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Posted by der Mädchenmannschaft

Internationaler FrauenkampftagFrauen­kampftag 2015 – diesmal an einem Sonntag, der hoffent­lich sonnig und kämpferisch wird! Wir haben mit eurer Hilfe eine Menge Ver­anstaltungen rund um den Frauen­kampftag in Deutschland und Österreich zusammen­getragen. Auf dem Mädchenblog findet ihr ebenfalls eine Liste mit Veranstaltungen. Wir freuen uns über Ergänzungen in den Kommentaren!

Augsburg

8. März: Ab 10.30 Uhr lädt der DGB in den Kolpingsaal unter dem Motto “Frauenquote, Quotenfrau – Bist Du auch eine?” zu Redebeiträgen, satirischen Sketchen und Musik.

Berlin

4. März: Ab 19 Uhr findet die Diskussion “Feminismus und Sprache” im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum mit Antje Schrupp, Sookee, Marianne Ballé Moudoumbou und Profx.Dr. Lann Hornscheidt statt. (Facebook-Link)

7. bis 28. März: Im Interkulturellen Frauenzentrum SUSI finden verschiedene Ausstellungen, Filmvorführungen und Workshops statt, u.a. ein Workshop mit Women in Exile zu Widerstandsbewegung von geflüchteten Frauen und ein Vortrag von Sandrine Micosse-Aikins: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit… postkolonialer (Kultur-)Aktivismus zwischen Widerstand und Protest“.

7. März: Vernetzungstreffen zur Vorbereitung der Gegenaktionen zum “Marsch für das Leben” in Berlin am 19.9. 2015 (Facebook-Link).

8. März: Wieder gibt es ein großes Bündnis in Berlin, welches eine Frauenkampftag-Demo organisiert. Los geht es um 13 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz. Mit dabei: Ein Block für Sexarbeiter_innen und Verbündte (Facebook-Link) und der Inter* und Trans*-Block der Trans*genialen F_Antifa.

8. März: Ab 20.30 wird im Rahmen der Berlin Feminist Film Week, die vom 06. bis 13. März läuft, der Film “American Revolutionary: The evolution of Grace Lee Boggs” gezeigt (Facebook-Link, englischsprachig).

12. März:  Ab 19 Uhr findet das Spoken Word zum internationalen Frauen*kampftag reloaded! mit mit Azadê, Bahati und Moona Moon und der Frage “Was bedeutet eigentlich ‘Frauensolidarität’?” statt.

18. März: Kurz-Input von Magda Albrecht im Rahmen der Veranstaltung “Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht” zum Internationalen Frauenkampftag im Berliner Abgeordnetenhaus u.a. mit Evrim Sommer (Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Berlin) und Prof. Dr. Ulrike Busch (Landesvorsitzende von pro familia). Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn: 18 Uhr. Der Veranstaltungsort ist mit einem Rollstuhl zugänglich.

Bochum

7. März: Feminismus im Pott organisiert ab 12 Uhr auf dem Bongard-Boulevard ein Bühnenprogramm (Facebook-Link) mit Musik, satirischen Texten und Reden.

Eisenstadt

8. März: Um 12 Uhr beginnt der Filmbrunch der jungen Grünen (Facebook-Link). Gezeigt wird “Women without men”.

Frankfurt am Main

8. März: Die Demo Feministischer Kampftag (Facebook-Link) startet um 14 Uhr am Hauptbahnhof und macht dann an verschiedenen Stationen Halt für Beiträge zu Aspekten feministischer Kämpfe. Im Anschluss können sich alle im Klapperfeld zu “Plausch, Party und Politics” treffen, wo für Essen, Trinken und Kinderbetreuung gesorgt ist.

Freiburg

1. bis 7. März: Die ganze Woche gibt es verschiedene Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauenkampftag in Freiburg. So gibt es am 05. ab 20 Uhr einen Vortrag zu “Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft”. Die Demonstration zum Frauenkampftag beginnt am 07. März um 15 Uhr.

Gießen

10. März: Ab 9.30 organisiert “AKTION – Perspektiven für junge Menschen und Familien e.V.” eine Talkrunde für Frauen unterschiedlicher Generationen zum Thema “Muttersein”.

Graz (Österreich)

7. März: Ab 10.30 Uhr startet “JETZT ERST RECHT – Demonstration zum Internationalen Frauentag 2015“. (Facebook-Link)

Gütersloh

08. März: Von 10 Uhr bis 13 Uhr heißt es im Brauhaus “Frauen gehört die Slambühne“. Auf der Bühne stehen: Lisa Schøyen, Barbara Rademacher, Anke Fuchs, Nadine Dubberke und Sandra da Vina. Eintritt: 13 Euro.

Hannover

3. März: riot statt rosen, das antikapitalistische Bündnis zum Frauen*kampftag 2015, lädt ab 19 Uhr zum Feministischen Streitgespräch in den Pavillion.

4. März: “Marx und Geschlechterverhältnisse – von weißen Flecken, Nebenwidersprüchen und feministischen Interventionen” – so heißt die Veranstaltung, die um 19 Uhr beginnt.

5. März: Unter dem Motto “Dabei sein ist nicht alles… Wir wollen mehr!” findet von 17-21 Uhr ein Aktionsworkshop für Frauen im Pavillion statt. Ziel ist es sich über kommende Proteste und Aktionen auszutauschen, Bezugsgruppen zu bilden und zu diskutieren, wie eine sich einbringen kann.

