Selbermach-Sonntag (19.05.13)

May. 19th, 2013 08:38 am
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Posted by Anna-Sarah

selber Diejenigen von euch, die jetzt so langsam wieder aus der Eurovision-Song-Contest-Hölle auftauchen, müssen wahrscheinlich noch die Reste des Käseigels wegräumen und Sektgläser spülen, bevor sie dazu kommen, von ihrer Woche zu berichten. Alle anderen können ja schonmal loslegen – der Selbermachsonntag ist eröffnet! Wart ihr vielleicht gestern beim Bühnenwatchprotest anlässlich des Theatertreffens dabei? Habt anderweitig demonstriert, protestiert, euch engagiert? Spannende Texte geschrieben? Tolle neue Tipps für die Selbstfürsorge erprobt? Musiktipps um die ESC-verklebten Ohren freizuspülen? Her damit!

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The Red Balloon

May. 18th, 2013 09:24 pm
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Posted by syllogismos

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From the personal blog of Dr. John H. Watson.

What you have to understand is that watching Sherlock jump from the roof of Bart’s wasn’t just watching him jump from Bart’s. It wasn’t only that, not for me. For me, it was also watching him not jump from the edge of a building in New York City, almost two years ago now. It was one of the strangest cases we ever worked on together.

(Crossover with Fringe s1e17 "Bad Dreams"—i.e., the Nick Lane episode.)

Words: 5695, Chapters: 1/1, Language: English

Samstagabendbeat mit Ebow X

May. 18th, 2013 03:00 pm
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Posted by Anna-Sarah

Auf der Website von Ebow X gibt es ein besonderes Schmankerl, um mal einen Begriff aus der Musikerin Heimatregion zu bemühen: Und zwar ein 23minütiges Nonstop-Snippet-Video, eigentlich besser gesagt fast einen Kurzfilm zum inzwischen etwa ein Jahr alten Mixtape “Habibi’s Liebe & Kriege”. Eine Besprechung  von Sookee könnt ihr in der Februar-Ausgabe der an.schläge lesen (und in verschiedenen Interviews mit Ebow u.a. warum sie den ständigen M.I.A.-Vergleich nicht so dolle findet), zum Audiostream geht’s hier, noch mehr gibt’s bei Ebows Soundcloud. Und eine Facebookseite hat die Künstlerin auch. Gerade auch weil ich mir bei Ebows Texten nicht immer zu 100% sicher bin, was ich davon halte(n sollte): ich bin gespannt auf das Album, das noch dieses Jahr erscheinen soll und freu mich sehr drauf.

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Posted by Anna-Sarah

Dieser Text ist Teil 203 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Vergangenen Sonntag war Muttertag. Katharina von Sich mit Worten bevorraten will nicht nur zu diesem Anlass mehr als Blumen.  Auch Melanie ist kein Fan dieses Begängnisses, reflektiert aber zu diesem Anlass ihre Sicht auf Dankbarkeit für  Mütter.

Gleich ein bunter Strauß an Berichten darüber, wie wenig mensch sich selbst in vermeintlich alternativen,  emanzipatorischen Umfeldern auf Pausen vom *istischen Alltag verlassen kann:

Kotzwürg-Sexismus galore beim BarCamp Graz.  Und mehr als genug Kackscheiße auch beim Workers Youth Festival in Dortmund.  Das erfolgreiche Modelabel American Apparel geriert sich als hipper Awareness-Laden, kommt aber seit jeher nicht ohne Sexismus aus.  An der Heidelberger Uni lacht man über NSU-Verharmlosung in Tateinheit mit Plumpsexismus von vorvorgestern. An der Düsseldorfer Uni soll ein antifeministisch dominiertes  Männerreferat gegründet werden. Und angesichts der von großem Pressetamtam begleiteten Proteste gegen die “Barbie Dreamhouse Experience” konnte mensch sich auch nur noch an den Kopf packen.

Edward von Twidgeridoo! berichtet unter dem bitter sarkatischen Titel “Meine erste Internierung” über erfahrene(n) Rassismus und Polizeigewalt. Mehr (Grundlagenarbeit für) rassistische Kackscheiße ist zu erwarten bei der Innenminister*innenkonferenz (IMK), die vom 22.-24. Mai in Hannover stattfindet und wo auch Asyl- und Migrationspolitik auf dem Programm steht – Protest wird bereits organisiert.

Die ständige Erwartung, verfügbar zu sein – für Diskussionen, Erklärungen oder den Wohlfühlfaktor: Frau Dingens hat genug davon. A propos Erwartungshaltung: Seitdem ich auf meinem Profilbild Tatyana Fazlalizadehs Anti-Street-Harrassment-Shirt trage, wird immer wieder gefragt, wo es dieses großartige Shirt den gebe – und auch High on Clichés kennt den Ärger über die ständige Aufforderung “Lächel doch mal!”.

Die Brust-OP von Angelina Jolie ist nicht nur ein Knaller für die Boulevardmedien, sondern auch ein Politikum. Mel gibt Kontext und findet:  “Well done, Angelina Jolie”.  Merle Stöver möchte Jolie für ihre Entscheidung respektiert sehen – gerade von Feministinnen. Und weil (gerade auch Frauen*-)Gesundheit immer ein politisches Thema ist, berichtet my myself & child über ihren “Gebärmutterschnupfen” und lädt zur Vernetzung ein.

