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Posted by accalmie

Nicht selten überschlagen sich sexistische Werbe-“Ereignisse” in ihrer Abfolge und Unappetitlichkeit, und auch Netflix und Mentos haben in den letzten Tagen eine solche Situation kreiert. In beiden Kampagnen zeigt sich die sexuelle Objektifizierung von Frauen; der Mentos-Kampagne liegt gar die Normalisierung und Bagatellisierung von sexueller Belästigung und sexualisierten Übergriffen zugrunde (und auch sehr am Herzen).

Netflix – “immer anders” für weiße, heterosexuelle Männer mit Objektifizierungsfimmel

Netflix, ein Online-Portal, in dem man nach Belieben Filme und Serien auf Abruf anschauen kann und das eigene Serien produziert (zum Beispiel “House of Cards” und “Orange is the New Black“), ist ab diesem Monat auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Dazu hat Netflix eine Werbekampagne gestartet, in der unter anderem die Frage beantwortet werden soll, ob im deutschsprachigen Raum die gleichen Inhalte abrufbar seien wie  in den USA. Netflix entschied sich gestern dafür, dies mit einem Bild zu thematisieren. Nach ersten Protesten hat NetflixDE dann abends den Tweet kommentarlos gelöscht, aber jenes Schmankerl an Kund_innenservice kann man niemandem vorenthalten:

NetflixDE on Twitter- -Kriegt man hier die gleichen Inhalte, wie in den USA- http---t.co-yec8oqlAQG- 2014-09-15 12-33-15

Netflix verspricht also Vielfältigkeit für “jeden”. “Jeder” ist für Netflix, klassisch androzentristisch, ein weißer Mann. Dieser vergnügt sich mit sieben nackten Frauen in einem Hot Tub/Whirl Pool. Zwei von diesen Frauen sind blond, zwei schwarzhaarig, eine brünett, eine rothaarig, und eine Schwarze Frau hat einen Afro – sieben Frauen also, eine für jeden Tag der Woche, damit auch genügend Abwechslung im Spiel ist, es “immer anders” bleibt.

Netflix illustriert, wie für jeden “Geschmack” heterosexueller weißer Männer “was” dabei ist: Dieses Etwas sind ihm zur Verfügung stehende Frauen. Netflix’ macht deutlich, wer die Zielgruppe ist: weiße heterosexuelle dudebros, die sich für den Wäre-So-Gern-James-Bond-Verschnitt Sterling Archer der gleichnamigen Comic-Serie halten und Frauen nicht als Menschen, sondern als Objekte begreifen, welche lediglich der eigenen Unterhaltung und (auch) sexuellen Befriedigung dienen. Die kleine Ironie dabei: Selbst “Archer” hat vielschichtigere Darstellungen von Geschlechterbeziehungen und Sex (wie zum Beispiel hier, hier und hier diskutiert wird), als Netflix es für eigene Zwecke präsentiert. Immerhin lernt man schnell durch Netflix’ Werbung: für viele soll schlicht nichts dabei sein, sie werden von Netflix nicht als Subjekte verstanden. Das Abo kann man sich also sparen.

Mentos – verhilft zu frischem Atem bei sexualisierten Übergriffen

Ähnlich verhält es sich bei Mentos: Hier haben sich Marketing-Menschen eine Gewinnspiel-Kampagne ausgedacht, die man schlicht als ekelhaft bezeichnen kann. Das “Spiel” heißt “Boobies Trap”  (nach einem englischen Scherz-Begriff für BH – angelehnt an “booby trap”, einer Sprengfalle – und zugleich eine verblüffend subtile Andeutung der tatsächlichen “Möpse-Falle”, in die man hineintappt in diesem “Spiel”) und – man konnte es erahnen… – dreht sich darum, Frauen in den Ausschnitt zu gucken, ohne dabei erwischt zu werden. Mentos findet, “manchmal” müsse man eben “einen Blick riskieren,” und Mentos helfe dabei einen “kühlen Kopf” zu bewahren bei der sexistischen Pirsch.

Mentos - Timeline Photos - Facebook 2014-09-15 22-20-18

Mentos’ “Spiel”-Regeln sind folgende:

  • “Du musst der hübsche Brünetten ins Dekolleté schauen, um zu punkten.”
  • “Sobald die Brünette aufblickt, musst du schnell zur Seite blicken, damit sie dich nicht erwischt.”
  • “Wenn sie dich doch erwischt, ist das Spiel beendet.”

Wer am meisten und längsten in den Ausschnitt guckt, gewinnt. Als Hilfsmittel kann man eine Sonnenbrille benutzen, und sogar Fotos darf man machen – aber bitte nicht beim Fotografieren der Brüste erwischen lassen, sonst “wird die Brünette sehr schnell auf dich aufmerksam” und macht – ganz die feministische Spassbremse – das Spiel kaputt (denn es ist ja alles nur ein Spiel für Mentos – genauso, wie ZDF Neo Paradise 2012 mit sexueller Übergriffigkeit “gespielt” hat). “Die heiße Brünette”, in deren Gegenwart man(n) “fresh” zu bleiben versucht dank Mentos, verdient natürlich noch nicht einmal einen Namen. Auch sie ist keine Person, sondern ein Objekt (wie in der Netflix-Werbung), das der Unterhaltung und Befriedigung eines heterosexuellen male gaze dient.

