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Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 271 von 271 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Der pro-familia-Bundesverband hat beim Bundestag eine Petition für die Sicherung des Zugangs zur Verhütung auch für Menschen mit geringem Einkommen eingereicht, die heute letztmalig mitgezeichnet werden kann.

“Rassistische Skandale, Misshandlungen, Eskalation und Repression, die Beobachter_innen und Zeug_innen trifft: eine Bestandsaufnahme österreichischer Polizeigewalt” schrieben Marlene Brüggemann und Olja Alvir für Progress.

Jetzt neu im Kino: der DreamWorks-Film “Home – Ein smektakulärer Trip”. Warum das erwähnenswert ist? Weil mit diesem erstmals (ja traurig) ein Schwarzes Mädchen als Protagonistin im Mittelpunkt steht. Hengameh Yaghoobifarah bespricht den Film auf Poligold.

Schüler_innen des Robert-Wetzlar-Berufskollegs in Bonn wehren sich gegen einen (extrem) rechten Lehrer. Einem der Schüler wurde von der Schulleitung, der die Burschenschaftsmitgliedschaften des Lehrers bekannt waren, daraufhin mit einem Schulverweis gedroht, berichtet die taz.

“Schlampige Arbeit, vorschnelle Festlegungen, übersehene Beweise”: Die Südwest Presse kommentiert die Polizeiarbeit in Baden-Württemberg bezüglich des NSU und des Ku Klux Klan.

dieStandard porträtiert Anna Fischer-Dückelmann, eine der ersten praktizierenden Gynäkologinnen und Bestseller-Autorin.

Die interaktive Plattform www.ronja-verdient-mehr.at, entwickelt vom Jahoda-Bauer Institut aus Linz, “zeigt Benachteiligungen von Frauen im täglichen Leben auf und soll den oft abstrakten Zahlen und Statistiken Leben einhauchen”.

Das Underdog Fanzine hat ein Interview mit der Orgagruppe des laDIYfest Kiel geführt.

Das Kunstmagazin Monopol interviewt die Galeristin Barbara Gross die seit vielen Jahren vor allem Kunst von Frauen zeigt. Leider sagt sie auch Sachen wie “Die Menschen müssen die Erfahrung machen, das Frauen genauso viel wert sind, wie Männer. “, in dem Interview finden sich dennoch spannende Anekdoten aus dem Kunstbetrieb: “Männer wollten die Kunst Maria Lassnigs beispielsweise nicht kaufen, da sie als Frau hätte schwanger werden können und dann hätte sie ja nicht mehr gearbeitet. Sie war damals über 70, das muss man sich mal vorstellen. Ich habe mich gefragt, ob sich diese Leute die Kunst überhaupt anschauen.”

Englischsprachige Beiträge

Die “BomBaebs” Uppekha Jain und Pankhuri Awasthi rappen gegen rape culture in Indien:

Bei Medium werden 25 Frauen und Events rund um die Arbeiterinnenbewegungen in den USA vorgestellt und oftmals weiterführendes (teils Unterrichts-)Material verlinkt.

Sarah Seltzer hat für FlavorwireBeyond Mansplaining: A New Lexicon of Misogynist Trolling Behaviors” zusammengetragen.

Dickenfeindlichkeit und Fatshaming wirkt sich negativ auf die Gesundheit dicker_fetter Menschen aus – Shakesville kommentiert die neue Studie des University College London.

Termin

Am 2.4. in Berlin, Südblock: Party Support #RomaDay.

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Alternative Reality

Mar. 31st, 2015 04:12 am
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Posted by SMarley

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This is how it should have ended.

Words: 865, Chapters: 1/1, Language: English

Mode in Zeiten des Kapitalismus

Mar. 31st, 2015 07:00 am
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Posted by Charlott

Dieser Text ist Teil 98 von 98 der Serie Die Feministische Bibliothek

41GOemmRtiL._SY344_BO1,204,203,200_ Am 24. April vor zwei Jahren stürzte Rana Plaza ein, ein Gebäude, in welchem viele internationale Firmen Textilien hatten herstellen lassen. Bereits am Tag zuvor waren Risse in den Wänden entdeckt worden, doch als sich am Morgen des 24. Arbeiter_innen weigerten in das Haus zu gehen, wurde ihnen mit dem Abzug eines Monatsgehalts gedroht. Bei dem Einsturz starben 1127 Menschen und 2438 weitere wurden verletzt – mit oftmals lebenslangen Folgen. Rana Plaza ist sicher das bekannteste aktuelle Beispiel dafür unter welchen Bedingungen Mode produziert wird. Und für Konsument_innen schlossen sich Fragen an, wie ob eine_r nun weiter bei Firmen kaufen würde, von denen bekannt ist, dass sie bei Rana Plaza produziert hatten oder was überhaupt gekauft werden sollte? Und ist ‘richtiger’ Konsum eigentlich möglich und überhaupt der beste Fokus?