Und wo wir schon bei Körper und Selbstbestimmung sind: Grrrlghost hat anlässlich der Debatte um die “Pille danach” noch ein Video beizusteuern.

Shopping ist nicht für alle ein Vergnügen – die Suche nach passenden BHs auch nicht, wie Ryuu berichtet. Außerdem ist Ryuu aus Berlin – nach wie vor Sehnsuchtsort für viele – weggezogen und erzählt, warum. Und dass auch in anderen Städten mit B am Anfang ordentlich was los sein kann, lässt sich Helgas umfangreicher Terminliste für Braunschweig entnehmen.

Außerdem hat Helga ein Buch über Pionierinnen der Archäologie gelesen und rezensiert.

Ninia LaGrande interviewt Jasmin Mittag,  Initiatorin der Kampagne “Wer braucht Feminismus?” in Deutschland.

Nele Tabler schaut die  TV-Serie Call the Midwife (Ruf die Hebamme) und findet schwangere Heldinnen.

Anne Roth sammelt Beispiele von Fällen, bei denen feministischen Medien, Blogs, Zeitschriften, Fernseh- oder Radiosendungen von Zensur betroffen waren (oder sind).

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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Extrema Remedia

May. 16th, 2013 10:48 am
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Posted by kerithwyn

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Oracle is accustomed to receiving cries for help. This one's just from a little farther out.

Words: 1281, Chapters: 1/1, Language: English

One Man's Heaven

May. 16th, 2013 10:35 am
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Posted by kerithwyn

by

The wonder isn't the bar itself, per se, but the fact that it exists at all.

Words: 1091, Chapters: 1/1, Language: English

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Posted by Gastautor_in

Dieser Text ist Teil 14 von 14 der Serie Feminismus im Recht

Die heutige “Feminismus im Recht”-Kolumne wird nicht von Maria beigesteuert, sondern von Kollegin Dr. Anja Schmidt, die am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie der Uni Leipzig arbeitet. Sie hat für uns netterweise einen Erfahrungsbericht zum Feministischen Juristinnentag verfasst.

Der 39. Feministische Juristinnentag (FJT) fand vom 3. bis zum 5. Mai in Berlin in Berlin statt. Besonders habe ich mich über die offene und konstruktive Atmosphäre gefreut, in der unterschiedliche feministische Positionen und geschlechterkritische Perspektiven Raum hatten.

Den Eröffnungsvortrag hielt Dr. Laura Adamietz von der Uni Bremen. Sie ließ die Rechtsprechung des Bundesverfassungsrechts zu den Rechten von Trans*-Personen Revue passieren, kritisch und unter Beleuchtung der Fortschritte, die sie für die Anerkennung des wirklichen Geschlechts dieser Menschen gebracht hat. Dass es im Bundestag bis zur im Herbst anstehenden Wahl wahrscheinlich nicht mehr gelingen wird, das eigentlich nur noch als Torso geltende “Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen. Transsexuellengesetz” an die verfassungsrechtlichen Vorgaben anzupassen oder es besser neu zu ordnen, ist mehr als beschämend, zumal hierzu bereits seit der vorigen, 16. Wahlperiode verschiedene Gesetzesentwürfe eingebracht wurden.

Die nachfolgenden AG und Foren spiegelten die Bandbreite juristisch-feministischer Themen wieder, unter anderem ging es um Gewalt gegen Migrant_innen, die Strafverfolgung bei sexualisierter Gewalt, die Reform des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern und die Rechtslage von intersexuellen Menschen. Ich besuchte die AG “Selbstbestimmungsrecht im Personenstandsgesetz? Ein Diskurs in INTER*-Realitäten”, geleitet von der Juristin Juana Remus (Uni Bremen) und von Lucie Veith, der zwangstransexualisiert wurde und der 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Intersexuelle Menschen ist.

Juana Remus referierte sehr sorgfältig und pointiert zur Inter*-Personen betreffenden Rechtslage. Lucie Veith brachte sehr eindrücklich und kraftvoll die Erfahrungen und Perspektiven eines Inter*-Menschen ein und insistierte nachdrücklich darauf, dass das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit vollumfänglich auch für Inter*-Kinder realisiert werden muss. Diese Forderung ist in der aus der AG hervorgegangenen Fachstellungnahme ebenso enthalten, wie die Forderung, Eingriffe in die Geschlechtlichkeit des Kindes und die Entfernung hormonproduzierender Organe zu unterlassen, bis das Kind eigenverantwortlich entscheiden kann sowie die Forderung nach einem besonderen Schutz von intersexuellen Kindern in ihrer geschlechtlichen Selbstbestimmung und die Forderung nach der Abschaffung des Geschlechtseintrages im Personenstandsregister.
(genauer unter http://www.feministischer-juristinnentag.de/Resolutionen.html).

In dem anschließenden Forum “Verfügung über Kinderkörper: Kinderkörper und chirurgische Intim-Eingriffe” wurden die Perspektive von Inter*-Personen, die feministischen Positionen zur Genitalbeschneidung von Mädchen und Positionen zur religiös motivierten Beschneidung von Jungen in einem gemeinsamen Diskurs zusammengeführt. Ein sehr mutiges Unternehmen, da insbesondere die Diskussion um die Beschneidung von Jungen sehr emotionalisiert geführt wird und hinsichtlich der unterschiedlich motivierten Intimeingriffe an Kindern verschiedene feministische / geschlechterkritische Perspektiven aufeinanderprallen. Von Standpunkten, die sich gegen Diskriminierung aus religiösen Gründen wenden und die Beschneidung an Jungen verteidigen, bis hin zu Standpunkten, die sich aufgrund von Erfahrungen von Interesex*-Personen und von beschnittenen Frauen und Mädchen strikt gegen Eingriffe an den Genitalien von Kindern wenden.