Mentos hebt die Widerlichkeit also auf eine weitere Ebene: die sexuelle Belästigung jener Frau ist das “Spiel”, und Mentos Mints der “Spiel”-Gehilfe, so dass bei der Übergriffigkeit auch “frisch” geblieben werden kann. Mentos normalisiert und bagatellisiert damit nicht-konsensuales, sexualisiertes Beglotzen, Belästigen, Fotografieren von Frauen. Mentos veranstaltet einen Wettbewerb, wer’s am besten kann, und auch hier ist die Zielgruppe klar: heterosexuelle dudebros. Mentos wirbt (und das so offen wie wenige andere Marken) mit der und für die Objektifizierung von Frauen und das Gutheißen sexueller Belästigung – kurz gesagt: für zwei Aspekte, die rape culture mit ausmachen.

Der Ausgangspunkt jener und der Ausgangspunkt sowohl der Netflix’ als auch der Mentos’ Kampagnen ist der gleiche: Frauen werden nicht als Subjekte, sondern als Objekte verstanden – dann klappt’s auch gleich viel besser mit der Degradierung. Doch sind beide Kampagnen schlicht einfallslos und reaktionär, wie (Hetero-)Sexismus eben einfallslos und reaktionär ist. “Anders” oder “fresh” ist hier gar nichts, Netflix und Mentos.

Wer Fragen oder Kommentare zu Netflix’ oder Mentos’ Kampagnen hat, kann diese bei Twitter (@NetFlixDE und @MentosUS), auf Mentos’ Facebook-Seite und per E-Mail hinterlassen. Mentos gehört zur Firma Perfetti Van Melle – hier findet man deren weitere Produkte zum Nicht-Kauf.

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Posted by Gastautor_in

Frederik bloggt auf  Techno Candy und twittert auch. Kürzlich crossposteten wir hier seinen Text über Die Kulturhete. Tusch und Trommelwirbel:  Frederik wird hier nun häufiger etwas veröffentlichen!

Am Sonntag wurde in Schweden die Abgeordneten des Riksdag gewählt, außerdem die Regierungen der Länder und Kommunen. Die feministische Partei F! (Feministiskt Initiativ) schaffte die benötigten 4% nicht, um ins Parlament zu kommen, hat aber vor allem im letzten Jahr ohne finanzielle Ressourcen viele Menschen mobilisiert und ihre Mitgliederanzahl fast verzehnfacht.

Postergesicht war und ist immer noch vor allem Gudrun Schyman, die früher Chefin der Linkspartei war und 2005 den Schwerpunkt auf Feminismus legen wollte und mit anderen Feminist_innen zusammen F! gründete.

Die Partei, deren Kraft und Reichweite vor allem von ihren über 20 000 Mitgliedern und noch mehr nicht-organisierten Aktivist_innen kommt, mobilisierte mit für Parteipolitik ungewohnten Mitteln: Gudrun persönlich und viele andere reisen durchs Land und veranstalten Homeparties, bei denen sie Interessierten eine Einführung in ihre Analyse geben: Gudruns Vortrag, den ich gesehen habe, beginnt z.B. mit Ökonomiekritik, schwappt in Feminismus, streift LGBT*-Rechte und Umweltfragen und hebt die Rolle von Rassismus in den Machtgefügen hervor. Für viele was dabei. Außerdem claimt F!, dass große Teile des schwedischsprachigen Netzfeminismus aus ihrer Bewegung gewachsen seien, mischt in Debatten mit und organisiert politische Eyecatcher im öffentlichen Raum.

F! steht für feministische Selbstverständlichkeiten, die aus den aktivistischen Ecken und Nischen in die Mainstreamdebatten gepusht wurden: Alte weiße Männer wissen nicht Bescheid über unsere Leben, deshalb sollen weiße und rassifizierte Frauen, cis und trans Personen, queers und LGBT*I über ihre Körper und Leben selbst entscheiden dürfen. Von Menschenrechten ist oft die Rede, und dass diese endlich „für alle“ gelten sollen. Es geht in den großen Reden um Liebe und eine Welt ohne Grenzen. Am besten: Liebe kennt keine Grenzen. Ich sitze bei meiner Recherche für diesen Text vor unzähligen Videos, Texten und Tweets, die mich zu Tränen rühren und deren rosa-Ballon-Ästhetik mein Herz ganz weit aufreißen und mit Zuckerwatte vollstopfen will. Ja, ich bin auch ein rosa Ballon! Lasst mich mit euch fliegen!

Während die rassistische Partei SD (Schwedendemokrat_innen) in Stockholms öffentlichen Nahverkehr gegen Bettelei  (in Schweden fast ausschließlich von Antiziganismus betroffene Menschen) hetzte und die Stadt bei Eiseskälte regelmäßig Zeltunterkünfte und „Romalager“ mit Polizeigewalt räumen ließ, brachte F! Soraya Post als erste Rromni-Abgeordnete ins EU-Parlament und schrieb damit Geschichte.

Auf mehreren Parties zum 8. März 2014 kam Gudrun Schyman persönlich vorbei, hielt Reden, in denen sie verkündete, dass wir alle kurz davor stünden, den „Feministischen Durchbruch“ zu erleben und hinterließ eine tränenüberströmte Crowd, die sich in die Arme fiel und zu Rihanna in die rosa Zukunft tanzte.