Vor ein paar Wochen hatte ich die Chance die britische Autorin und Aktivistin Tansy E. Hoskins zu hören, wie sie über ihr aktuelles Buch “Stitched Up. The Anti-Capitalist Book of Fashion” (2014, Pluto Press) sprach – welches ich danach sofort erwarb und an einem Wochenende weglas. Auf gerade einmal 200 Seiten wirft Hoskins einen komplexen Blick auf die Modeindustrie, Verschränkungen von Kapitalismus, Rassismus und Sexismus, sowie auf Möglichkeiten das System zu verändern.

Im ersten Kapitel, welches wie die übrigen mit einer wunderschönen Illustration beginnt, zeigt Hoskins zunächst auf, welche Konglomerate hinter welchen Modefirmen stehen (und wie häufig sehr viele Modekonzerne eigentlich zu einem übergeordneten Konzern gehören) und welche Personen dort agieren – obwohl sie auch immer wieder deutlich macht, dass es ihr weniger um ‘schlechte’ Menschen und deren Taten geht (obwohl es diese auch gebe), sondern um Strukturen. Im darauffolgenden Kapitel fragt sie nach der Rolle von Mode-Zeitschriften und stellt fest, dass, wo es bei anderen Kunstformen tatsächlich so etwas wie Kunstkritik gibt, dies bei Mode kaum existiert, denn sind die Magazine quasi vollständig von den Werbungen der Modekonzerne abhängig (und diese fordern ein ‘gutes Umfeld’ zur Publikation ihrer Anzeigen) und auch würden Kritiker_innen einfach aus dem Modezirkel ausgeschlossen – lebenslange Sperren für die Modeschauen bestimmter Designer_innen kommen durch aus vor. Und wo Filmkritiker_innen sich einfach die nächste Kinokarte kaufen können, bedeutet das für Mode-Journalist_innen schon einmal das Aus.

In den nachstehenden Kapiteln widmet sich Hoskins den Produktionsbedingungen von Kleidung. In knappen, sehr übersichtlichen Abschnitten, geht sie den Arbeitsbedingungen von Arbeiter_innen im Textilbereich nach und verweist ebenso auf die ökologischen Folgen von Mode, die zum Beispiel mit dem Anbau von Baumwolle in Usbekistan einhergehen. Sie geht der Idee von ‘Trends’ nach, die dazu führen, dass immer wieder und wieder neue Kollektionen hergestellt werden und dies tatsächlich zunehmend, so gebe es bei H&M mittlerweile nicht mehr zwei Saisonen (Sommer/ Winter), sondern eigentlich 52. Hoskins verwehrt sich einer einfachen Trennung von ‘High Fashion’ und ‘Street Fashion’ und macht stattdessen deutlich, dass deren Produkte häufig unter gleichen Bedingungen produziert werden, nur mit unterschiedlichen Gewinnmargen für einzelne Stücke. Dass Hoskins wirklich einen umfassenden Blick auf Mode und alle dazugehörigen Industrien werfen möchte, zeigt sich auch darin, dass es noch gesonderte Kapitel zu den Themenkomplexen ‘Size’ und Rassismus gibt. Dabei schreibt sie unter anderem zu dominanten Schönheitsidealen, Empowerment durch Fatshion (wenn auch sehr kurz), Rassismus bei Modenschauen, Verstrickungen der großen französischen und deutschen Modehäuser während des 2. Weltkriegs und kulturelle Aneignung bei Designs.

Die letzten drei Kapiteln widmen sich der Frage “Und was nun?”. Hoskins geht widerständiger Mode bzw. Anti-Moden nach (und auch wie diese dann wieder von der Modeindustrie sich einverleibt werden, wie beispielsweise Punk-Ästhetiken) und fragt sich, wie Mode nach dem Kapitalismus aussehen könnte. Vor allem aber vermeidet sie es einfach Antworten zu geben. Sie glaubt nicht an die ‘Macht der Konsument_innen’ und dem Mantra des ‘besser Einkaufens’ und argumentiert schlüssig, wo hier die Denkfehler liegen und wer sich letzten Endes so vielleicht ein gutes Gewissen freikaufen kann. Nach Hoskins gibt es derzeitig auch eigentlich fast keine Mode, die wirklich auf allen Ebenen fair, ökologisch, nachhaltig etc. proudziert sei. Dies geben auch viele Ratgeber, die zu dem Thema erscheinen, zu, in denen den Konsument_innen nahegelegt wird, sie müssten eben entscheiden, was ihnen wichtiger sei: Weniger Chemikalien, faire Löhne, wenig Transport… Hoskins plädiert stattdessen (und dies nicht erst in den letzten Kapiteln) dafür, dass System als ganzes in den Fokus zu rücken und Arbeiter_innenkämpfe zu unterstützen. Sie betont:

Garment workers have always fought for self-determined freedom from oppression. Media narratives of sweatshops often impose stereotypes of victimhood on garment workers, reinforcing stereotypes of passive Asian or immigrant women. Yet what is clear is that groups of predominantly female garment workers (it remains a trade 90 per cent staffed by women) engage in some of the bitterest and hardest fought battles of the international labour movement.

