf die besonders prekäre Lage von Geflüchteten mit Behinderung eingehen.
  4. Mit großem Trara lässt sich – insbesondere der sozialdemokratische Teil der Bundesregierung – für die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns feiern. Der Schönheitsfehler: Der Mindestlohn gilt nicht für Menschen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten.
  5. Immer noch gibt es in unserem demokratischen Land, Gesetze, die Menschen mit Behinderung das Wahlrecht entziehen.
  6. Vergewaltigungen behinderter Frauen werden, zumindest noch, weniger hart bestraft als Vergewaltigungen nichtbehinderter.
  7. Taubblinde Menschen warten seit Jahren auf mehr Teilhabe. Ein erster Schritt sollte die formale Anerkennung von Taubblindheit als eigenständige Behinderung sein. Ausdrücken sollte sich dies durch die Einführung eines Merkzeichens im Schwerbehindertenausweis. Doch die Umsetzung wird bis heute verschleppt.
  8. Während sich bei der Politik für taubblinde Menschen nichts bewegt, scheint es so, dass es bei Leistungen für blinde Sozialhilfeempfänger_innen sogar einen Schritt zurückgeht. Die Unterstützung für diesen Personenkreis, die Blindenhilfe, soll zu einer Leistung zweiter Klasse werden, wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht.
  9. Sie schaut auch tatenlos zu, während die Lebensverhältnisse blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen in Deutschland immer stärker auseinanderklaffen. Dabei verpflichtet das Grundgesetz sie eigentlich dazu, für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen. Statt dies mit einer bundeseinheitlichen gerechten Blindengeldlösung zu tun, nimmt sie die Negativspirale beim Blindengeld in den Bundesländern einfach hin.
  10. Die Bundesrepublik hat die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet. Im vergangenen Jahr hat ein Fachausschuss der Vereinten Nationen den Stand der Umsetzung bewertet und eine Vielzahl von Lücken entdeckt. Der Ausschuss nennt u.A. das Verbot von Sterilisationen behinderter Menschen ohne deren freie Einwilligung, den Rückbau des segregierenden Schulwesens und die Schaffung eines inklusiven Notrufs und Katastrophenschutzes.
  11. In diesem Monat präsentierte Sozialministerin Andrea Nahles das neue Bundesgleichstellungsgesetz. Das bringt zwar einige wenige Verbesserungen, klammert aber den ganzen Bereich von Benachteiligungen durch die Privatwirtschaft aus. Es ist so halbherzig, dass selbst die Beauftragte der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen nicht anders konnte, als das Gesetz öffentlich zu kritisieren.
  12. Und was ist mit dem größten behinderungspolitischen Projekt dieser Legislaturperiode, dem im Koalitionsvertrag angekündigten Bundesteilhabegesetz? Zunächst einmal brach die Bundesregierung kurzerhand ihren eigenen Koalitionsvertrag, in dem sie die finanzielle Entlastung der Kommunen (rund fünf Mrd. EURO) unvermittelt von der Agenda strich und damit einen großen Wurf von Vornherein beinahe unmöglich machte.
  13. Seitdem wird verzögert. Ein ausführlicher Beteiligungsprozess von Menschen mit Behinderung erweist sich zunehmend als Augenwischerei.
  14. Die Menschen mit Behinderung und ihre Organisationen müssen dieser Tage feststellen, dass vom Paradigmen-Wechsel in der Behindertenpolitik wenig bis nichts übrig geblieben ist. Vielmehr scheint das Bundesteilhabegesetz – wenn die Vorzeichen stimmen – für viele Betroffene mehr Nachteile als Vorteile zu bringen. Verständlich, dass die Regierung den Gesetzentwurf so spät wie irgend möglich veröffentlicht, um eine gesellschaftliche Debatte möglichst kurz zu halten.