Am Samstag Abend wurde Gudrun beim Finale von Pharrell Williams Konzert in Stockholm auf die Bühne geholt, er forderte sein Publikum auf, feministisch zu wählen und rief: „Wenn du weißt, dass du von einer Frau geboren wurdest, make some noise!“. Da hab ich schon meine Tränen schnell wieder abgetrocknet und erstmal tief geschluckt. Cissexismus und der gute, alte Feminismus unseren Müttern, Schwestern, Töchtern zuliebe?

Von den 20 Kandidat_innen auf F!s Liste für den Riksdag sind neun von Rassismus betroffen. Eine derart überzeugende Repräsentation findet sich in keiner anderen Partei. Dazu kommt, dass die Kandidat_innen und die Partei sich nicht als post-race verstehen, sondern mit ihrer Politik Rassismus bekämpfen wollen. Einer der wichtigsten Slogans der Bewegung lautet „Ut med rasisterna, in med feministerna“ – Raus mit den Rassist_innen, rein mit den Feminist_innen, und bezieht sich auf die rassistische Partei SD, ein Feind, den selbst liberalgläubige Staatsbürger_innen teilen können. (Dass bei dieser Vereinfachung die Möglichkeit gar nicht erst in Betracht gezogen wird, dass auch Feminist_innen – surprise – rassistisch handeln können, geht in der Erfolgswelle unter.)

Der F!-Feminismus, der in Schweden Teil einer hippen, feministischen Kultur geworden ist, kommt mit ein paar bitteren Pillen: Sowohl die Positionen der Partei zur Kriminalisierung von Drogen als auch zu Sexarbeit sind aus feministischer Perspektive fragwürdig.

Die Partei steht hinter der „schwedischen Lösung“, in der die Kund_innen von Sexarbeit kriminalisiert werden, und die indirekt Sexwork an sich kriminalisiert und es den Arbeiter_innen erschwert, sich zu organisieren und staatliche Absicherungen zu erhalten, über ihre Köpfe hinweg entscheidet, was gut und schlecht für sie ist, und die gesamte Branche illegalisiert und stigmatisiert. Auf der Homepage der Partei  wird Trafficking als Argument benutzt, um die Debatte zu verwischen und Sexarbeiter_innen ihrer Agency zu berauben.

Ähnlich sieht die Lage aus mit dem Umgang mit Sucht und illegalisierten Substanzen. Süchtige und Konsument_innen sollen weiter kriminalisert werden, anstelle von Gesundheitsfürsorge, Aufklärung, Schutz, Hilfsprogrammen und ähnlichen Mitteln.

Vage Aussagen, dass ein „menschlicher Kapitalismus“ der Partei doch näher liegt als Antikapitalismus, passen in dieses Bild.

Diese Beispiele zeigen sehr deutlich, was für dicke Luft in manchem rosa Ballon tatsächlich steckt. Es tut gut, Leute in dieser Partei zu sehen, die aussehen wie ich oder meine Freund_innen. Die den alten, weißen Männern die Stühle unterm Hintern wegziehen wollen, die aussprechen, dass es Sexismus, Rassismus, Heterosexismus und Cissexismus gibt und dass sie bekämpft werden müssen. Es ist ein tolles Gefühl, in Stockholms Straßen Feminist_innen zu begegnen, die mensch noch nicht kennt, weil es mehr gibt als die paar, die immer am 8. März zur Demo kommen und weil es cool ist, sich überhaupt als Feminist_in zu outen. Repräsentation und Gefühle, das kann F!.

Viele können sich repräsentiert fühlen, viel mehr als wir es von Parteien gewohnt sind, aber eine Partei, die Sexarbeit und Drogen kriminalisiert anstatt an der Abschaffung des Gefängnisses an sich zu arbeiten, richtet sich nur an jene, die es sich leisten können.

Für Menschen, die mit der schwedischen Linken nicht vertraut sind, erwähnenswert: Natürlich positioniert sich F! gegen Israel und distanziert sich nicht von Antisemitismus. Das wird in Schweden nicht kritisiert, sondern ist der überall anerkannte Stand der linken Debatte.

Die rosa Luftballons werden platzen und den Knall hören nur die, die jetzt schon wissen, dass sie von F! eigentlich gar nicht mitgemeint sind: Die Leute in den migratisierten, armen Vororten Schwedens, die schon jetzt überproportional wegen Drogen kriminalisiert werden, während die rich kids in der Innenstadt in Frieden koksen. Die Sexworker_innen, zu denen überproportional zum Rest der Bevölkerung gesehen, viele Schwarze und weiße trans Frauen und trans Frauen of Color gehören. Die Leute, die nicht vergessen können, dass Rassismus und Sexismus mit dem Kapitalismus eng verknüpft sind – früher, heute und auch in Zukunft.

EDIT: Ich habe folgenden Text, der auf eine Veranstaltung von F! gegen Antisemitismus hinweist, bei der Recherche übersehen: http://feministisktinitiativ.se/feministiskt-initiativ-uppmanar-till-aktion-mot-antisemitism-i-sverige-och-i-europa/ Die Aussage, F! würde sich nicht dagegen positionieren, ist also falsch. Sorry!
(Auch hier schlägt F! neben Bildungsmaßnahmen und Sichtbarmachung von Antisemitismus vor, die Gesetzeslage gegen Hate Crimes zu verschärfen.)