Nicht alles, in dem Buch ist perfekt. Ab und an klingt es bei Hoskins so als würde die Abschaffung des Kapitalismus ohne wenn und aber auch sämtliche andere Diskriminierungsformen beenden – allerdings verfällt sie glücklicherweise nicht in typische “Nebenwiderspruchs”-Rhetoriken. Auch nimmt sie einmal Bezug auf ‘obesity’, ohne dies kritisch zu rahmen (überhaupt ist das Kapitel zu ‘Size’ das schwächste, weil teils auch pathologisierend), an anderer Stelle benutzt sie Konzentrationslager für eine Metapher, die der Text einfach nicht gebraucht hätte. Doch trotz allem bietet Stitched Up einen guten Einstieg für all jene, die einen ersten unterhaltsam geschriebenen und oftmals gruseligen Einblick in die Modeindustrie haben wollen – in dem trotz aller Kritik am System auch anerkannt wird, dass Mode auch Spaß machen kann, Ausdruck politischer Ideen ist und Ort von alltäglicher Kreativität.

Those wanting the overthrow of capitalism are often accused of being dreamers. Yet, there is no greater illusion than that of utopian reformism which believes you can fundamentally change a system without touching its power relations.

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Selbermach-Sonntag (29.03.2015)

Mar. 29th, 2015 07:01 am
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Posted by Charlott

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.

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Samstagabendbeat mit M.I.A.

Mar. 28th, 2015 04:00 pm
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Posted by Anna-Sarah

Vorige Woche jährte sich das Erscheinen von M.I.A.s wegweisendem Debutalbum Arular zum zehnten Mal – ja, so lange ist es schon her… Ein würdiger Anlass also für unseren zweiten M.I.A.-Samstagabendbeat, diesmal mit dem ersten “Hit”.

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Posted by Gastautor_in

Who`s that Grrrl: Anne Bonnie Schindler findet es komisch, wenn Frauen sich hauptsächlich über ihre Mutterrolle identifizieren –  obwohl ihre eigene enorm prägend für ihre Sicht der Dinge wurde.
Später in Berlin als Türsteherin tätig, gründete sie im Jahr 2011 den alternativen Sexladen „Other Nature”. Die Gründung eines Vereins für Mütter, die ohne ihre Kinder leben, ist der Tatsache geschuldet, dass sie selbst vor 11 Jahren ihre beiden Kinder, damals gerade erst 5 und 2,5 Jahre alt, bei ihrem leiblichen Vater ließ. Auch wenn solch eine Entscheidung nicht spurlos an allen Beteiligten vorüber zieht, steht Anne Bonnie voll hinter diesem Schritt und möchte Frauen ermutigen, sich mit ihrer eigenen Mutterrolle auseinander zu setzten.

Mein Name ist Anne Bonnie, ich bin 34 Jahre alt und reif, mein Herzensprojekt in Angriff zu nehmen. Die Gründung eines Vereins, der sich einem tabuisiertem Thema widmet: Müttern, die gehen.

Wir leben in einer Zeit, in welcher das Mutterideal noch immer geprägt ist von bedingungsloser Hingabe, grenzenloser Liebe, der Aufopferung der Mutter und von dem Glauben an einen biologischen Determinismus, nur als Mutter ganz Frau zu sein.

Mütter, welche ihr Kind bei einer anderen Betreuungsperson lassen, werden von der Gesellschaft kritisch beäugt. Sofort reagieren auch andere Mütter mit einem Gefühl von Verlust oder Verrat am Kind: „Ich könnte das nicht“. Die Mehrheit der Menschen richtet den Blick nach dem Befinden des Kindes. Und dies in einem Ausmaß, welches bei Trennung vom Vater oder einer nicht biologischen Bezugsperson nicht im Ansatz vorhanden ist. Die Mutter ist das Maß aller Dinge. Die Mutterrolle seit vielen Generationen überidealisiert, wird Frau bei der Trennung von ihren Kinder regelrecht verteufelt.

Auch ich konnte, nachdem ich meine beiden Kinder nach der Trennung bei ihrem Vater aufwachsen ließ, viele Vorurteile kennenlernen: Vermutungen wie ich müsse wohl gewalttätig oder drogenabhängig sein, zumindest aber doch egoistisch oder gefühlskalt, sind nur einige Beispiele. Oder meine Mitmenschen verlieren sich in einem Übermaß an Mitleid mit meiner Situation. Ich werde plötzlich zum Opfer, oder zu einer Heldin, welche für das Kindeswohl ihre eigenen mütterlichen Bedürfnisse hinten anstellt. Natürlich leidend. Doch weder das eine noch das andere beschreibt meine Situation.