Ich bin sehr froh, dass dieses Unterfangen gewagt wurde, auch wenn spürbar war, dass die Diskussion sehr heikel ist. Nicht zuletzt aufgrund der gut organisierten Moderation von Lucy Chebout ist es gelungen, alle Perspektiven zu Wort kommen zu lassen und zu verdeutlichen, dass dem Konflikt zwischen dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes und dessen Recht auf negative und (!) positive Religionsfreiheit (sein Recht, nicht auf eine Religion festgelegt zu werden, und sein Recht, religiös eingebunden aufzuwachsen) nicht leicht beizukommen ist. Ich hatte den Eindruck, dass jedenfalls das Verstehen der jeweils anderen Position vertieft wurde und dass damit die Basis für sachliche Diskussionen, die noch nicht zu Ende geführt sind, gestärkt wurde.

Zur geschlechterkritischen Perspektive passend schloss der FJT mit einem Beschluss zur Einladungspolitik des FJT, wonach er “offen für alle Frauen, alle, die sich als Frauen fühlen, und alle, die sich keinem der herkömmlichen Geschlechter zuordnen können oder wollen” ist. Ich freue mich auf den Jubiläums-FJT Anfang Mai 2014 in Leipzig!

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Posted by Nadine

Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit & Soziales hatte vor wenigen Wochen angekündigt, dass die Lesbenberatung Berlin e.V. und das Familienplanungszentrum Balance jeweils 15.000 Euro im laufenden Haushaltsjahr einsparen sollen, um damit ein neu entstehendes Projekt zur psychologischen Begleitung wohnungsloser Frauen mitzufinanzieren (wir berichteten).

Dass 15.000 Euro für keine psychosoziale Einrichtung wie die Lesbenberatung leicht zu stemmen sind – mehr noch – sich die Einsparungen empfindlich auf die Arbeit der Lesbenberatung auswirken werden und damit die Gesundheitsversorgung von lesbischen, bisexuellen Frauen und Trans* gefährden, haben Senatsverwaltung und Berliner Abgeordnetenhaus bei ihrem Beschluss offenbar nicht bedacht.

Anlässlich der geplanten Kürzungen soll nun am Freitag, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie vor der Senatsverwaltung demonstriert werden. Außerdem sollen die bereits gesammelten Unterschriften gegen das Kürzungsvorhaben übergeben werden. Los geht es um 11 Uhr in der Oranienstraße 106. Kommt zahlreich, zeigt euren Unmut und unterstützt die Arbeit der Lesbenberatung!

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Posted by Anna-Sarah

Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hat gestern beschlossen, dass die sogenannte “Pille danach” auch weiterhin in Deutschland nur auf Rezept erhältlich sein wird. Das bedeutet: Wer Notfallverhütung braucht, muss sich dafür in eine (Notfall-)Praxis, am Wochenende oder abends ggf. in ein Krankenhaus begeben und nicht selten eine Untersuchung über sich ergehen lassen, deren Notwendigkeit mehr als zweifelhaft ist. Erst danach kann das Rezept – wenn es denn ausgestellt wird – in einer Apotheke vorgelegt und das Medikament erworben werden – jedenfalls sofern sich die_der Apothekerin nicht aus obskuren “ethischen” Gründen weigert, es rauszugeben, was auch schon vorgekommen sein soll. Meiner Erfahrung nach werden da mindestens um die 20 Euro fällig, wenigstens kommt seit Anfang des Jahres keine Praxisgebühr mehr dazu.

Damit stellt sich der Bundestag gegen die Empfehlung verschiedener Expert_innengremien, unter anderem der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Begründung ist natürlich wieder mal in patriarchalisch-paternalistischer Manier der Schutz der Patient_in – fiele die Rezeptpflicht weg, so das Argument, sei es ja quasi vorprogrammiert, dass wir alle uns das Zeug wie Smarties reinpfeifen, leichtsinnig und uninformiert wie wir sind. Und was da nicht alles passieren kann… Komischerweise kriegen es potentiell von Schwangerschaft betroffene Menschen in anderen Teilen der Welt offenbar dennoch hin, ihren “Pille danach”-Konsum  halbwegs verantwortlich zu managen (und Mediziner_innen finden trotzdem ein Auskommen): In insgesamt 79 Ländern sind Notfallverhütungspräparate frei erhältlich, darunter sämtliche EU-Staaten außer Italien, Polen und eben Deutschland.

Wie es praktisch so laufen kann, wenn mensch sich in der Lage sieht, die “Pille danach” zu benötigen, beschrieb vor wenigen Tagen Nicole von Horst – und stellt die Idee in den Raum, auf einer online einsehbaren Karte zu verzeichnen, bei welchen Krankenhäusern und Ärzt_innen der Versuch, die Pille danach zu bekommen, mit Problemen verbunden war. Tolle Idee – Unterstützung wanted! (Persönlich könnte ich zwei Stellen beisteuern, wo es damals außer den Kosten keine Probleme, auch keine Untersuchung gab, zum Glück.)