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Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 8 von 8 der Serie Feminist_innen zwitschern

Auch in den letzten Wochen haben Feminist_innen munter, aktivistisch und lustig getwittert – daher haben wir euch heute eine kleine Zusammenstellung unserer liebsten Tweets gebastelt:

(Englischsprachiger Lesetipp zu “White Feminism” hier.)

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Selbermachsonntag (14.09.14)

Sep. 14th, 2014 07:00 am
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Posted by accalmie

selber Auch diese Woche freuen wir uns auf eure Links: was habt ihr gelesen oder selbst geschrieben? Auf welche Veranstaltungen möchtet ihr gerne hinweisen? Welche Fragen sind übrig geblieben? Wie immer: ab damit in die Kommentare, und wir wünschen einen schönen Sonntag!

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Samstagabend-Hardcore mit Anti-Corpos

Sep. 13th, 2014 03:00 pm
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Posted by Magda

1, 2, 3, 4 – ein gellender Schrei hallte durch den Berliner Club So36 und ich fiel fast von der Bank, auf der ich es mir gemütlich gemacht hatte. Das war das erste Mal, dass ich Anti-Corpos live beim LaDIYfest in Berlin hörte. Daraufhin stellte ich mich auf die Bank, um die vier Musiker_innen der brasilianisch lesbisch-feministischen Hardcore Band besser sehen zu können und war sehr beeindruckt.

Gerade befinden sie sich in Deutschland und touren hart, unter anderem waren sie im August mit Yansn und Respect My Fist unterwegs. Nächsten Freitag sind sie in der Scherer 8 in Berlin und spielen mit Tall As Trees bei einem Soli-Abend, um die Gegendemos zu dem “Marsch für das Leben” zu unterstützen. Außerdem gibt es einen Vortrag und Film zu Abtreibungsrechten von Sarah Diehl (Facebook-Event).

Live im SO36 in Berlin nach dem Klick

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Queerulant_in Lesetour in Hessen

Sep. 12th, 2014 07:00 am
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Posted by Magda

Queerulant_in ist eine queere Zeitschrift, die sich schwerpunktmäßig mit der Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten beschäftigt, thematisch aber noch viel weiter gefächert ist – je nachdem, was Menschen für Textvorschläge machen. Es gibt bereits sieben Ausgaben des Magazins, welches ehrenamtlich entsteht und an vielen Orten (vor allen Dingen in Deutschland, Österreich und der Schweiz) ausliegt.

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Nun gehen die Macher_innen auf eine Lesetour in Hessen. An folgenden Daten könnt ihr die Texte live hören und diskutieren:

* Sa, 13.09.2014: Kassel // Hofhaus der Agathe // 19 Uhr
+ anschließend: Queer-Kneipe
Hofhaus der Agathe // 34127 Kassel

* So, 14.09.2014: Marburg //Rakete im Bettenhaus // 18 Uhr
Rakete im Bettenhaus // Emil-​Mann­kopffs­tr.6 // 35037 Marburg

* Mo, 15.09.2014: Frankfurt (Main) // Edelkiosk // 19 Uhr
EdelKiosk // Rhönstraße 119 // 60385 Frankfurt

* Di, 16.09.2014: Gießen // AK 44 // 21 Uhr
+ vorher vegane Küfa (Küche für alle) ab 20 Uhr (= €2,00)
AK44 // Alter Wetzlarer Weg 44 // 35392 Gießen

* Mi, 17.09.2014: Darmstadt // Oetinger Villa (Saal) // 20 Uhr
+ Ab 19 Uhr Kuchen von Voice of Liberation (vegan)
JuKuZ Oetinger Villa // Kranichsteiner Straße 81 // 64289 Darmstadt

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Fringe Benefits

Sep. 11th, 2014 06:50 pm
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Posted by Comicbooklovergreen

by

TSCC/Fringe crossover. Sequel to 9 Crimes and You'll Be Strong Tomorrow. A lighter day in the lives of Sarah and Olivia. Olivia accidentally ingests drugs meant for Walter, forcing Sarah to deal with a very stoned FBI agent. Femslash.

Words: 14357, Chapters: 1/1, Language: English

Series: Part 3 of 9 Crimes

Tied

Sep. 11th, 2014 01:45 pm
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Posted by VancityJax

by

Because Fringe needed a knotting story and Peter needed to give Olivia his.

Words: 2930, Chapters: 1/1, Language: English

Series: Part 1 of Knots

Wer war … Zitkala-Ša?

Sep. 11th, 2014 07:18 am
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Posted by Charlott

Dieser Text ist Teil 39 von 39 der Serie Wer war eigentlich …
Zitkala-Ša. (Foto 1898 aufgenommen von Gertrude Käsebier)

Zitkala-Ša. (Foto 1898 aufgenommen von Gertrude Käsebier)

Am 22. Februar 1876 wurde die Schriftstellerin, Aktivistin, Lehrerin und Musikerin Zitkala-Ša geboren. Wie viele Native American Kinder wurde sie in einem Internat beschult, welches Teil des kolonialistischen System der USA war. Sie musste ausschließlich Englisch sprechen, ihre Haare wurden abgeschnitten und zum Christentum sollte umerzogen werden. Zitkala-Ša wehrte sich schon früh – vor allem schreibend – gegen dieses System. Ihr Leben lang kämpfte sie ob in politischen Organisationen oder durch ihre schrifstellerische Tätigkeiten für die Selbstbestimmungsrechte von Native Americans. Sie verstarb am 26. Januar 1938.