7. März: Ab 11 Uhr beginnt die Kundgebung organisiert vom Hannoverschen Frauenbündnis zum Internationalen Frauentag 2015. Motto: “KEIN MENSCH IST ILLEGAL – Solidarität mit geflüchteten und in ihrer Existenz bedrohten Frauen

7. März: Um 16.45 beginnt das Equal Fest. Die Besucher_innen erwarten Filmvorführung, Vortrag und Bands. (Facebook-Link)

8. März: Das Hannoversches Frauenbündnis gemeinsam mit La Rosa Internationaler Frauentreff, Hamayesch (Frauentribunal), Kargah e.V. organisieren ab 17 Uhr ein Internationales Frauenfest mit Vortrag, Ausstellung und Musik.

Heilbronn

8. März: Im Sozialen Zentrum Käthe beginnt ab 19 Uhr der Vortrag “Clara Zetkin. Gegen Krieg und Faschismus” von Florence Hervé.

Jena

In Jena finden seit dem 20. Februar bis zum 6. März eine ganze Reihe von Workshops, Voträgen und anderen Veranstaltungen statt, z.B.:

3. März: Ab 20.30 Uhr wird der Film “Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992″ im Café Wagner gezeigt.

6. März: Von 16 bis 18 Uhr lädt das Jenaer Frauenhaus zum Workshop “Zur Praxis gegen Gewalt an Frauen*”. In dem Rahmen werden auch Projekte des Vereins (Frauenhaus und Frauenberatungsstelle) vorgestellt.

6. März: Ab 22 Uhr gibt es im Rosenkeller dann die Party zum Frauen*kampftag mit DJ*ane beangeld, DJ*ane LiesBeats, Yansn, Lady Lazy und Liveperformance von Upartcollective.

Karlsruhe

8. März: Creative.Fem.Net Festival mit Vorträgen und Musik.

Konstanz

7. März: Ab 9 Uhr lädt die Konstanzer SPD zur Diskussion/ Austausch “Frauentag? – Mir doch egal?.

10. März: Von 14 bis 17 Uhr führ die Ärztin Sahera Semaan in die Brustselbstuntersuchung ein. Auf deutsch und arabisch.

11. März: Im RadioRaum organisiert INPUT ab 18 Uhr den Workshop “If I had a hammer, I´d smash patriarchy”.

Alle Informationen zu den hier genannten Veranstaltungen und weitere Hinweise für Konstanz vom 03. bis 31. März findet sich hier.

Leipzig

3. März: Im Neuen Rathaus findet ab 17 Uhr die Veranstaltung “Frauen, Flucht und Frieden” organisiert vom Referat Ausländischer Studierender statt.

8. März: Demo: Frauen*kamptag in Leipzig – Kämpfe vereinen! Für eine revolutionär-feministische Perspektive!

Lippstadt

8. März: Ab 10.30 bieten die DGB-Frauen unter dem Motto “Heute ein Zeichen für morgen setzen” ein Fraufrühstück mit Musik und Redebeiträgen.

Lüneburg

6. bis 8. März: Drei Tage lang gibt es beim lady*fest Lüneburg Workshops (Anmeldungen bis zum 02.!), Vorträge und Musik, darunter auch Magdas Vortrag zu “(Mein) Fett ist politisch“, einen Vortrag zu “Feminismus in Afro_Deutsch_en Literatur_en ‐ im Kontext feministischer Verhandlungen” von Adetoun Kueppers-Adebisi und einem Workshop zu “Möglichkeiten der Unterstützung nach sexualisierter Gewalt”.

Köln

6. März: Workshops und ein “Markt der Möglichkeiten” im Rahmen der Veranstaltung “FRAUEN … von Rollenbildern, Vorbildern, Selbstbildern” finden ab 17 Uhr im Historischen Rathaus statt.

8. März: Ab 11 Uhr ruft der DGB Köln-Bonn zur Demo “Heraus zum internationalen Frauentag 2015” auf dem Kardinal-Höffner-Platz auf. (Facebook-Link) Mehr Informationen gibt es auch bei verdi.

Marburg

6. März: Die Feministische Demo zum Frauen*kampftag startet um 17.30 Uhr auf dem Rudolphsplatz.

7. März: Beim Lad_iez*night Konzert treten Radau*Frau* [riot grrrl acoustic punk] & Locked Out [poetic scrrremo] auf.

Maria-Anzbach (Österreich)

8. März: Film-Brunch der Grünen. Gezeigt wird der Film “Hannah Arendt. Ihr Denken veränderte die Welt” von Margarethe von Trotta.

Potsdam

7. März: Demo und Protestaktion vor dem Brandenburger Landtag von Women in Exile: „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“

Salzburg (Österreich)

8. März: “Frauen*Demonstration – MY BODY IS NOT YOUR BATTLEGROUND!” Anschließend gibt es Essen und ein Konzert. (siehe Kommentarbereich; danke für die Ergänzung!)

Stuttgart

8. März: Kundgebung am Schlossplatz; ab 16.30 Infoveranstaltung und vegan/vegetarisches Buffet.

Wien (Österreich)

5. bis 8. März: Über vier Tage findet das “_tastique queer-feminist festival” statt, mit einer großen Anzahl von Workshops, Filmvorführungen und anderen Veranstaltungsformaten.