Charlott hat vor nicht allzu langer Zeit schon einmal die Problematik analysiert und stellt die wichtigen Fragen:

Es braucht also (mal wieder) eine großangelegte Kampagne zu reproduktiven Rechten, denn letzten Endes hängen all die in diesem Rahmen debatierten Probleme zusammen. Wir müssen uns fragen, wer_welche entscheidet über Zugänge zu Verhütung (und in dem Rahmen auch Notfallverhütung)? Wer_welche hat überhaupt Zugang? Welche Personen werden bei diesen Diskussionen häufg übersehen (zum Beispiel Trans*-Personen, denn nicht nur Cis-Frauen können schwanger werden)? Über wessen Sexualität wird in diesen Debatten ständig gerichtet?

Es bleibt bei dem Fazit, welches accalmie kürzlich schon hier gezogen hat: Reproduktive Rechte sind, auch in Deutschland, alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Wie restriktiv die Lage bereits ist und ohne kontinuierliche Kämpfe möglicherweise noch werden könnte, sollte nicht unterschätzt werden.

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Update: So schnell kann’s gehen, hurra – die interaktive Karte findet ihr hier, bestückt sie fleißig!

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The Fundamental Things Apply

May. 14th, 2013 12:53 pm
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Posted by kerithwyn

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When Olivia met Peter. Flashback/back story for the FringeTrek mash-up universe.

Words: 1679, Chapters: 1/1, Language: English

Series: Part 4 of FringeTrek

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Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 190 von 190 der Serie Kurz notiert

Wir berichteten letzte Woche über den trans*feindlichen Werbespot von Bionade. Durch eure vielen Beschwerden reagierte Bionade mit einem Statement (Facebook-Link), welches weder eine Auseinandersetzung mit den Kritiken, noch eine Entschuldigung beinhaltet (sondern sogar behauptet, bei Bionade gäbe es gar keine Diskriminierung!). Falls ihr noch die Kraft habt, lasst Bionade weiterhin wissen, dass Diskriminierung kein Verkaufsschlager sein darf. Für die Zukunft kann folgendes gelten: Das schöne an (trans*feindlicher) Bionade – mensch kann sie auch weglassen!

In dem Band “Aufstand aus der Küche” von Silvia Federici wird neben zwei neuen Beiträgen auch die bereits 1974 verfasste feministisch-marxistische Ökonomiekritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die US-amerikanische Satirezeitschrift The Onion ist mal wieder vorn mit dabei, was sexistische Gewalt angeht. (englisch)

The New Yorker berichtet über einen Fall in Cleveland, nach dem drei Frauen, die ein Jahrzehnt als vermisst galten und zum Teil bereits für tot erklärt wurden, aus dem Haus, in dem sie festgehalten worden waren, befreit werden konnten. Ein Mann hatte eine der Frauen dabei beobachtet, wie sie vergeblich versuchte, die Tür von innen aufzubrechen. Er ordnete das Gesehene sofort als häusliche Gewalt ein und half ihr die Tür zu zerstören. (englisch)

Bei Shakesville erklärt Melissa McEwan noch einmal, was es mit feministischer “Humorlosigkeit” bezüglich *istischer “Comedy” auf sich hat (englisch).

CosmoTV berichtet über einen Dokumentarfilm von Mirza Odabaşi zum rassistischen Brandanschlag auf ein Solinger Wohnhaus vor 20 Jahren, bei dem fünf Menschen getötet worden sind. Der Film wird Ende Mai in Solingen uraufgeführt.

DieStandard.at würdigt die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry.

The feminist wire analysiert die Karrieren und Selbst_Repräsentationen von Beyoncé und Lauryn Hill und entdeckt trotz der Unterschiede nicht wenige Gemeinsamkeiten. (englisch)

Ms.Magazine veröffentlicht einen Nachruf auf Brustkrebsaktivistin Barbara Brenner (englisch)

Angelina Jolie hat sich angesichts ihres genetisch stark erhöhten Brustkrebsrisikos für eine präventive Mastektomie entschieden. In der NY Times berichtet sie darüber – politisch brisante Punkte wie die Debatte um körperliche Selbstbestimmung, Gesundheitsrisiken, Gesundheitsindustrie und damit in Verbindung stehende finanzielle Faktoren werden zwar lediglich angerissen, dennoch ist das Öffentlichmachen dieser Entscheidung per se bereits als politischer Akt zu werten. (englisch)

der verein xart splitta gestaltet raum_rahmen für trans_x_ende, trans_xend empowernde kreative anwesende konkrete visionäre künstlxsche aktionen_ideen_politiken. aktuell gibt es zwei aufrufe für spoken word, kurzfilme, performances, tanz, musikstücke,… für einen performanceabend sowie fotos, gemaltes, collagen, gezeichnetes, geschriebenes … für ein printprojekt.

La Voix du Yemen interviewt Alaa Al-Eryani, die kürzlich die Initiative The Yemeni Feminist Movement startete.

with WINGS and ROOTS, ein Dokumentarfilmprojekt, das die Geschichten und Visionen fünf junger Menschen in Berlin und in New York erzählt, braucht eure Unterstützung!