Ihrem poltischen, künstlerischen, aktivistischen Schaffen in einem Blogpost gerecht zu werden, ist eigentlich unmöglich. Hier sollen nur einige ihrer Auseinandersetzungen und Errungenschaften angedeutet werden:

  • Während ihrer Zeit am Earlham College veröffentlichte sie eine Reihe von Essays in der Schulzeitung. Eines dieser Essays, in welchem sie die Zwangs-Christianisierung von Native American Schüler_innen an den Internaten anprangerte, gewann den Indiana State Oratorical Contest. (Als sie den Preis entgegennahm wurde sie mit rassistischen Bannern anderer Schüler_innen konfrontiert.)
  • Eine zeitlang arbeitete Zitkala-Ša selbst als Lehrerin. Gleichzeitig veröffentlichte sie aber Texte, die das Schulsystem vehement kritisierten. Aufgrund dieser Aktivitäten verließ sie dann auch den Schuldienst. Ihre eigenen Erlebnisse als Schülerin verarbeitete sie auch in späteren Geschichten.
  • Gemeinsam mit William Hanson schrieb sie The Sun Dance, ein Oper basierend auf Nakota Liedern. Die Oper wurde 1913 uraufgeführt und ist bis heute wohl die einzige (bekannter aufgeführte) Oper, die von Native Americans geschrieben wurde.
  • Sie war eine treibende Kraft für die Veränderungen der Staatsbürger_innenschafts-Rechte von Native Americans. Sie setzte sich dafür ein, dass Native Americans die US-amerikanische Staatsbürger_innenschaft erhalten konnten, ohne dass sie sich zu erst von ihren eigenen Nationen lossagen mussten. (Ein wichtiger Punkt, z.B. auch hinsichtlich von (rechtlichen) Landansprüchen.)
  • Im Jahr 1926 gründete Zitkala-Ša den National Council of American Indians und war bis zu ihrem Tod die Präsidentin.
  • Und dann ist natürlich auch nicht ihre schrifststellerische Tätigkeit zu vergessen, welche überhaupt Geschichten von und über Native Americans (hier in erster Linie Sioux) auf’s Papier brachte – und das nicht als Nebencharactere in den (rassistischen) “Abenteuer”romanen weißer Menschen. In Geschichten wie beispielsweise “A Warrior’s Daughter”, wo die Protagonistin ihren Liebhaber retten muss, da er gefangen genommen wurde, schrieb sie vor allem auch Heldinnen in die Literatur ein.

Zum Weiterlesen auf Englisch:

Zitkala-sa” auf Native American Writers.

Zitkala-Ša: Nom de Defiance” beim Ms. Magazine.

 

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Posted by der Mädchenmannschaft

Deutschsprachige Links

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. sucht ein_e Praktikant_in für den Bereich Veranstaltungsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Queerfeministische Taschenkalender 2015 ist erschienen!

Die protestierenden Geflüchteten in Berlin haben das Dach des Hostels verlassen und kommen erst einmal in den Räumlichkeiten einer Kirche unter. Aktuelle Infos gibt es weiterhin auf guertelstrasse.wordpress.com.

Eine UNICEF-Studie zeigt, wie geflüchtete Kinder in Deutschland systematisch benachteiligt und ausgegrenzt werden: Tagesschau.de berichtete.

In der sächsischen Landtagswahl erreichte die AfD (“Alternative für Deutschland”) 9,7 Prozent. Zeit Online berichtet von “interne[n] Mitgliederlisten [...], die zeigen, dass einzelne sächsische AfD-Politiker Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen haben. Sogar ein NPD-Mitglied hat die Sachsen-AfD in ihren Reihen. Ein anderer AfDler war Mitglied in der Rechtsrockband “Blitzkrieg”.” (Hinweis: der Artikel wurde von Zeit Online mittlerweile editiert).

Die KultusministerInnenkonferenz und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe den sogenannten Orientierungsrahmens für den Lernbereich globale Entwicklung überarbeitet. Hier gibt es einen kritischen offenen Brief dazu.

Englischsprachige Links

Auf The Nation findet ihr ein Interview mit Angela Davis zu sozialen Bewegungen.

In den USA streiken Angestellte US-amerikanischer Fast-Food-Ketten für einen Mindestlohn. (Der Hashtag zum Streik mit Fotos und noch mehr verlinkten Texten: #StrikeFastFood.)

Termine in Berlin und Hessen nach dem Klick

Für Kurzentschlossene: Heute um 20 Uhr findet im k-fetisch in Berlin eine Infoveranstaltung statt zum Thema “Lebensschützer – antifeministische Gotteskrieger”.

13. bis 17. September: Bald findet eine Lesetour von Queerulant_in durch Hessen statt.