6. März: Offenes Haus im Bundesministerium für Bildung und Frauen, mit Vortrag und Musik.

7. März: 15 Jahre Frauenraum – 15 Jahre KosmosTheater wird mit einem Stationentheater, einer Podiumsdiskussion und Musik gefeiert.

Wiesbaden
3. März: Von 15.30 bis 17 Uhr veranstaltet der Mädchenarbeitskreis der Landeshauptstadt Wiesbaden die Mitmachaktion “Platz nehmen für Feminismus“.

8. März: Eröffnung der Gruppenausstellung “Wir nehmen(uns) Platz!” von Künstlerinnen aus Wiesbaden und dem Umland sowie der Ausstellung “Wir nehmen (uns) Platz für…!” von Wiesbadener Mädchen- und Fraueneinrichtungen.

8. März: In der Caligari FilmBühne wird um 17.30 der Film “Der große Trip – Wild” (Wiederholung auch am 12. März) und um 20 Uhr “Bande de Filles” gezeigt.

Würzburg

8. März: “Literatur, Musik, Bildhauerei, Theater und Malerei am Internationalen Frauentag” gibt es ab 16.15 in der Akademie Frankewarte. Allerdings für 15 Euro (ermäßigt 13 Euro).

Zürich (Schweiz)

8. März: Vortrag von Magda Albrecht: “(Mein) Fett ist Politisch” um 13:30 Uhr in der Roten Fabrik. Der Veranstaltungsort ist mit einem Rollstuhl zugänglich.

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Selbermach-Sonntag (01.03.2015)

Mar. 1st, 2015 08:00 am
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Posted by der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.

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Posted by Anna-Sarah

Den Samstagabendbeat widmen wir im Februar dem Black History Month/Black Future Month: Jede Woche stellen wir Schwarze Künstler_innen und ihren Aktivismus vor. Den Anfang machten die US-amerikanischen Rapperinnen Rapsody, stahhr und Sa-Roc; in der Woche darauf konntet ihr mehr zur großartigen Miriam Makeba lesen und hören. Letzten Samstag präsentierten wir drei tolle, Schwarze Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum.

Heute feiern wir im Samstagabendbeat zwei großartige Livekünstlerinnen, deren Bezugnahme auf widerständige(n) Geschichte(n), auf Wegbereiter_innen und Wegbegleiter_innen in ihrer Kunst immer präsent ist: Akua Naru  – die übrigens bis zum Sommer auf Tour auch im deutschsprachigen Raum ist – und Dynasty.

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Ticklish

Feb. 28th, 2015 01:41 am
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Posted by Torvs Tan Heels (YellowMMs)

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Altliv and Lincoln a few days after they say goodbye to our universe in World's Apart

Words: 2158, Chapters: 1/1, Language: English

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Posted by Torvs Tan Heels (YellowMMs)

by

Peter and Olivia shower scene.

Words: 1200, Chapters: 1/1, Language: English

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Posted by Charlott

In der letzten Woche stellte der Paritätische Wohlfahrtsverband seinen aktuellen Armutsbericht “Die zerklüftete Republik” für Deutschland vor. In diesem wurden die Zahlen für 2013 ausgewertet und eine weiter auseinandergehende Einkommensschere konstatiert: Die Armutsquote von 15,5 Prozent ist die höchste seit dem Beginn der regelmäßigen Berichte (2006). Auch wurden erstmals in dem Bericht besondere ‘Risikogruppen’ identifiziert.

Was bedeutet Armut?

Der Armutsbericht arbeitet bei seiner Auswertung mit relativen Werten. Als arm gilt in diesem, wer unter 60% des bundesdeutschen durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung hat. In Zahlenwerten bedeutet das z.B. weniger als 892 Euro als Einzelpersonen-Haushalt. Diese Art der Feststellung hat natürlich auch ihre Tücken, weil sie nur begrenzt etwas über den Lebensstandard betroffener Personen aussagt – da je nach Region Lebenserhaltungskosten beispielsweise unterschiedlich sind und Strukturen (z.B. Zugang zu Kinderbetreuung und deren Kosten) erst einmal keine Rolle spielen. Auf der anderen Seite ist aber der Vergleich mit einem bundesdeutschen Durchschnitt auch sinnvoll, da Einkommen ja auch etwas darüber aussagt, wer in welchem Rahmen Altersvorsorge treffen kann. Selbst wenn eine Person in eine andere Region zieht, bleibt ja diese vorherige “Erwerbsgeschichte” mit Einfluss. Und auch macht diese Art der Betrachtung vor allem eins deutlich: Wie stark die Kluft zwischen verschiedenen Einkommensgruppen ansteigt.