Sogenannten Rabenmüttern wird eine sachliche Diskussion verwehrt. Wenn tatsächlich eine Diskussion stattfindet, ist diese entweder gänzlich beschränkt auf die Belange der Kinder oder wird dominiert von Vorurteilen.

Dieser Beschränkung möchte ich entgegenwirken.

Schon seit langem geht der Trend von der biologischen Familie hin zur sozialen Familie. Es steht nicht mehr ausschließlich im Vordergrund, wer mit wem verwandt ist, sondern wer sich um wen in welchem Maße kümmert und Verantwortung übernimmt. Der Verein Raben-Mütter e.V. versteht sich als Ausdruck diesen Wandels.

Ich glaube, die biologische Mutter muss nicht zwangsläufig eine intensivere Bindung aufgrund der Geburt mit dem Kind erleben.

Raben-Mütter e.V. möchte Ansprechpartnerin sein und Hilfestellung leisten für den Abbau von Stigmata von sog. schlechten Müttern. Über die Mutterrolle und ihre Mythen aufklären. Einen gesellschaftlichen Diskurs ermöglichen.

Raben-Mütter e. V. versteht sich als feministisch und pro Queer Families, möchte nicht an alten Idealen festhalten, sondern Wege für alternative Familienmodelle aufzeigen. Im Streitfall genauso kompetent Hilfestellung geben, wie bei persönlichen, individuellen Problemen.

WICHTIG! An dieser Stelle sei erwähnt: Dass Mütter gehen, hat NICHTS mit Feminismus zu tun (diesem Vorurteil erliegt gerne eine konservative Strömung), sondern entsteht ganz individuell aus der Biographie der Frau, der Familie. Aber ohne eine feministische Deutung ließe sich das Phänomen, mit welchem Rabenmütter bedacht werden, nicht verstehen.

Während Vereine wie Väter e.V. gesellschaftlich eine wichtige Rolle spielen könnten, indem sie Väter in ihrer Rolle empowern, Rollenbilder hinterfragen, präsentieren sich diese Vereine häufig als konservativ und rückschrittig. Es geht um die Stärkung der Rechte der Väter gegen die angebliche Übermacht der Mutter, welche „willkürlich über das Kindeswohl entscheiden” könne. Es geht um Rechtstreitereien, Gerichtsurteile und Macht. Weniger um einen Diskurs.

Raben-Mütter e.V. möchte es hingegen Müttern erleichtern, einen vorurteilsfreien Diskurs über ihre Rolle als Mutter zu führen, auch in Trennungsphasen.

Denn der Bruch einer Familie ist ein großer Einschnitt im Leben aller Beteiligter. Ein Ziel ist es, aufzuklären, dass es einen Unterschied zwischen der Trennung von Kindern und der Trennung der Bindung zu den Kindern gibt.

Bei Müttern wird dieser Unterschied meist nicht berücksichtigt. Die Trennung der Familie wird als Trennung der Bindung zu den Kindern interpretiert. Die Stärkung der sog. Rabenmutter geht somit einher mit der Stärkung des anderen Elternteils oder einer anderen Betreuungsperson.

Ich möchte aufzeigen, dass es Hilfestellen fern ab von Rechtsanwält_innen gibt. Dass es für die erwachsenen Personen Ziel sein muss, in einer so verletzlichen Zeit nicht mit weiteren Verletzungen zu agieren und das gegenseitige Vertrauen und auch das Kindeswohl im Auge zu behalten. Sich fern ab von der „Pflicht erfüllenden Mutterrolle“ fragen: Wer kann sich wo am Besten für das Kind einsetzen? Nur wenn Mütter gesellschaftlich nicht mehr als schlechte Mütter geächtet werden, können sie sich einer selbstbestimmteren Sicht öffnen.

Willkommen sind Frauen, welche ihre Mutterrolle verstehen möchten. Müttern, die gehen.
Egal, was deine Beweggründe sind. Auch wenn einer der Beweggründe, ein Kind nicht aufzuziehen, in vorurteilsbeladenen Situationen wie z.B. Drogenproblemen liegt, möchten wir Unterstützung bieten.
Adoption, oder Trennung. Karriere, weniger vorhandene Muttergefühle, finanzielle Probleme, Gefängnisaufenthalt, oder Drogenproblemen. Psychisch oder physische Erkrankung. Mit oder ohne Drama. Wir möchten allen Frauen vorurteilsfrei entgegen treten. Und natürlich allen anderen, die sich angesprochen fühlen.