Rassistischer Polizei-Alltag in Deutschland: Weil eine Frau, die auf offener Straße zusammengebrochen war, sich nicht ausweisen konnte und kein für die Beamten verständliches Deutsch sprach, wurde sie in Gewahrsam genommen, anstatt notärztliche Versorgung einzuleiten. Erst als ihr Mann sie als vermisst meldete und wenig später schließlich vor Ort war, reagierte die Polizei.

Der aktuelle Löschantrag für den Begriff “Femizid” heizt die Debatte über die Macht der Maskulisten auf der Wissensplattform an, schreibt dieStandard.at.

Termine in Berlin, Bochum, Göttingen, Braunschweig und deutschlandweit anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie gibt es nach dem Klick!

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) demonstriert die Lesbenberatung Berlin am Freitag vor der Senatsverwaltung für Gesundheit & Soziales gegen die geplanten Kürzungen. Mehr Infos auf der Webseite oder auf Facebook.

Auf lesben.org gibt es eine Liste mit Veranstaltungen anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai.

Am Sonntag findet in Bochum das Queer Beat Festival statt.

Canim Kreuzberg, ein Dokumentarfilm über das Leben der Aktivistin Kiymet Özdemir, die sich für die Rechte der türkischen Gastarbeiter_innen, für diskriminierungsfreie Bildung und gegen Rassismus in Deutschland einsetzte, feiert am 23. Mai im Berliner Moviemento Premiere.

Feministische Mai-Termine in Göttingen wurden zusammengestellt von [femKo], einer queer-feministischen Gruppe in Göttingen.

Am 29. Mai in Braunschweig: Jenseits der Norm – Wie kann das Studium der Ingenieurwissenschaften attraktiver werden? mit Helga Hansen

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Posted by Anna-Sarah

Dieser Text ist Teil 72 von 72 der Serie Die Feministische Bibliothek

Wissen wir immer was wir sagen? Welche Normalitäten stellt unsere Sprache her…

…und wie kann jede_r Einzelne diese verändern?

Welche_r tagtäglich versucht, sich selbst solche Fragen zu stellen, nach Möglichkeit vielleicht sogar Antworten zu finden und sie auch Kindern nahe zu bringen, sieht sich oft vor Herausforderungen. Ich bin daher sicher, dass sich viele Kinder-Bezugspersonen begierig auf Bücher wie machtWORTE!, das “gesellschaftskritische ABC-Buch für Kinder”, stürzen – so wie auch ich es getan habe.

Buchcover, Quelle: machtWORTE!-Website

Das Ende 2012 im Berliner Jaja Verlag erschienene Buch machtWORTE! 26 und mehr Anregungen Sprache immer wieder neu zu erleben ist hervor gegangen aus einem Uni-Seminar zu sprachlichen Diskriminierungen. Dort hatten sich die Autorinnen Cindy Ballaschk, Maria Elsner, Claudia Johann und Elisabeth Weber kennengelernt und gemeinsam mit Illustratorin Ka Schmitz ihr Buchprojekt auf den Weg gebracht. Das Buch, zu dem es auch eine informative Website gibt, ist folgendermaßen aufgebaut:

Wir kombinieren zu jedem Buchstaben des deutschen Alphabets Worte und Illustrationen, in der Art und Weise, dass Alternativen zum vermeintlich Normalen lesbar und sichtbar werden. So folgen die Bilder den ver_rückten Assoziationsketten und lösen viele verschiedene Gedanken aus.

Damit eröffnet sich die Möglichkeit, den eigenen Sprachgebrauch zu überdenken und als machtvolle Handlung bewusst zu machen. Es soll ermutigen, aktiv am Wortschöpfungsprozess teilzunehmen.

Ohne ausgewiesene Kinderbuchexpertin™ zu sein, lehne ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte: machtWORTE! ist kein “Standard-Kinderbuch”. Das finde ich toll. Gleichzeitig machen seine Besonderheiten für mich eine angemessene Würdigung ehrlich gesagt etwas heikel.

Eine differenzierte und ausführliche Besprechung findet sich bei kritisch-lesen.de. Ich finde diese Rezension größtenteils (bis auf einige Bemerkungen im Abschnitt “Sprachphilosophische Voraussetzungen”, die mich doch arg an Haupt- und Nebenwiderspruchsdebatten erinnern) nachvollziehbar, daher mache ich es mir an dieser Stelle einfach und verweise für eine umfänglichere Analyse einfach mal auf sie. Ihr Fazit, dass das Buch einen “Ansatz,  der die Bedürfnisse der jungen Leser_innen in den Mittelpunkt stellt” verfolgt, teile ich allerdings nur bedingt.

Ich freue mich wie Bolle über jedes deutschsprachige Kinderbuch, das Normen über Bord wirft. Ich kenne kein anderes Buch wie machtWORTE! und möchte es daher ausdrücklich empfehlen. Auch wenn ich leider sagen muss: Für das konkrete Setting “ich und das Kind, mit dem ich das Buch angeschaut und vorgelesen habe”, hat das Konzept nicht funktioniert. Die Hinweise am Ende des Buches, die zu jeder Buchseite Anregungen zur Auseinandersetzung geben, habe ich  allerdings erst später entdeckt.