Arm mit Lohnarbeit

Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellt außerdem heraus, dass sich Erwerbslosenquote und Armutsquote voneinander entkoppelt haben. Das heißt: Auch bei sinkender Erwerbslosenzahl ist die Armutsquote weiter gestiegen, somit gebe es also eine Verstärkung des Phänomens der working poor: Menschen, die trotz Lohnarbeit unter die Armutsgrenze fallen. Wird der Mindestlohn, der ab 01. Januar dieses Jahres – in Teilen – greift, dort Abhilfe schaffen? Der Paritätische Wohlfahrtsverband jedenfalls verlangt erst einmal eine Anhebung des Mindestlohns, da dieser mit 8,50€ immer noch sehr niedrig ist. Aber selbst die 8,50€ werden nicht alle lohnarbeitenden Menschen erhalten. Menschen, die unter 18 Jahre alt sind und noch keinen Berufsabschluss haben, sind da ausgenommen (und während der Ausbildung bekommen sie auch keinen), aber auch Personen, die 12 Monate erwerbslos waren haben die ersten 6 Monate in einer neuen Anstellung kein Recht auf den Mindestlohn. Für eine Reihe von Branchen befürchten Gewerkschaften zu dem, dass durch Zeitabrechnungen und ähnliche Papiertrickserein, de facto der Mindestlohn umgangen wird. Besonders hart trifft es auch Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten für behinderte Menschen, arbeiten. Diese sind ganz und gar von der Mindestlohnregelung ausgenommen, stattdessen wir hier von einem “arbeitnehmerähnlichen” Verhältnis gesprochen. (Menschen mit Behinderungen, die eine Assistenz in Anspruch nehmen, dürfen zu dem auch kaum Geld sparen.)

Nicht alle Personengruppen sind gleich gefährdet
Im Armutsberricht wird auch deutlich, dass nicht alle Gruppen gleichermaßen armutsgefährdet sind. In den Altersegmenten trifft es besonders junge Menschen und Rentner_innen. Bei der Auffächerung nach “Haushaltstyp” wird sofort ersichtlich, dass die am stärksten betroffenen Haushalte jene sind, in denen eine erwachsene Person mit einem Kind oder mehreren Kindern lebt. Haushalte, die natürlich auch nicht gleichermaßen verteilt sind: In erster Linie sind hier alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern betroffen. Außerdem stärker als andere Haushalte betroffen: Haushalte mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern. Außerdem identifizierte der Bericht Menschen mit ‘niedrigen’ Berufsabschlüssen und migrantisierte Personen zu den Risikogruppen. Die Zugehöhrigkeit zu den verschiedenen Gruppierungen überlappt sich natürlich auch häufig – aufgrund sexistischer, rassistischer und klassistischer Strukturen. Auf Menschen mit Behinderungen geht der Bericht allerdings nicht gesondert ein und auch andere Diskriminierungsfaktoren werden gar nicht erst gezielt verfolgt.

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Posted by Heng

Viele kennen sie: Virale Trends auf sozialen Medien. Seien es einheitliche Profilbilder, millionenfach geteilte Videos oder kettenbriefartige Statusmeldungen, die meisten Timelines sind von diesen Massenbewegungen betroffen. Häufig sind diese Trends mit Social-Justice-Themen wie Feminismus oder LGBTQIA-Aktivismus verknüpft. Doch woher weiß ich, dass es kein problematisches Stück Scheiße ist, das mir auf die Pinnwand geschleudert wird? Dieser Checkliste soll helfen, Flops à la Patricia Arquette zu entlarven.

Wer teilt es?

Es sagt oft schon eine Menge über den Hype aus, wenn du durchschaust, wer ihn verfolgt und wer nicht. Sind es Facebook-Bekannte, die nicht ohne Grund nur Bekannte sind? Sind es deine heute sehr liberalen Freund_innen aus der Schulzeit? Oder sogar deine aktivistischen Crushes? Aus welcher Position heraus kommt die Identifikation mit den geteilten Inhalten? Werden sie von üblicherweise unkritischen Mainstreamblättern geteilt?
Verdächtig ist es beispielsweise, wenn an einem Thema mehr (vermeintliche) Allies als Betroffene beteiligt sind. Wenn mehr Heten als Queers ihr Profilbild für die sogenannte Homo-Ehe ändern (lang ist’s her), dann kannst du dich zurecht fragen, warum der Fisch komisch riecht. Häufig reicht es Leuten, etwas überragend super zu finden, weil der Feminismus- oder Gleichstellungsbegriff fällt. Doch Vorsicht: Nicht alles, was mit Feminismus zusammenhängt, ist cool. Es kann auch viel Anti-Feminismus, Heterosexismus oder Rassismus mitschwingen. Da gäbe es als Paradefails Emma Watsons #HeForShe-Rede (auch auf der Mädchenmannschaft wurde berichtet), die Oscar-Rede von Patricia Arquette, das umjubelte Dustin-Hoffman-Interview oder das #Hollaback-Catcalling-Video.

Um wen geht’s?

Um wen_welche Personengruppe handelt es sich in den jeweiligen Inhalten? Wer ist mitgedacht, wer ist “mitgemeint”? Wessen Lebensrealitäten werden berücksichtigt, welche werden in den Vordergrund gestellt? Wer spricht über wen? Besonders bei Solidaritätsbekundungen wie #JeSuisCharlie gilt es zu kritisieren, wer sich mit wem warum solidarisiert und wessen Leid schwerer zu wiegen scheint. Wo gibt es Fremdzuschreibungen? Durch welchen Blick werden die Inhalte gezeigt? Schwingt da ein Hauch von White Savior mit? Oder allgemeines Entitlement zur Bevormundung “besonders unterdrückter” Personen? Und ganz wichtig: Vertraue keinen Projekten mit World-Aid-esquen Soundtracks.

Und sonst so?