Raben-Mütter e.V. möchte:

  • Ansprechpartnerin sein
  • Familienstrukturen im Wandel verstehen
  • Abbau vom Über-Ideal “Mutter”
  • Abbau von Stigmata von sog. Rabenmüttern
  • an einem gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen zum Thema alternative Familienmodelle
  • individuellen Rat geben für Raben-Mütter
  • Trennungsprozesse für Familien erleichtern

anhand von:

  • regelmäßigen Posts
  • Literaturhinweisen
  • Hinweise auf Veranstaltungen, politischen Aktionen
  • Vernetzung mit anderen
  • Sammlung von Rechtsurteilen
  • Beratung durch Mediator_innen
  • Austausch via Blog- Arbeit
  • Anlaufstelle für private Gespräche
  • regelmäßige Mitgliedertreffen für Evaluationen (zunächst nur innerhalb Berlins)
  • Workshops (zunächst nur innerhalb Berlins)

Hierfür suche ich:

  • Menschen, die meine Umfrage ausfüllen und weiterleiten
  • Vereinsmitglieder
  • Menschen, die mir Ratschläge zum Thema Vereinsgründung geben
  • Informationen zu Fördergeldern
  • ehrenamtliche Mediator_innen für Rechtsfragen

Mehr Infos auch unter: www.raben-muetter.de und info(at)raben-muetter.de.

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I Don't Know Who I Am Without You

Mar. 26th, 2015 08:53 am
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Posted by Call_Me_CakeWife

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Words: 129, Chapters: 1/1, Language: English

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Posted by Charlott

Am 16. März Anfang der Woche verstarb Barbara Emme, bekannt auch als ‘Emmely’ im Alter von 57 Jahren. Im Februar 2008 wurde die Kassierin nach über 30 Jahren Tätigkeit im Einzelhandel fristlos von Kaisers entlassen. Anlass? Ihr wurde vorgeworfen zwei Leergutbons, die ein Kunde verloren hatte, im Gesamtwert von 1,30€ eingelöst zu haben. Barbara Emme stritt dies ab. Dass sie eine engagierte Gewerkschafterin war, die beispielsweise die Streikliste in ihrer Filiale führte, sollte natürlich keine Rolle bei dieser Entscheidung gespielt haben.

Barbara Emme nahm diese Kündigung nicht einfach so hin – sondern klagte sich durch mehrere Instanzen und sprach öffentlich über ihren Fall. Zunächst wurde sie abgewiesen, denn in der deutschen Rechtssprechung gelte auch das ‘Entwenden’ geringster Summen als klarer Grund für eine fristlose Kündigung, wie auch im Jahr 1984 als einer Verkäuferin gekündigt wurde, weil sie ein Stück Bienenstich verzehrte ohne es zu bezahlen. Verhältnismässigkeiten im Kapitalismus. Emmes Klage aber wurde in dritter Instanz, beim Bundesarbeitsgericht, stattgegeben. Dazu schreiben Mitglieder des Komitees “Solidarität mit Emmely”:

Emmelys Erfolg vor dem Bundesarbeitsgericht kam für alle erfahrenen Beobachter völlig überraschend. Unmittelbar danach gewannen mehrere gekündigte ArbeiterInnen ihre Bagatellkündigungen vor Arbeitsgerichten, die zuvor immer zu Gunsten der Arbeitgeber geurteilt hatten.

In Nachrufen, beispielsweie bei der taz oder beim Tagesspiegel wird sie als “aufmüpfige Kassiererin” bezeichnet. Ein Begriff, der das Engagement von Emme und anderen Arbeiter_innen, insbeondere von Frauen, untergräbt. Denn offensichtlich setzen sich diese nicht für etwas ein, wehren sich oder kämpfen gegen ungerechte Arbeitsbedingungen, sondern sind ‘aufmüpfig’. Doch auch mit ihrem Sieg vor dem Bundesarbeitsgericht hatte Barbara Emmes ‘Aufmüpfigkeit’ aka Einsatz für bessere Arbeiter_innenrechte kein Ende. Die Lohnnachzahlungen, welche sie erhielt, nutzte sie um an der Weltfrauenkonferenz in Venezuela im Jahr 2010 teilzunehmen. Auch engagierte sie sich weiter gewerkschaftlich und wurde 2014 noch in den Betriebsrat von Kaisers gewählt.

Zum Weiterlesen:
Nachruf von Mitglieder des Komitees “Solidarität mit Emmely” (FB-Link)

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Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 270 von 271 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus präsentierte LesMigraS den Spot “Was sagst du dazu?”:

Bodo Platzgraf, der als Berliner Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) heute “linksextremistische Demonstranten” beklagt, war aktiv bei den Republikanern (REP), berichtet das Antifa Infoblatt.

Pressemitteilung (PDF) anlässlich des Equal Pay Days und des Internationalen Tages gegen Rassismus von DaMigra (Dachverband der Migrantinnenorganisation).