Aber muss die Regierung überhaupt einen #Aufschrei behinderter Menschen fürchten? Wann berichten denn große Radio- und Fernsehsender, Leitmedien wie Spiegel oder SZ über Deutschlands skandalöse Behindertenpolitik, wann erheben Meinungsführer_innen in Blogs und sozialen Medien ihre Stimme gegen eine Bundesregierung, die bremst und blockiert statt sich für Inklusion und Barrierefreiheit einzusetzen? Wann gehen die Millionen Menschen mit Behinderung – immerhin 11% der Bevölkerung – auf die Straße? Wann werden wir sichtbar? Ich denke, es wird allerhöchste Zeit!

Flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Charlott

Dieser Text ist Teil 115 von 116 der Serie Die Feministische Bibliothek

Es sind erst wenige Jahre nach der Unabhängigkeit und es tobt der Biafra-Krieg. Bei einem Bombenangriff auf ihren Heimatort kommt Ijeomas Vater ums Leben. Ihre Mutter, in ihrer Verzweiflung, Trauer und auch Wut, weiß nicht weiter und gibt Ijeoma bei einem Freund des Vaters in einem anderen Ort, außerhalb des Kriegsgebiets, in Obhut. Dort soll die Elfjährige für einige Zeit im Haushalt helfen, im Gegenzug verspricht der Freund, the teacher, ihre Schulbildung zu finanzieren.

Ein von @half_book_and_co gepostetes Foto am

In der kommenden Zeit verändert sich für Ijeoma vieles. Sie verliebt sich zum ersten Mal. Dabei übertritt sie gleich zwei Grenzen: Sie entwickelt Gefühle für und entspinnt eine Beziehung mit Amina, einem Mädchen, welches zu dem einer anderen Ethnie (und Religion) angehört. Als die Beziehung öffentlich wird, tritt erstmals wieder Ijeomas Mutter auf (etwas wonach sich Ijeoma bis dahin gesehnt hatte) und holt Ijeoma zu sich.

Chinelo Okparantas Debut-Roman Under the Udala Trees aus dem letzten Jahr folgt Ijeoma über dreißig Jahre durch ihr Leben, vom traumatischen Verlust ihres Vaters, der ersten Liebe, den folgenden Versuchen ihrer Mutter durch christliche Lehren Ijeoma von ihrem Begehren abzubringen, Erwachsenwerden, neuen Beziehungen, queeren Untergrundlubs bis hin zu einer unglücklichen Ehe.

Viele nigerianischen Autor_innen schreiben über den Biafrakrieg. Er gehört sicher mit zu den größten Themen der nigerianischen Literaturen. Okparanta nimmt den Krieg als Ausgangspunkt für eine Geschichte die noch weitere Jahrzehnte der Post-Unabhängigkeit umfasst und in diese lesbische, queere, frauen-begehrende Frauen einschreibt. Dabei werden diese nicht nur von der Hauptfigur repräsentiert, sondern treten vielfach in Erscheinung. Zwar rutschen einige Abschnitte des Romans in einen etwas didaktischen Duktus ab, doch herrscht Okparantas bildreicher, klarer Stil vor, der bereits in ihrer Kurzgeschichtensammlung Happiness, Like Water überzeugte.

Zu einer Zeit, in der in Nigeria stark restriktive homofeindliche Gesetze verabschiedet wurden, gibt Okparanta ihren Figuren nicht nur eine Geschichte, sondern auch ein Ende, welches hoffen lässt. Aber bis dahin ist es eine längerer Weg, der nicht nur all jenen empfohlen ist, die es nicht bei Adichie als einziger nigerianischen Autorin auf ihrer Leseliste belassen wollen.

Zum Weiterlesen: Interview mit Chinelo Okparanta (auf Englisch)

Flattr this!

Selbermach-Sonntag (31.01.2016)

Jan. 31st, 2016 08:00 am
[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by der Mädchenmannschaft

selberWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.

Flattr this!

Samstagabendbeat mit Sia

Jan. 30th, 2016 03:57 pm
[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by accalmie

Gestern erschien Sias siebtes Album, „This is Acting“. Nach „Alive“, der ersten Single im September, veröffentlicht Sia nun die zweite Auskopplung: „Unstoppable“ – und damit auf in einen unaufhaltsam wunderbaren Samstagabend (höhö)!

Flattr this!

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Feb. 13th, 2016 03:02 pm
Powered by Dreamwidth Studios