20. September: Die Gegendemo zum Marsch für das Leben in Berlin.

22. September: Ebenfalls in Berlin findet im Rahmen der Reihe “Wem gehört die Stadt?” der Autonomen Antifa Neukölln die erste Diskussionsveranstaltung, “Gentrifizierung und die richtige Kritik am Kapitalismus”, statt. Weitere Informationen, auch zu den nächsten Terminen (unter anderem einer Diskussion zu feministischer Stadtplanung), findet ihr hier.

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Antirassistischer Kulturherbst

Sep. 9th, 2014 01:00 pm
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Posted by Nadine

Ab Mitte September finden in Berlin einige Veranstaltungen statt, die antirassistische Perspektiven mit Kunst und Kultur verbinden. Nach wie vor ist die hiesige Kunst- und Kulturlandschaft westlich, eurozentrisch und weiß(deutsch) geprägt und strukturiert, insofern verstehe ich die nachfolgend aufgelisteten Events auch als Widerstand und Intervention in diesen Normalzustand, ganz gleich, ob die Veranstaltungen diesen vordergründig zum Thema machen oder nicht.

Wenn es Veranstaltungen in eurer Umgebung mit ähnlichen Schwerpunkten oder Perspektiven gibt, dann postet sie doch in die Kommentare und ich ergänze die Übersicht von Zeit zu Zeit!

Frauenkreise Berlin: Kunst als Ort der Selbstermächtigung und des Widerstands. Perspektiven Schwarzer Frauen*, Frauen* of Color und Frauen* mit Migrationsgeschichte
Veranstaltungsreihe vom 11.9. bis 4.12.2014. Der Verein schreibt über die Reihe: “Welche Rolle spielen Kunst und künstlerisches Schaffen innerhalb von Prozessen der Identitätsverhandlungen und des Empowerments? Wie kann die Produktion und Darstellung von Kunst eingesetzt werden, um auf gesellschaftliche Dominanz- und Machtverhältnisse aufmerksam zu machen, auf diese Einfluss zu nehmen und als widerständiges Mittel fungieren, um ihnen entgegen zu wirken? In wie weit kann durch Kunst Solidarität hergestellt und Differenzen überwunden werden, und welche Bedeutung haben Kunst und ‘Kultur’ für aktuelle politische Widerstandsbewegungen?”

Zur Eröffnung der Reihe wird am Donnerstag die Dokumentation “A litany for survival” gezeigt, die das Leben und Schaffen der Dichterin und Aktivistin Audre Lorde nachzeichnet. Vorgestellt den gesamten Herbst über Arbeiten, Aktivitäten und Performances von Alisa Anh Kotmair, dem JugendtheaterBüroBerlin und dem Bündnis kritischer Kulturpraktiker*innen, Moona Moon, Azadê, Sarah Mouwani und Bahati, Oxana Chi und Layla Zami und Branwen Okpako.
Das gesamte Programm findet ihr hier zum Download oder auf der Webseite von Frauenkreise

Ballhaus Naunynstrasse: Rassismus im Kulturbetrieb
Am 18. September beschäftigt sich das Ballhaus mit den Herausforderungen und Perspektiven für ein diskriminierungsfreies Theater: Aus dem Ankündigungstext: “Kultur wird meist als rassismusfreie Zone gedacht – besonders im Land der Denkerinnen und Dichter. Dabei reicht schon der Blick auf das deutsche Gegenwartstheater, um die Widersprüche in diesem Selbstbild zu sehen. [...] In den letzten Jahren haben postmigrantische KulturarbeiterInnen und AktivistInnen of Color unhinterfragte institutionelle Arbeitsweisen und künstlerische Konventionen aus rassismuskritischen Perspektiven problematisiert. Trotzdem hat sich an den Strukturen bisher wenig geändert.” Was zu ändern wäre und wie das passieren kann, darüber diskutieren am 18. September u.a. Sandrine Micossé-Aikins, Kien Nghi Ha, Azadeh Sharifi

Sophiensaele: Simone Dede Ayivi – Performing back
Simone Dede Ayivi ist Theaterarbeiterin in den Feldern Regie, Dramaturgie und Performance. Letztes Jahr veröffentlichte sie im Tagesspiegel und auf der Mädchenmannschaft einen Text zur Debatte um rassistische Begriffe in Kinderbüchern. Mit ihrer aktuellen Produktion “Performing Back” widmet sich Ayivi Fragen von Erinnerung und begibt sich dabei auf eine Expedition in die Kolonialgeschichte – auch die der eigenen Familie. Vom 19.-22. September jeweils um 21 Uhr in den Berliner Sophiensaelen.

Frauenzentrum Schokofabrik: Lesung “Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen”
Jennifer Teege erfährt mit Ende 30, dass ihr Großvater Amon Göth war – SS-Offizier und Kommandant im Konzentrationslager Płaszów bei Krakau und verantwortlich für die Ermordung von mindestens 10.000 Menschen. Davor lebte und studierte sie viele Jahre in Israel. In ihrer Biografie verarbeitet Teege ihre Familiengeschichte. Lesung und anschließendes Gespräch finden am 19.9. um 19 Uhr statt. Die Autorin liest nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Städten.