Bald startet auch wieder die Festivalzeit. Endlich coole Musikerinnen live sehen? Eher nicht, wie die grafisch eindrucksvollen Darstellungen von Puls und Coolibri zeigen, die von Festivalplakaten all jene Bands löschten, die ausschließlich aus Männern bestehen – auf einmal haben die Plakate sehr viel Freifläche, wo sonst kleingedrängte Schrift steht.

englischsprachige Links
Der Vortrag der Aktivistinnen Elisabeth Ngari und Damarice Okore von „Women in Exile“, den sie letzten Donnerstag hielten, über die Situation von Flüchtlingsfrauen* in Berlin/ Brandenburg und deutschlandweit ist online:

Bei Media Diversified schreibt Zaneta Denny in “Feminism in the Favela” über Feminismus in Brasilien, verschiedene Bewegungen und Ausschlüsse und insbesondere den Aktivismus und das Engagement afro-brasilianischer Frauen.

Philosophy has to be about more than white men.“, fordert Minna Salami beim Guardian.

Das Literaturmagazin The Critical Flame hat eine Sonderausgabe zur Dichterin Adrienne Rich herausgebracht. Die Artikel könnt ihr online lesen, wie beispielsweise “6 Writers on the Lasting Influence of Adrienne Rich“.

“The lawsuit comes in response to a controversial register of Roma people maintained by the regional Skåne police in southern Sweden. The list, which was declared illegal by the Swedish Commission on Security and Integrity Protection (SIN), included some 4,700 people, including children.” – Elf Personen verklagen den schwedischen Staat, The Local berichtet über deren Ziele, Diskriminierung gegen Roma und die Angst vor den Nachwirkungen.

Erika Moen erklärt beim Bitch Magazine in einem Comic, was genau bei einer (medikamentösen) Abtreibung passiert und wie Self-Care nach einer solchen aussehen könnte.

Termine in Bern, Dortmund, Halle, Hannover:

Bern, 28. März: Das Transgender Network Switzerland feiert den 5. Geburtstag ab 21. Uhr mit Auftritten von Jayrôme C. Robinet, Msoke und DJ Audiophil.

Hannover, 29.-29. März: Netzwerktreffen Care Revolution.

Dortmund, 14.-19. April: Internationales Frauenfilmfestival.

Halle, 8. Mai: Fachtag zu Lesben in der DDR und in der friedlichen Revolution. Anmeldung ist ab jetzt möglich.

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Posted by Jayrôme

Dieser Text ist Teil 97 von 98 der Serie Die Feministische Bibliothek

 

Freude!

Ab heute ist das Buch Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht, Verlag w_orten & meer, im Handel erhältlich. Theatermonolog trifft auf Spoken Word, Kurzgeschichte auf lyrische Prosa, Geschriebenes auf Gesprochenes. Komplettiert wird der Band durch eine Audio-CD mit einem Hörspiel von Bassano Bonelli Bassano und zusätzlichem Live-Material.

Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch auf Deutsch je schreiben würde …
Oder vielleicht hat das Buch mich geschrieben? Denn meine Erstsprache ist das Schweigen. Meine zweite Sprache: Französisch. Und erst mit 17 habe ich Deutsch gelernt. Der Verlag sagt, meine Sprache wecke neue Bilder und eröffne durch kleine Verschiebungen des Ausdrucks neue Perspektiven. Ja. Ich glaube, es ist Zeit, der Sprache ihre Fehler zu verzeihen.

Zum Buch: Welche Ausdrucksformen gibt es für das kurze Glück und die lange grundsätzliche Verzweiflung, für Identitäten, die angeboten werden und doch immer nicht stimmen, für das Schweigen als Erstsprache, für die Wut über Trans-Diskriminierungen und für die Liebe, die nicht ein Gefühl ist, sondern ein Umgehen mit Menschen?

Ein Text- und Hörbuch für die Öffnung von Gender-, Sprach- und Ländergrenzen: poetisch, politisch, präzise.

Der Trailer ist von der französischen Filmemacherin Estelle Beauvais, mit Musik von Jef Guillon.

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Selbermach-Sonntag (22.03.2015)

Mar. 22nd, 2015 10:01 am
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Posted by der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.

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Samstagabendbeat mit Las Cafeteras

Mar. 21st, 2015 05:00 pm
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Posted by Charlott

Las Cafeteras sind eine siebenköpfige Band aus Los Angeles. Kennengelernt haben sie sich im Eastside Café, einem Community Space, wo sie Musikkurse nahmen, und gründeten 2008 die Band. Der Name soll an den Ort erinnern, der sie zusammenbrachte, die weibliche Form wählten sie bewusst um Frauen zu zentrieren. Direkte Bezugnahme auf intersektionalen Feminismus ist in ihren Songs und auf ihrer Webseite keine Seltenheit.