Grundsätzlich sind Videos, die mit Sätzen wie “Dieses Video wird deine Weltanschauung verändern!” eingeleitet werden, direkt überspringbar. Sie sich anzuschauen ist Zeitverschwendung in ihrer reinsten Form.
Ein weiteres gruseliges Stichwort ist die Anschlussfähigkeit. Wenn Themen so weichgewaschen und als liberales Interesse verkauft werden, dass sie dafür gelobt werden, alle abzuholen, ist Misstrauen geboten. Wer sind denn alle? Sind es Personen, die aufgrund diverser Faktoren wenig Zugang zu Bildung haben, oder welche, die alles fünf Mal besser wissen könnten als du selbst, es aufgrund ihrer Position aber bisher nicht für wichtig hielten, ihre Ignoranz gegenüber einer Debatte etwas zurückzuschrauben? Fakt ist: Es ist unheimlich schwer, Material zu produzieren, dass wirklich alle erreichen kann, keine Ausschlüsse schafft und nichts Diskriminierendes reproduziert. Ich will niemandem irgendwelche Fähigkeiten absprechen, aber mir sind bisher kaum Leute begegnet, die diese Disziplin meistern konnten.

Natürlich kann es vorkommen, dass du die Kritik in diesen Inhalten auf den ersten Blick nicht siehst. Wenn du auf sie aufmerksam gemacht wirst, lohnt es sich in der Regel nicht, in sture Abwehrreaktionen zu versinken und den Post zu verteidigen, nur weil alle™ den teilen. Besonders, wenn Betroffene dich über ein Thema aufklären, sind diese Ressourcen lieber dankbar anzunehmen als anderen ihre Erfahrungen abzusprechen. Und bitte nicht beleidigt sein: Das endet meistens peinlich.

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At Your Whim

Feb. 25th, 2015 03:16 pm
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Posted by VancityJax

by

Peter and Olivia crack fic just for the sake of office smut

Words: 1523, Chapters: 1/1, Language: English

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Posted by Melanie

Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück – So laufen die Verhandlungen der Hebammen mit den Krankenkassen und Versicherern. Die freie Wahl des Geburtsorts soll weiter eingeschränkt werden: Erhöhte Ausschlusskriterien für Hausgeburten (z.B. Überschreitung des errechneten Geburtstermins), das Ausbleiben einer 5%igen Vergütungssteigerung und das Damoklesschwert der zukünftigen Berufshaftpflicht verschlechtern die Situation in der Geburtshilfe massiv.

Dabei werden – wieder – die Rechte von Frauen*, über ihren Körper zu bestimmen, eingeschränkt. Schwangere haben damit nicht nur – realistisch betrachtet – keine freie Wahl des Geburtsortes mehr. Auch die Vor- und Nachsorge durch Hebammen ist davon betroffen – überlegen doch etliche Hebammen inzwischen, ihren Beruf aufzugeben. Im Kreißsaal wird die Situation auch nicht besser, die Überlastung der Hebammen durch die Begleitung mehrerer Geburten gleichzeitig führt öfter dazu, dass diese eigentlich wegen Überlastung den Kreißsaal schließen müssten.

Aber Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper oder die Rettung eines Berufsstands scheinen die Medien und Politik nicht mehr zu interessieren. Die Situation verschlechtert sich immer weiter.

Auf der Seite der Kampagne #meineGeburtmeineEntscheidung kann man Anregungen und Textbausteine finden, um sich bei den Krankenkassen zu beschweren, ebenso finden sich weitere Infos über die Problematik.

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Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 266 von 266 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Charlott im Gespräch bei der Podiumsdiskussion der Heinrich-Böll-Stiftung zu “Gewalt im Internet – Brauchen wir neue Gesetze?” – hier ist die Videoaufzeichnung der Veranstaltung (und eine kurze Zusammenfassung der Diskussion findet sich bei Publixphere):

Aufruf des Netzwerkes Care Revolution zum 8. März: Zum internationalen Frauenkampftag stellt das Netzwerk Forderungen auf, u.a. Mindestlohn ohne Ausnahmen, bedingungsloses Grundeinkommen und bessere Bezahlung für Care-Berufe.

Beim #schauhin-Storysalon berichtet Peggy Piesche von ihrem von ihrem “Moment des Wandels”, der sie zur Aktivistin machte:

“Die Bundesrepublik hat eine traurige Geschichte von haarsträubenden Verfassungsschutz-Skandalen aufzuweisen. Wenn sich allerdings bewahrheitet, was die neuesten Enthüllungen über die Verstrickung des hessischen Verfassungsschutzes in die Mordserie des rechtsextremen NSU nahelegen, dann übertrifft das alles bisher Dagewesene.”, schreibt die Frankfurter Rundschau.

Beim Missy Magazine stellt Hengameh Modeblogs vor, die Normen von Schönheitsvorstellungen, die gekoppelt sind an dünne, ‘gesunde’, weiße Körper, gleich mit in Frage stellen.

Englischsprachige Artikel

Black, queer, feminist, erased from history: Meet the most important legal scholar you’ve likely never heard of.

Die Huffington Post stellt sechs zeitgenössische afrikanische Künstlerinnen vor, die aktuell in der Ausstellung “Body Talk: Feminism, Sexuality and the Body in the Work of Six African Women Artists” in Brüssel zu sehen sind.

Am vergangenen Samstag jährte sich der Tag der Ermordung von Malcolm X (El-Hajj Malik El-Shabazz) zum 50. Mal. Vox.com stellt  das Telegramm vor, dass Martin Luther King, Jr. an Betty Shabazz, Witwe Malcolm Xs, im Jahr 1965 schickte.