Einerseits enthält das Buch recht wenig Text und mutet insgesamt eher Bilderbuch-haft an, andererseits erwies sich der vorhandene Text teilweise als zu voraussetzungsvoll und zu wenig bezogen auf des Kindes Erlebniswelt, um zu fesseln und ein wirkliches Vorlesevergnügen zu erzeugen. Das Kind konnte mit vorgelesenen Sätzen wie “Entsteht be_Hinderung durch betroffene Blick_e_winkel?” oder “Ist ich Intimität?” oder “Die Nächstenliebe des Norm_Aals macht den Nixer normal” spontan einfach recht wenig anfangen und wollte meistens relativ schnell zum nächsten Buchstaben weiter blättern. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das Kind sich durch die Lektüre angeregt fühlte: Eher erschien es mir etwas ratlos angesichts der teilweise doch ziemlich ambitionierten bis abstrakten Sprachspiele. An denen ich widerum zuweilen meine Freude hatte, doch ich sah mich nicht dazu in der Lage, sie dem Kind zu vermitteln oder mit ihm zu teilen.

Die Crux des Vermittlungsbedarfs sehe ich allerdings nicht exklusiv bei Büchern wie machtWORTE! – vielmehr ist die Idee, Lektüre mit Kindern ausführlich zu besprechen, zumal parallel zum Vorleseprozess, meiner Erfahrung nach nicht immer sonderlich erfolgversprechend. Meine ganz persönliche Erfahrung: Wenn das bereits erwähnte Kind ein Buch vorgelesen haben möchte, dann möchte es nicht mit mir konferieren, sondern es möchte eine fesselnde Geschichte hören – möglichst ohne Unterbrechungen oder Zwischenbemerkungen meinerseits. Diese Geschichte kann ruhig “bizarr” sein, ein Comic mit Sprechblasen sein oder anderweitig außergewöhnlich erzählt – aber damit das Kind sich in diese Geschichte versenken, das vielzitierte Kopfkino anwerfen, sich dem Erzählfluss hingeben kann, funktioniert es nicht, wenn ich ständig unterbreche, um irgend etwas zu erklären, zu fragen, zu kommunizieren, zu diskutieren… Das gilt übrigens auch für Sachbücher. Dem Kind macht das schlicht und ergreifend kein Vergnügen, es stellt von sich aus auch nur wenige Fragen während des Vorlesens, geschweigedenn Fragen, die vom unmittelbaren Text weg zu kritisch-philisophischen Betrachtungen oder zu vertieften Auseinandersetzungen mit der vorlesenden Person führen würden, und wird bei ausführlichen Anmerkungen meinserseits ungeduldig. Verständlich.

Das eben geschilderte ist übrigens ein ganz entscheidender Punkt, warum ich auch aus der Perspektive der weißen Kinderbuchvorleserin das gebetsmühlenartig vorgetragene Argument, man könne Kindern Rassismus in Kinderbüchern doch erklären (und damit dann auch gleich magischerweise irgendwie beseitigen), gelinde gesagt skeptisch betrachte.

Es ist natürlich gut möglich, dass mir einfach eine ordentliche Portion Kreativität, Einfühlungsvermogen und/oder Vermittlungsfähigkeit fehlt. Oder dass machtWORTE! völlig unabhängig von irgendwelchen konzeptionellen Erwägungen schlicht und ergreifend nicht den Geschmack besagten Kindes traf. Genauso gut kann es sein, dass dieses Kind von der gemeinsamen Lektüre mit jemand anderem als mir durchaus viel gehabt hätte. Oder zu einem anderen Zeitpunkt haben wird. So bleibt für mich erstmal der Eindruck, dass machtWORTE! ein ambitioniertes, liebe- und gedankenvoll gemachtes, poetisches, kritisches und extravagantes Buch ist – für Erwachsene oder besser gesagt für Menschen, die bestimmte Voraussetzungen zum Umgang mit (subversiver) Sprache mitbringen. Was natürlich kein Schaden ist, denn auch von derartigen Büchern kann es nie genug geben. Antinormativität ist ja kein Genre an sich. Und umso mehr es davon gibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich für jeden Geschmack etwas dabei ist!

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Posted by samjohnsson

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Every event, however minor, is seen.

Words: 638, Chapters: 1/1, Language: English

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Posted by Sabine

Assata Shakur  (Bildnachweis: Flickr cc // Cau Napoli)Sie ist die erste schwarze Frau auf dieser Liste, die nach 9/11 erstellt wurde. Als Belohnung für Informationen, die zu Assata Shakurs Festnahme führen, dafür gibt es zwei Millionen Dollar. Am  2. Mai 2013 gibt das FBI auf einer Pressekonferenz bekannt, dass Shakur auf der “Top 10 Terror List” steht.

“An eben diesem Tag vor 40 Jahren wurde ein Auto, in dem Assata Shakur saß, angehalten. Es entwickelte sich eine Schießerei, in welcher zwei Personen starben und Shakur angeschossen wurde (unter anderem in den Rücken). Sie wurde schließlich für den Mord am Polizisten Werner Forester von einer vollständig weißen Jury zu lebenslanger Haft verurteilt.” (mehr zum Hintergrund bei Charlott: “Wanted: Assata Shakur”)

Die Rekonstruktion des Vorfalls am besagten 2. Mai 1973 und die Tat, welche Assata Shakur begangen haben soll, sind eingebettet in eine Zeit, in welcher das FBI den Krieg gegen schwarze Führungspersonen wie Malcolm X, Angela Davis, Stokley Carmichael, Martin Luther King*  und die Black Panther Bewegung erklärt hat und rassistische Polizeigewalt an der Tagesordnung stand (Bsp. 1992, L.A., Rodney King).