Die drei Musikerinnen – Denise Carlos (Gesang, Jarana, Zapateado, Glockenspiel), Leah Gallegos (Gesang, Quijada, Zapateado) und Annette Torres (Marimbol, Zapateado) – der Band schrieben auch den aktuellsten Song “Muyer Soy“. Anlässlich des Women History Month veröffentlichten sie nun vor einer Woche das Musikvideo, in welchem ein Tag im Leben der Chicana Aktivistin Mary Anne Aguirre dargestellt wird:

Das erste Musikvideo der Band war übrigens zu “La Bamba Rebelde” aus ihrem 2012 erschienenem Album “It’s Time”:

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Posted by Anna-Sarah

Dieser Text ist Teil 271 von 271 der Serie Die Blogschau

“Sex – Kann ich meine persönliche Assistenz um Hilfestellung bitten?” – Katja berichtet in ihrem Blog einfach katja über ihre Erfahrungen mit und Gedanken zu Support beim Ausleben sexueller Bedürfnisse.

“Verunsicherung eröffnet Raum zum Überlegen und Nachfragen. Es ist ok, unsicher zu sein.” – Joy schreibt als Wurzelfrau über Konsens und seine Bedingungen.

“Putzen ist politisch” – der neue Podcast von heiter scheitern klärt auf über die Un_Sichtbarmachung von Tätigkeiten und bunte Reproräder.

Ebenfalls hörenswert: Viele Sein – ein Podcast über das Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur mit Folge 3: “Sichtbarkeit”.

Bei Reizende Rundungen stellte Katrin ihr neuestes Outfit vor.

“Zschäpes Vorgängerinnen”: Das Antifa Infoblatt informiert über (die Geschichte von) Frauen in extrem rechten Terrorgruppen. Weitere Infos zum Thema findet ihr übrigens auch in unserer Reihe “Gender und Rechts(extremismus)”.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.

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Posted by Charlott

Dieser Text ist Teil 46 von 46 der Serie Wer war eigentlich …

Am 20. März 1915 wurde Rosetta Nubin, später bekannt unter ihrem Künstlerinnennamen Sister Rosetta Tharpe, in Arkansas geboren. Ihre Eltern waren beide BaumwollpflückerInnen. Katie Bell Nubin, ihre Mutter, war außerdem involviert in der Church Of God In Christ – als Predigerin und Musikerin. Mit bereits vier Jahren begann sie mit Gitarre und Gesang ebenfalls aufzutreten. Als sie zwei Jahre später mit ihrer Mutter nach Chicago zog, kam sie erstmals neben Gospelmusik mit Blues und Jazz in Berührung. Die nächsten Jahre zogen die beiden weiter durch die USA und sie trat in verschiedenen Kirchen auf.

Mit 23 Jahren, im Jahr 1938, betrat sie erstmal ein Aufnahmestudie, bekam einen Plattenvertrag und avancierte zum Gospelstar, die erste kommerziell erfolgreiche Gospelsängerin in den USA. Im Dezember des gleichen Jahres trat sie im Spirituals to Swing Concert von John Hammond in der Carnegie Hall auf. Das besondere dabei war, dass Gospelmusik – neben Blues und Jazz – einem sekulären Publikum präsentiert wurde, was nicht alle bisherigen Fans Sister Rosetta Tharpe guthießen. Sie nahm 1944 den Song “Strange Things Happening Every Day” auf, welcher im darauffolgenden Jahr zum Hit wurde und als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Rock’n’Roll gilt. In 1946 sah sie ein Konzert der Sängerin und Musikerin Marie Knight und war sofort absolut begeistert. Sie überzeugte Knight sie auf ihrer Tour zu begleiten und in den kommenden Jahren nahmen beide gemeinsam Songs auf und tourten gemeinsam durch die USA – zwei Musikerinnen allein (meint natürlich ohne Männer) unterwegs, ein durch aus radikaler Schritt. Der Song “Up Above My Head” erreichte Platz 6 der us-amerikanischen R’n’B-Charts. Nachdem Marie Knights Mutter und zwei Kinder in einem Brand starben, zog sie sich zurück um dann Solo – auch auf anderen musikalischen Wegen – weiterzumachen.

Im Jahr 1951 plante Sister Rosetta Tharpe ihre dritte Hochzeit und es sollte ein Riesenevent werden: Stadium, Konzert, verkaufte Tickets und Aufnahmerechte. Nur ein Bräutigam fehlte noch. Diesen fand sie dann in Russel Morrison. Insgesamt wohnten nicht weniger als 25.000 Menschen dem Ereignis bei und auch ihre Plattenverkäufe wurden kurzfristig angekurbelt, doch dann nahm das Interesse an ihrer Musik erstmal ab. Als Mitte der 1960er der Zuspruch zu Blues-Musik sich verstärkte, tourte sie gemeinsam mit Gruppen wie Muddy Waters als Teil der Blues and Gospel Caravan durch Europa. Auch in den darauffolgenden Jahren trat sie immer wieder in Europa auf.