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Die Feministische Feuerwehr

Sep. 9th, 2014 07:52 am
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Posted by accalmie

Fast jede Woche ist es wieder soweit: Ein Artikel, ein Buch, ein Video erscheint, in dem betont wird, wie schrecklich Feminist_innen seien und wie sehr der Mann von Heute (TM), nein, die Menschheit unter ihnen leide. Der eiserne Vorhang der Sexismuskritik drohe den Spass zu bremsen, und irgendjemand muss sich wieder sehr darüber empören, dass andere Menschen Misogynie anprangern, und mahnt daher gleich mal schreiend zu postfeministischer Gelassenheit, bis die femifaschistische Diskurspolizei der Gender-Weltverschwörung brutale Konsequenzen zieht durch ein erstes side eye.

Menschen verdienen ihr Geld mit solchen Publikationen, während auf viele jener, …nun ja…, Ergüsse dann feministische Aktivist_innen in ihrer Freizeit mit lakonischen Kommentaren bis detaillierten Widerlegungen reagieren – zum Beispiel auf Blogs oder bei Twitter. Da hier selten neue Argumente ausgetauscht werden, sind die Debatten zunehmend müßig: was gegen Machtgefälle (und damit einhergehend eben nicht “herrschaftsfreie” Kommunikation) eher selten hilft, ist der zwanglose Zwang des besseren Arguments (…und dafür sind Betroffene ja auch viel zu subjektiv, nech…).

Das hindert viele jedoch nicht daran, Aktivist_innen konstant dazu aufzufordern, sich zum Beispiel der Widerlegung sexistischer oder rassistischer Texte zu widmen, während andere erst einmal abwarten möchten (wenngleich vielleicht wohlwollend nickend). Seien es obsessiv gesetzte Pingbacks oder konstante Lektüre-“Tipps” von allies (Verbündeten): offenbar herrscht die kuriose Annahme vor, dass es so etwas wie eine Freiwillige Feministische Feuerwehr gäbe. Jene wird gerufen, wenn erneut die antifeministische Argumentationsschablone zum Einsatz kam und die Feministische Feuerwehr nun das Sexismusinferno löschen soll.

© sage_solar

© sage_solar

Jede Wo­che er­rei­chen mich Hin­wei­se auf sol­che Brand­her­de – manch­mal kom­men­tar­los oder zur Kennt­nis­nahme ge­schickt, manch­mal mit der ex­pli­zi­ten Auf­for­der­ung, da doch et­was “da­ge­gen” zu machen. Ich bin im­mer wie­der ver­wun­dert über die­se un­auf­ge­for­der­ten Nach­rich­ten. Ei­ner­seits fin­de ich es toll, dass Leu­ten be­wusst ist, dass und wie Sexis­mus, Rassis­mus, Hetero­sexis­mus, … ge­sell­schaft­lich ver­an­kert sind und (auch) in den Me­dien re­pro­du­ziert wer­den. Es ist manchmal auch als Kom­pli­ment ge­meint, Men­schen, die sich des öfteren unter an­derem auf Blogs zu -istischen Fails äussern, zu fra­gen, ob sie dieses oder jenes Bei­spiel ge­nau­er ana­ly­sieren kön­nten. Viel­leicht gibt es bei man­chen allies auch Be­den­ken, sich sonst “vor­zu­drän­gen”.

Das Problem dabei ist jedoch, dass viele denken, dass zum Beispiel Antisexismus grundsätzlich die exklusive oder zumindest primäre Aufgabe von Frauen sei, und das rund um die Uhr. Dazu kommt noch, dass manche vielleicht meinen, Feminist_innen hätten täglich nichts Besseres zu tun, als auf akribische Sexismus-Spurensuche zu gehen, und man sie mit dem neuesten Beispiel überraschen und darin unterstützen könnte, endlich wieder etwas gefunden zu haben, anhand dessen man Sexismus aufzeigen kann. Aber hier kommt der Knaller: Aktivist_innen gehen nicht auf die Suche nach Diskriminierung. Diskriminierung holt Menschen ein, täglich; sie strukturiert diese Gesellschaft. Die neuesten -istischen Spitzen bekommt man durchaus mit, ob man möchte oder nicht – und sollte das mal nicht der Fall sein, ist es zumeist sowieso besser so. Wie gesagt: Neu ist an Sexismus oder Rassismus nichts.

Manchmal treffe ich die persönliche Entscheidung mich nicht zum Beispiel X zu äussern, da ich entweder keine Zeit, Lust oder Nerven dazu habe, immer wieder die deckungsgleiche Debatte zu führen und mich dabei zwangsweise geballter Ladungen hocherfreuten Sexismus’ und Rassismus’ aussetzen zu sollen. Dann ungefragt dazu aufgefordert zu werden, sich doch Texte, Plakate oder Serien anzugucken, um diese dann auseinanderzunehmen (oder, noch besser, gleich Zitate geschickt zu bekommen), ist daher nicht nur unsolidarisch, sondern macht einer_einem das Leben nicht leichter – ganz im Gegenteil. Für “Haste nich’ gesehen?” / “Kannste das glauben?” / “Schreib doch mal was dazu, der_die hat X gesagt!”-Spam gibt es von mir meist keine Kekse, sondern ein genervtes Augenrollen. Das ist besonders dann der Fall, wenn “allies” sich selbst nicht äussern wollen, um es sich entweder nicht mit bestimmten Cliquen zu verscherzen oder dem grundsätzlich anstehenden Backlash zu jeder (zum Beispiel) antisexistischen oder antirassistischen Äußerung selbst zu entgehen.