Shakur gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Dass ausgerechnet Kuba der Revolutionärin seit 1984 politisches Asyl gewährt, ist eine Ohrfeige für die USA. Erst vor kurzem war auch noch Jay-Z mit Beyoncé dort auf honey moon und zog mit seinem “Offen Brief“ das Embargo der USA gegen Kuba ins Lächerliche. Und dann sind da die Bosten-Attentate, welche die Bundesbehörde unter Druck setzen. Lächerlich will das FBI nicht wirken, auch vierzig Jahre später ein Zeichen setzen und die schwarze Protestbewegung nicht anerkennen. Jahre später keine Aussöhnung, sondern eine Fortführung und Abschreckung.

Audre Lorde (*1934- †1992), eine der wichtigsten Frauen feministischer Gegenwartsgeschichte, hat im Jahr 1977 auch ein Zeichen gesetzt, und ein Gedicht für Assata geschrieben. Ein Gedicht, dass unter die Haut geht, einer Aussichtslosigkeit innere Kraft und dem Begriff der Freiheit wieder eine Bedeutung schenkt, die Sinn ergibt.

For Assata

New Brunswick Prison, 1977

In this new picture your smile has been to war
you are almost obscured by other faces
on the pages
those shadows are sisters
who have not yet spoken
your face is in shadow
obscured by the half-dark
by the thick bars running across your eyes
like sentinels
all the baby fat has been burned away
like a luxury your body let go
reluctantly
the corners of your mouth turn down
I cannot look into your eyes
who are all those others
behind you
the shadows are growing lighter
and more confusing.

I dream of your freedom
as my victory
and the victory of all dark women
who forego the vanities of silence
who war and weep
rather than our enemies
something against our selves
in each other
rather than our enemies
falsehoods
Assata my sister warrior
Joan of Arc and Yaa Asentewa
embrace
at the back of your cell.

- Audre Lorde

Eine deutsche Übersetzung des Gedichts “For Assata” von Charlott Schönwetter findet ihr hier. Es handelt sich nicht um eine literarische Übersetzung, sagt Charlott, ich finde sie sehr gelungen. Danke dafür.

New Brunswick Gefängnis, 1977

Auf diesem neuen Bild ist dein Lächeln im Krieg gewesen
Du bist fast verdeckt von anderen Gesichtern
Auf den Seiten
Diese Schatten sind Schwestern
Die jetzt noch nicht gesprochen haben
Dein Gesicht ist im Schatten
Verdeckt durch die Halb-Dunkelheit
Der dicken Balken, die über deine Augen gehen
Wie Wachposten
All der Babyspeck ist verbrannt
Wie ein Luxus, den der Körper hergab
Widerstrebend
Deine Mundwinkel nach unten
Ich kann nicht in deine Augen schauen
Wer sind all die anderen
Hinter dir
Die Schatten werden heller
Und verwirrender.

Ich träume von deiner Freiheit
Als mein Sieg
Und der Sieg aller dunklen Frauen
Welche auf die Eitelkeiten der Stille verzichten
Welche kämpfen und weinen
Eher als unsere Feinde
Manches gegen uns selbst
In uns
Eher als unsere Feinde
Falschheiten
Assata meine Schwester Kämpferin
Joan of Arc und Yaa Asantewa
Umarme
Im hinteren Teil deiner Zelle.

- Audre Lorde

 

Eine Leseempfehlung zu Assata Shakur ist ihr offener Brief aus dem Jahr 1998.

 

 

Bildnachweis: Flickr cc // Steve Snodgrass

* Martin Luther King stand ebenfalls unter FBI-Beobachtung und galt als ein Wackelkandidat, denn solange er “weißen, liberalen Werten” “gehorsam” war, war er sicher, falls nicht, so wäre er eine sicherheitspolitische Bedrohung, ein “Messiah”, geworden. Für die taktische Kriegsführung war damals das geheime Programm “COINTELPRO” (= Counterintelligence Program) der US-Bundespolizei zuständig.

“2. Prevent the RISE OF A “MESSIAH” who could unify, and
electrify, the militant black nationalist movement. Malcolm X might have
been such a “messiah;” he is the martyr of the movement today. Martin
Luther King, Stokely Carmichael and Elijah Muhammed all aspire to this
position. Elijah Muhammed is less of a threat because of his age. King
could be a very real contender for this position should he abandon his
supposed “obedience” to “white, liberal doctrines” (nonviolence) and embrace
black nationalism. Carmichael has the necessary charisma to be a real
threat in this way.” (Quelle: COINTELPRO)

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Posted by Nadia

Der Anfangspost zu Bloggerinnen-Arbeitsgewohnheiten von Isabella Donnerhall zieht grad durch`s Internet: “This is how i work” heißt die Generalanfrage, und es haben sich schon einige zu ihrer ganz persönlichen Art- und Weise der Bloggens geäußert. Zum Beispiel Anke Gröner, oder auch das nuf.

Die Idee ist so charmant und auch aufschlussreich (und außerdem: generisches Feminimum FTW, ja!), dass auch wir nochmal zum mitmachen aufrufen: Einfach den Fragenkatalog bei Frau Donnerhall checken, beantworten und dann  auf Eurem Blog veröffentlichen.

Und dann natürlich wieder auf Isabella verlinken, weil sie für den ständigen Überblick sorgt.