Sister Rosetta Tharpe starb am 09. Oktober 1973, gerade einmal 58 Jahre alt, an ihrem zweiten Schlaganfall. Zuvor hatte ihr aufgrund einer Diabätis-Erkrankung ein Bein amputiert werden müssen. Und auch wenn sie als wichtiger Einfluss auf Künstler wie Elvis Presley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Bob Dylan und Johnny Cash gilt, war zu ihrer Beerdigung die Kirche gerade mal zur Hälfte gefüllt und sie wurde in einem unmarkierten Grab begraben. Den noch größeren, lang anhaltenden Ruhm haben andere, vornehmlich männliche, weiße Künstler, eingeheimst.

Seit Ende der 1990er/ Anfang der 2000er wird ihr zunehmend die Rolle zugestanden, die sie in der Musikgeschichtsschreibung haben sollte. Im Jahr 1998 gab es in den USA offizielle Gedenk-Briefmarken. Fünf Jahre später nahmen Künstler_innen ein Tributalbum (Shout, Sister, Shout!) auf. 2008 wurde bei einem Konzert Geld gesammelt um im gleichen Jahr endlich einen Grabstein zu setzen. Und im Jahr zuvor war sie in die Blues Hall of Fame aufgenommen wirden – doch bis heute ist sie kein Teil der Rock and Roll Hall of Fame.

Zum Weitergucken gibt es hier die ein-stündige BBC-Dokumentation Sister Rosetta Tharpe. The Godmother Of Rock and Roll:

Zum Weiterlesen:

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Posted by Sharon

Für alle, die sich einfach kurz mal einen Überblick verschaffen wollen :-)

1. Warum gibt es den Internationalen Tag gegen Rassismus?

Bei einer friedlichen Demonstration von ca. 20.000 Personen gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes wurden am 21. März 1960 69 Personen (darunter 8 Frauen und 10 Kinder) in Sharpville (Südafrika) von der Polizei erschossen. 180 wurden verletzt. Seit 1966 wird jedes Jahr am 21. März, durch einen Beschluss der Vereinten Nationen, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung* gedacht.

2. Gibt es überhaupt Rassismus in Deutschland?

LOL :-)

(Oder war das eine ernstgemeinte Frage?)

3. Was passiert denn am 21. März dieses Jahr in Deutschland?

Well, auch in Deutschland gibt es sogar inzwischen Internationalen WOCHEN gegen Rassismus!!! Und wir sind schon mitten drin: dieses Jahr finden sie nämlich 16.-29. März 2015 statt.

In Berlin findet u.a. diesen Samstag (21 März) einige Events statt, organisiert von der Kampagne “My Right is Your Right“. Die Demonstration fängt um 13:00 am Spreewaldplatz (Kreuzberg) an.

4. Und was kann ich tun, wenn der Tag bzw. die Wochen vorbei sind?

Rassismus geht uns alle** an. Es lohnt sich wirklich, sich mit den Erscheinungsformen und Folgen von Rassismus auseinanderzusetzen. Erst dann ist es überhaupt möglich Rassismus effektiv entgegenzutreten.

Meine ganz persönliche “top ten” an Weiterbildungs- bzw. Empowerment-Empfehlungen (in Deutschland):

  • ADEFRA e.V. (Empowerment für Schwarze Frauen in Deutschland, Generation ADEFRA Stammtisch findet jeden dritten Freitag im Monat statt – offen für Schwarze Frauen)
  • Black Diaspora School (Ein Empowerment Projekt für Schwarzen Jugendlichen von der in Berlin basierten Bibliothek “Each One Teach One e.V.” )
  • Der Braune Mob e.V. (Empowerment, Medienanalyse und Bildung für Schwarze Menschen und weitere People of Color in Deutschland)
  • IniRromnja (Ein Zusammenschluss von Berliner Roma-und-Sinti-Frauen)
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. (Empowerment für Schwarze Menschen in Deutschland)
  • Institute für diskriminierungsfreie Bildung (Fortbildungen für Lehrkräfte zu diskriminierungsfreier und rassismuskritischer Bildungsarbeit)
  • Korientation e.V. (Ein kulturpolitisches Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiaten und Asiatinnen mit dem Lebensschwerpunkt Deutschland)
  • LesMigraS  (Beratung und Unterstützung für lesbische/bisexuelle Migrant_innen und Schwarze Lesben und Trans*Menschen)
  • Phoenix e.V. (Anti-Rassismus Trainings für Weiße, Empowerment Trainings für Rassismuserfahrenen)
  • ReachOut e.V. (Beratungsstelle in Berlin für Opfer rassistische Gewalt)

5. Ich bin wirklich kein Rassist, ab…

Oh, stop! Dieser Artikel ganze Webseite ist nicht für dich. #SeeYa

*Im Original “Rassendiskriminierung.” Ich habe es geändert um deutlich zu machen, dass es keine biologischen Rassen gibt. Wirklich nicht.

**Wer sich nicht involviert sieht, hat vielleicht ein wenig zu viel Privilegiensaft getrunken. Oder ist heftig am Verdrängen. Oder beides.

 

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