Sich gegen Sexismus zu engagieren ist aber kein Service, der nach Bedarf konsumiert werden kann. Es gibt keine Feministische Feuerwehr, deren Aufgabe es ist, auf Abruf bereitzustehen, wenn andere an ihre Grenzen stossen. Hinter den Blogs und Nicknames und Avataren stehen Personen. Man kann sich auch selbst informieren und sogar eigene Projekte starten. Jeder_jedem ally sei daher gesagt: feel free to step in anytime / schalte dich jederzeit gerne selbst ein; Unterstützung lebt von ihrer Praxis.

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Posted by Gastautor_in

Naekubi schreibt über das Leben von Asiat_innen in Deutschland, Kultur und Alltag, Rassismus und Feminismus, Selbstbewusstsein und Selbstverständnis. Ab September schreibt sie auch eine monatliche Kolumne bei der Mädchenmannschaft zum Thema Feminismus im Alltag. Dieser Artikel erschien bereits heute auf ihrem Blog Danger! Bananas.

Jetzt, wo das Münchner Oktoberfest vor der Tür steht, kann man ja mal überprüfen, wie es mit der Willkommenskultur in der bayerischen Landeshauptstadt bestellt ist. Nicht besonders gut, wenn man dieses heimlich gedrehte Youtube-Video betrachtet, das im Münchner Hofbräuhaus aufgenommen wurde:

Darin erklärt der Kameramensch, wie er/sie beobachtet hat, dass von seinem/ihrem Tisch direkt am Eingang anscheinend systematisch Menschen asiatischer Erscheinung vertrieben werden, mit dem Hinweis, der Tisch sei reserviert. Seltsamerweise ist der Tisch nicht reserviert, als sich weiße BesucherInnen an den Tisch setzen. Man lässt diese gewähren, obwohl sie nichts bestellen.

Ich gehe davon aus, dass der Kameramensch weiß ist, weil er/sie am Tisch sitzen bleiben darf (anders als die asiatisch aussehende Frau). Aber wenn selbst ihm/ihr das offen rassistische Verhalten des Personals auffällt, dann scheint doch was nicht in Ordnung zu sein.

Wenn ich das sehe, kommt mir die Galle hoch. Erst vor einigen Wochen wurde ausführlich über Rassismus an Clubtüren berichtet, und dann sowas. Der “Nur mit Reservierung”-Trick wurde auch dort ausführlich verwendet. Anscheinend haben alle Weißen qua Geburt eine Reservierung erhalten.

Das Hofbräuhaus wird von mir diesbezüglich eine Anfrage erhalten. Ich werde berichten, sollte es Ergebnisse geben.

Nachfragen könnt ihr dem Münchner Hofbräuhaus unter anderem über Twitter (@hofbraeuhausMUC) oder per E-Mail stellen.

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Posted by Magda

Manche Traditionen sind unschön: Jedes Jahr demonstrieren in Berlin aus der ganzen Republik anreisende rechtskonservative und antifeministische GegnerInnen der körperlichen Selbstbestimmung gegen Schwangerschaftsabbrüche. 

Und manche Traditionen sind schön: Jedes Jahr formiert sich ein Bündnis aus queeren und feministischen Antifaschist_innen und demonstriert mit Trillerpfeifen, Konfetti, Sprechchören und viel Bildungsarbeit für das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung.

Am 20. September 2014 heisst es also wieder: AbtreibungsgegnerInnen blockieren, ärgern, kritisieren. Aufgerufen zum Demonstrieren haben u.a. das What The Fuck-Bündnis und Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. Im Vorfeld wird es in Berlin, Leipzig und Dresden Veranstaltungen zum Thema geben, die hier und hier aufgelistet sind.

What the Fuck - Marsch für das Leben

Demo: 11.30 Uhr | U-Bhf. Kochstraße (U6 / M29)
Kreativer Protest: 13 Uhr | Willy-Brandt-Straße vom what the fuck!-Bündnis
Protestkundgebung: 13 Uhr | Brandenburger Tor vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung

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The Club

Sep. 7th, 2014 07:40 pm
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Posted by Racethewind_10

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I wanted to write vampire smut. So I wrote vampire smut. If you're looking for plot, look elsewhere. Myka Bering owns The Club, the hottest night spot in New New York and when her good friend and fellow Coven Master Olivian Dunham comes to town with a Vision, things get steamy (You should read this is that "Lifetime movie preview guy voice" btw).

This is a story about vampires, and keeps some of Helena’s backstory – especially the part where she killed the men who murdered her daughter, SO…trigger warnings for: blood play, attempted suicide, description of character death, (potentially) violent sex (though it is consensual I promise) and uh…other mature themes.

Words: 24714, Chapters: 8/8, Language: English

Selbermachsonntag (07.09.14)

Sep. 7th, 2014 07:00 am
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Posted by Anna-Sarah

selberUnsere Sommerpause ist vorbei. Auch wenn einige von uns noch bzw. erst jetzt im wohlverdienten Urlaub weilen, hoffen wir, Ihr seid wieder voll dabei und tragt mit Euren Links, Terminhinweisen oder Berichten zu einem prallgefüllten Kommentarthread bei. Auf geht’s zum Selbermachsonntag!

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