Häufig wird darüber gesprochen, dass Mädchen/ Frauen sich doch mehr für technische Berufe interessieren sollten und in solche Berufsfelder einsteigen müssten. Doch was ist eigentlich mit jenen Frauen, die sich für diesen Schritt entschieden? Die LA Times berichtet nun: “Women are leaving the tech industry in droves“.

Und dann war da die Oscar-Verleihung: Shakesville hat eine kritische Zusammenfassung der Ereignisse. RH Reality Check (“The Road to Structural Erasure Is Paved With Good-Intentioned White Ladies“) und The Grio (“Dear Patricia Arquette: Blacks and gays owe white women nothing“) schreiben über Arquettes Rede, späteren Kommentare und den Hype um sie. Die Washington Post stellte hingegen fest: Beste Chancen auf den Oscar als bester Hauptdarsteller hat (der ‘gesunde’, weiße) Mann, wenn er einen Mann mit Behinderung oder Krankheit spielt.

Heute wird die (sehr große) Organisation “Autism Speaks” zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass starteten sie in der letzten Woche den Hashtag #AutismSpeaks10. Autist_innen übernahmen diesen um auf die bereits jahrelangen Kritiken an der Organisation, deren unterstützen Forschungen und dem Autismus-Bild, welches sie medial wirksam verbreitet, hinzuweisen, berichtet Buzzfeed.

Termine in Berlin, Dresden, Hamburg, Karlsruhe, Köln und München

26.02, Köln: Filmvorführung “A Land of Transit”. Shewa Sium und Julia Lingott von agisra e.V. werden zunächst in das Thema EU-Flüchtlingspolitik einführen. Ort: Allerweltshaus Köln e.V. Körnerstraße 77-79, 50823 Köln, Zeit: 20 Uhr (Link zur Facebook-Veranstaltung)

28.02., Berlin: 9. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Menschenhandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt, Tagesprogramm der Berliner Volksbühne “Afrika-Konferenz: 130 Jahre Berlinisierung eines Kontinents und Einübung ins Verbrechen”

28.02., Dresden: “For a better life together: Solidarity with Refugees” (Für ein besseres gemeinsames Leben: Solidarität mit Geflüchteten) ruft ein breites, antirassistisches Bündnis zur Demonstration auf am Theaterplatz ab 14 Uhr.

28.02., Hamburg: Ab 21 Uhr findet im Kulturhaus III&70 (Schulterblatt 73) eine Poetry Night im Rahmen des Black History Month statt. (FB-Link)

28.02., München: Proteste gegen den “Schweigemarsch von christlich-fundamentalistischen Irrlichtern”.

17.-26.4., Karlsruhe: Das Frauenkulturfestival Frauenperspektiven “Über Arbeit – Über Leben” widmet sich in diesem Jahr den Lebens- und Arbeitswelten von Frauen.

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Aufruf: Für ein feministisches Wiki!

Feb. 24th, 2015 08:00 am
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Posted by Gastautor_in

Wer Fragen zu feministischen Bewegungen und Argumenten hat, kann auf einige Informationsseiten zugreifen. Das Feminismus 101, das Glossar der FemGeeks oder die Materialsammlung des Antisexismusbündnis’ zum Beispiel bieten Antworten und Argumentationshilfen. Auch hier auf dem Blog sind in der Blogroll und im Archiv Informationsangebote verlinkt. Auf das “Genderwiki”, ein Projekt an der Humboldt-Universität zu Berlin, das 2007 online ging, kann man mittlerweile aber leider nicht mehr zurückgreifen. Randy schlägt vor, ein feministisches Wiki zu erstellen – Mitstreitende, Kommentare, Vorschläge und ähnliches sind herzlich willkommen, also ab damit in die Kommentare zum Vernetzen!

Wie wäre es, wenn wir eine feministische gegen-Wiki zu WikiMANNia stellen? Ich bin der Meinung, dass wir, was auch immer dieses wir ist, vielleicht unter dem kleinsten gemeinsamen  Nenner kritisch, uns die Diskurshoheit nicht nehmen lassen, nicht im Netz, nicht auf der Straße, nirgendwo.

Genau das passiert mit solchen Machwerken wie wikiMANNia nämlich, das nicht nur antifeminisitisch, heteronormativ- und cis-sexisitische Ansichten postuliert und legimitiert, es kehrt auch alle Akteur_innen, die sich in diesem Spektrum bewegen, über einen Kamm, um dann mitdemselben munter drauf einzudreschen. Das geht weit über Trolling, Hate Speech und den ganzen anderen Mist hinaus. Daher wäre eine feministische gegenWiki vielleicht ein Ansatz, über diesen antifeministischen Bodensatz am Blinddarm des Netzes zu reden, zu erklären, was Maskulisten da tun, wie ihre argumentative Schließung, die sie unter anderem ja auch Feminist_innen vorwerfen, von statten geht und dass eben sehr wohl ein heterogener und kritischer, streithafter und fruchtbarer Diskussionsbedarf innerhalb und auch außerhalb der feministischen Bewegung stattfindet, so auch Kritik und Austausch möglich sind, aber nicht zu beliebigen Konditionen.