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Posted by Nadia

Dieser Text ist Teil 201 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Bionade: Jetzt nicht nur in der Plastikflasche, sondern auch transphob. Und deswegen auch bei Helga in der Liste diverser Vermeidungsprodukte.

Textprodüksiyon.net sammelt auf Ihrer Facebook-Präsenz Links zum NSU-Prozess.

Nach schlecht verhohlenem Lob für den Lichtenhagen-Pogrom nun ein opferbeschuldigender NSU-Entlastungsversuch: Publikative.org nimmt sich den Kommentar des FAZ-Redakteurs Jasper von Altenbockum vor.

“Ich sehe, wie in grellem Scheinwerferlicht, zehnfach vergrößert, die täglichen Details meiner Unterdrückung, die täglichen Details des Schmerzes anderer Frauen. Ich habe keine Abwehr mehr dagegen, keine Scheuklappen, ich sitze mittendrin wie ein Muscheltier ohne Schale.” Viruletta mit einem Zitat von Anja Meulenbelt aus dem Jahre 1976.

Charlott hat “Americanah”, den neusten Roman von Chimamanda Ngozi Adichie, rezensiert.

Vatertag, Geschlechterklischees und andere Schwierigkeiten bezüglich Bollerwagen und Trinkritual: mutterseelenalleinerziehend und Me, Myself and Child erklären nochmal, warum es da eigentlich nix zu feiern gibt.

Keine Diät/Ernährungsumstellung/Bauch-Beine-Po – Geschichten mehr! Fordert Identitätskritik. Und eine passende Anti-Diät gibt es auch noch, und zwar von der Arge Dicke Weiber.

Neuer Podcast bei heiter scheitern, u. a. zur Trans*-Tagung Gießen und zum The Knife-Konzert.

Ein Interview mit Miss Temple von “Some girls are bigger than others” könnt Ihr hier lesen.

Noch bis heute findet in Würzburg der evangelikale Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge statt. Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religösen Fundamentalismus“ hat nun einen Blog, der diesen Kongress kritisch aufarbeitet und zum Beispiel Reader zur Verfügung stellt und Protest organisiert.

In Wien gibt es seit vorgestern eine feministische Hausbesetzung.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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Posted by Magda

… kommentierte Facebook-User_in Yori Gagarim unter einem vor wenigen Tagen ver­öffentlichten Posting auf der Facebook-Seite der Bionade GmbH, mit dem die Firma ganz stolz ihren neuen Werbe­spot anpries. Beworben werden soll die neue Bionade Cola. Was folgt ist ein Video, in dem eine Person wahrscheinlich gerade eine Bühne verlässt, in den Backstage-Bereich geht und angeklebte Finger­nägel und Wimpern, Perücke und Ohr­ringe abnimmt und das Make-Up vom Gesicht abwischt. Kommentiert wird dies so: ”Das Schöne an künstlichen Zusätzen: Man kann sie auch weglassen. Rein natürlich. Weniger süß. Typisch Bionade.”

Wenn es hier lediglich um ein Getränk ginge, dass ohne künstliche Zusatz­stoffe verkauft werden soll, könnte es mir ja egal sein. In dem Werbe­spot wird aber eine ganz bestimmte, sehr problematische Geschichte erzählt. So nehmen die Verantwortlichen des Werbespots an genau zu wissen, welche Geschlechter­performances “natürlich” und welche “künstlich” seien. Im Werbespot wird “Künstlich­keit” gleich­gesetzt mit der Geschlechter­performance eines als Mann gelesenen Menschen, der Ohrringe, Perücke und Make-Up trägt. Erst als er_sie diese Accessoires abnimmt, wird das Auftreten der Person als “natürlich” eingeordnet und durchweg positiv dargestellt, denn das Motto lautet ja: “Das Schöne an künstlichen Zusätzen: Man kann sie auch weglassen.”

Die Zuschauer_innen lernen also: Als Männer gelesene Menschen wirken in ihrer Geschlechts­identität erst dann “natürlich”, wenn sie das, was von den Werbemacher_innen als Verkleidung dargestellt wird, ablegen. Das heisst, dass Menschen, die (oftmals sogar falsch!) als “Männer” gelesen werden, genau dann als “unnatürlich” und “künstlich” gelten, wenn sie Make-Up und eine Perücke tragen. Die Botschaft: “Natürliche” (oder wohl eher: unhinterfragte und hegemoniale) Männlich­keit verträgt sich halt nicht mit funkelnden Ohrringen, denn das ist ja weiblich konnotiert. Muss also Verkleidung sein. Für eine komplexe Idee von Geschlecht und Geschlechts­identitäten jenseits von hetero­normativer Zwei­geschlecht­lichkeit fehlt dement­sprechend die Vorstellungs­kraft.

Fazit: Herausgekommen ist ein trans*feindlicher, hetero­normativer Werbespot, der glücklicher­weise bereits eine Menge kritischer Kommentare generierte, die es lohnt durchzulesen. Kritiker_innen fordern die Absetzung des Werbe­spots und eine selbst_kritische Auseinander­setzung mit dessen trans*feindlichen Botschaften.

Auch ihr könnt Bionade eure Meinung sagen: Auf Facebook, Twitter, via E-Mail: info@bionade.de oder im Kontaktformular.

Und für den nächsten Einkauf seid daran erinnert: Das schöne an (trans*feindlicher) Bionade – mensch kann sie auch weglassen!

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