Ein Wiki eignet sich diesbezüglich, denke ich, deswegen am besten für dieses Ansinnen, da einerseits eine möglichst große Offenheit für Mitarbeit verschiedenster Akteur_innen im Netz geboten wird, andererseits die Kontrollmechanismen der wiki-Plattform derart ausgefeilt sind, dass auch abuse adäquat schnell und konsequent entgegengewirkt werden könnte. Und SEO-technisch scheint ein Wiki auch sehr günstig zu sein, wenn man sich ansieht, wie schnell hohe Ranks bei Schlagworten erreicht werden mit wikiMANNia-Artikeln.

Meines Wissens gibt es so etwas noch nicht und vielleicht könnte man ja gemeinsam hier bei Mädchenmannschaft darüber nachdenken, so etwas zu lancieren und mit Inhalten zu füllen. Was meint ihr? Ich freue mich auf Kommentare!

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Posted by Charlott

Heute Nacht wurden die Oscars verliehen. Und auch wenn es in den letzten Jahren immer viele Gründe zur Beschwerde gab, dieses Jahr wurde schon allein bei den Nominierungen (negativ) aufgetrumpft:

  1. Es wurden ausschließlich weiße Schauspieler_innen in allen Kategorien nominiert. (Für alle, die Zahlen mögen: 20 von 20!)
  2. Ausschließlich Männer wurden als beste Regisseure und Drehbuchautoren nominiert.
  3. Und das, obwohl es beispielweise Ava DuVernay mit “Selma” gegeben hatte – ein Film, der überhaupt einfach missachtet wurde. Dazu möchte ich auch noch an den Colorlines Artikel “Academy Voter Offended by Selma Cast Wearing ‘I Can’t Breathe’ Tees” erinnern, oder Flavorwires Zusammenstellung “Whitesplaining ‘Selma': A Hall of Shame“.

Wer trotz alledem noch etwas zu den diesjährigen Oscars lesen möchte, empfehle ich den Liveblog bei Autostraddle nachzulesen (vor allem auch wegen der GIFs!) und Stacy L. Browns Artikel bei BitchThe Oscars Needs to Solve its Diversity Issues—Or Become Irrelevant“. (Nachtrag: Außerdem lesenswert Shakesvilles Zusammenfassung des Abends inklusive einer kritischen Analyse von Patricia Arquettes Aussagen.)

Und für all jene, die gern Filme gucken möchten, die nicht die immer gleichen Geschichten über die immer gleichen Figuren ansehen möchten, habe ich noch kurze Filmbesprechungen (Achtung, eventuell Inhalts-Spoiler) rückblickend auf die Berlinale. Dyke Hard hatte Hengameh hier bereits besprochen. Drei weitere Filme, nach denen es sich lohnt Ausschau zu halten:

Body von Małgorzata Szumowska

Eines der großen Themen der Berlinale war sicher die Forderung nach Quoten bei der Regie und die anknüpfenden (wie leider häufig bei Quoten-Themen) etwas unterkomplexen Diskussionen. Und wer auf die Idee gekommen war ein Trinkspiel zum Ausspruch des Berlinale_Leiters Kosslick, es ginge dieses Jahr um “starke Frauen in Extremsituationen”, zu machen, lag sicher am Ende der zehn Filmtage mit einer Alkholvergiftung danieder. Fakt bleibt, dass nur drei der 19 Wettbewerbsfilme von Regisseurinnen stammten. Małgorzata Szumowska gelang es aber trotzdem für “Body” den silbernen Bären für die beste Regie mit nach Hause zu nehmen – als zweite Frau überhaupt nach Astrid Henning-Jensens Sieg im Jahr 1979.

Mit Body gelingt es Szumowska ein Film, der trotz seiner schweren Themen (Verlust der Mutter, Frau, eines Kindes), immer auch eine gewisse Leichtigkeit vermittelt. Neben all der Tragik weiß Szumowska, die auch das Drehbuch mitschrieb, geschickt absurde und lustige Szenen einzusetzen, ohne dass die Geschichte ins Lächerliche gezogen wird. Dabei wechseln sich auch Weitwinkelaufnahmen der teils trostlosen Stadtkulisse mit symetrischen Detailaufnahmen in Treppenhäusern oder Nahaufnahmen von Nahrung, die es schaffen, dass auch alle Zuschauer_innen sich gleichermaßen vor dem Essen ekeln wie Protagonistin Olga. In Body geht es um das Vater-Tochter-Gespann Janusz (Janusz Gajos) und Olga (Justyna Suwała), die vor Jahren die Mutter/Frau verloren haben und seitdem mehr oder weniger neben einander existieren. Janusz ist Untersuchungsrichter und scheint von keinem noch so grausamen Mord berührt zu werden – füllt seinen Kühlschrank aber vor allem mit Wodka auf. Olga verweigert mal ganz die Nahrung, um dann des Nachts Massen zu vertilgen und zu erbrechen. Nach einem Selbstmordversuch (nicht ihr erster) wird sie in eine Klinik eingewiesen. Dort trifft sie auf Therapeutin Anna (Maja Ostaszewska). Doch auch Anna hat mit Geistern der Vergangenheit – ganz wortwörtlich – zu kämpfen. Der Film fragt, wie Menschen mit unfassbarer Trauer nach Verlusten umgehen, wie Körper und Seele zusammengehören, wie wir uns bewegen, unseren Körpern zusetzen und diese einsetzen. Eine einfache Lösung gibt es sicher nicht. Und wenn am Ende des Films die Sonne aufgeht, weiß man als Zuschauer_in – so wie auch die ProtagonistInnen – nicht ganz ob weinen oder lachen, oder vielleicht einfach beides.

Stories of Our Lives von Jim Chuchu

Auch Stories of Our Lives gehörte zu den Preisgewinnern (wenn auch nicht im Wettbewerb, wo er nicht lief). Der Film des kenianischen Künstler_innen-Kollektivs The Nest erhielt den Special Jury Award 2015 der Teddy Jury sowie erreichte den zweiten Platz beim Panorama-Publikumspreis. Von Juni 2013 an sammelte das Kollektiv Geschichten von LGBTI in Kenia. Fünf dieser Erzählungen haben sie fiktionalisiert (Drehbuch: Jim Chuchu und Njoki Ngumi und als Episoden in diesem Film zusammengefügt. In klaren schwarz-weiß Bildern, die sie wählten um sich vom üblichen braun-gelb-orange-Farbschema von Filmen über Afrika abzusetzen, hat das Team fünf thematisch auch sehr unterschiedliche Mosaikstücke entworfen: Aks Me Nicely, Run, Athman, Duet und Each Night I Dream. Gerade der letzte Teil hallt lange nach. In diesem liegt die Protagonistin Liz nachts im Bett, nicht schlafen könnend, Gedanken kreisen um die neuen LGBT-feindlichen Gesetze und Aufrufe zur Gewalt. In Gedanken geht sie mögliche Szenarien für sich und Partnerin Achi durch. Würden sie eine sich wehrende Grrrl-Gang bilden? Oder wegrennen? Und wenn letzteres, was mitnehmen?

Insgesamt hat das Team bereits über 200 Geschichten dokumentiert. Nun planen sie, diese in einem Buch zugänglich zu machen. Es lohnt sich also auch weiterhin auf der Seite des Kollektivs nach Updates Ausschau zu halten.

Wonderful World End von Daigo Matsui


Wonderful World End lief im Jugendprogramm “Generation 14plus” der Berlinale. Die 17-jährige Shiori (Ai Hashimoto) viodecastet über ihr Leben, ist zu einiger Bekanntheit wartet aber noch auf den wirklichen Durchbruch. Sie lebt mehr oder weniger mit ihrem theaterspielendem Freund zusammen, ist bei einer Agentur unter Vertrag und ist sich zunehmend unsicherer, ob das alles so läuft, wie sie es sich erträumt. Mit Ayumi (Jun Aonami) jedenfalls hat sie einen großen Fan, diese haut sogar extra von zu Hause ab um Shiori näher zu sein. Zu erst weiß diese nichts mit der schüchternen Ayumi anzufangen, aber nach und nach entfaltet sich eine Beziehung. Als ihr Freund dann Ayumi wegschicken möchte, damit zwischen ihm und Shiori wieder alles so wird wie “früher” wird, Shiori richtig wütend. In einer wunderbaren Szene hält sie Ayumi einen Vortrag: “Jungs werden dich nie beschützen, also lass sie zurück!” Und genau das machen die beiden dann auch – obwohl noch weitere Hindernisse folgen bis sie glücklich durch eine Blumenwiese rennen können. Die meisten Besprechungen stürzen sich vor allem auf die Rolle von Kommunikation in Chats, Videocasts und Blogs oder schreiben vom Einblick in die “bunte Plastikwelt” japanischer Teenager, dabei vergessen sie leider die nicht zu verachtende Geschichte die hier mit all diesen Mitteln erzählt wird und verkennen auch den bewussten Einsatz knalliger bis hin zu surrealen Bildern.

Auswahl aus den folgenden Filmen (alle fett markierten finde ich ebenfalls empfehlenswert): Architektura (Ulu Braun), Black President (Mpumelelo Mcata), Blood Below the Skin (Jennifer Reeder), Body (Małgorzata Szumowska), Breathe Umphefumlo (Mark Dornford-May), Cha và con và (Phan Dang Di), Dyke Hard (Bitte Andersson), Feelings Are Facts: The Life of Yvonne Rainer (Jack Walsh), Ixcanul (Jayro Bustamante), Je suis Annemarie Schwarzenbach (Véronique Aubouy), La sirène de Faso Fani (Michel K. Zongo), Lembusura (Wregas Bhanuteja), Les Choses et les Mots de Mudimbe (Jean-Pierre Bekolo), Lo Sum Choe Sum (Dechen Roder), maku (Yoriko Mizushiri), MAR DE FOGO (Joel Pizzini), Misfits (Jannik Splidsboel), Nadie quiere la noche (Isabel Coixet), Selma (Ava DuVernay), Stories of Our Lives (Jim Chuchu), Wonderful World End (Daigo Matsui)

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Fusion

Feb. 22nd, 2015 06:26 pm
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Posted by Greenlady

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Spencer Reid, a profiler with the FBI, searches for Lex Luthor after Oliver Queen petitions to have him declared dead when he has only been missing for three weeks.

Words: 8305, Chapters: 1/?, Language: English

Selbermach-Sonntag (22.02.2015)

Feb. 22nd, 2015 08:00 am
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Posted by der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.

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Just Another Day in the Lab

Feb. 21st, 2015 08:20 pm
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Posted by Ahryantah

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A typical day for Astrid in the lab.

Words: 989, Chapters: 1/1, Language: English

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