Feminist Bore-Out

Apr. 17th, 2014 07:00 am
[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Nadia

Dieser Text erschien zuerst bei Shehadistan.

Über das Feminist Burn-Out wurde ja schon viel geredet. Ich erhöhe heute und sage: Zusätzlich dazu gibt es auch das Feminist Bore-Out. Und ich glaube es hat mich erwischt. Doch wie kam ich zu dieser Erkenntnis? Vor allem durch dieses neue Büchlein da von neulich: “Tussikratie”. Und das noch ohne es zu lesen!

Es verhielt sich aber vorher so, dass ich mich dabei ertappte, dass ich seit Wochen, Monaten, alles Mögliche viel lieber tat, als mich im Internet an irgendwelchen Debatten zu beteiligen, geschweige denn diese Debatten zu verfolgen. Nehmen wir der Einfachheit halber also zum Beispiel das letzte Wochenende: Mal wieder frönte ich meinem Eskapismus in einer dem Netz-Aktivismus fernen Internet-Parallelwelt, diesmal dem YouTube-Channel einer sehr aufmerksamen und freundlichen Person, die die komplette Staffel “The Secret World of Polly Flint” hochgeladen hatte. (Den dazugehörigen Roman schrieb Helen Cresswell, und mit Polly Flint schuf sie eine Mädchenfigur, die in einem langweiligen aber recht heimeligen Kaff, dessen größtest Highlight ein Jahrzehnte alter Mai-Baum ist, als Ein-Mann-Kämpferin mit zersauster Pony-Frisur Zeitreisende eines lange verschollenen Dorfes vor dem Sensemann beschützt, während sie zwischendurch immer wieder von einem nervenden Nachbarsjungen geärgert wird. Sozusagen die Vor-Metapher zum Sumpf “Internet”.)

Mit halbem Auge verfolgte ich dabei das Treiben in den diversen sozialen Netzwerken, und so stach mir irgendwann ein Hinweis auf ein neues Magnum Opus des Laber-Rhabarbers ins Auge: Ein Buch namens “Tussikratie” sei nun erschienen, geschrieben von Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling, und das Brigitte-Magazin fragte dazu ganz aufgekratzt: “Übertreiben wir es mit dem Feminismus?” Hui, wie aufregend! Nicht.

Ich konnte besagten Artikel nur 20 Sekunden lang überfliegen, und dann entschied ich mich, dass ich mich anstatt auf den ewiggestrigen Null-Acht-Fuffzehn-Content zu “Tussikratie” (O-Ton: Gelaber über Geschlecht-Gedöns verursacht noch mehr Probleme. Männer sind auch arm dran. Frauen haben mehr Möglichkeiten, zum Beispiel in der Mode, bunte Kleider und so. Männer sind auch arm dran, weil sie keine Männerbewegung haben. Diskurspolizei. Und überhaupt, es gibt ja auch noch den armen Hausmann. Über den lachen ja auch alle, wenn er mal Kuchen in den Kindergarten trägt. Schnarchschnarchschnarch.) doch eher lieber wieder auf die mittlerweile Tauben fütternde Polly Flint konzentrieren wollte. Klick und weg. Ich schaffte es, noch bevor mir mein Arm eingeschlafen war. Juchheissassa!

Stunden später. Ich hatte inzwischen Pollys Umzug ins Haus der strengen Tante begleitet, mich von einem sehr geschätzten Menschen im Quiz-Duell abziehen lassen, irgendwelche Papiere geordnet, den Müll rausgetragen und eventuell sogar Blumen gegossen, da fiel mir “Tussikratie” wieder mit halbem Auge in den Radar: Dieses Mal auf Twitter, wo das neue Buch und eine der beiden Autorinnen streng-kritisch beäugt wurden und erste Rückmeldungen (nicht besonders euphorisch, selbstredend) formuliert wurden.

Was den beiden Autorinnen nämlich anscheinend nicht so bewusst war (davon gehe ich tatsächlich aus): Dass sie mit ihrem ominösen Machwerk nämlich naiv wie der Mann mit dem selbstgebackenen Kuchen in den Kindergarten stolperten – in dem aber seit Jahren eine ausgefeilte Grillparty zugange ist, so dass man mit vertrocknetem Sandkuchen von vorgestern jetzt auch nicht mehr so viel anzufangen weiß. Und da war sie wieder: Diese Müdigkeit, die mich mittlerweile übermannt (haha!), wenn wieder irgendein neues belangloses antifeministisches Tralala breitflächig vorgestellt wird (will sagen: Irgendein langweiliger Stuss, der schon seit Jahrzehnten immer wieder aufgebrüht wird. Diese Suppe, die seit Jahren auf dem Herd steht, und in der immer wieder andere Leute – die anscheinend immer lange unter irgendwelchen Diskurssteinen geschlafen haben, bevor sie auf einmal wie aus dem Nichts mit irgendwelchen Buchveröffentlichungen um die Ecke hampeln – herumrühren. Die armen Männer. Die ja auch Familienarbeit leisten wollen. Ja, ja. Ist ja gut.)

Es wird ja auch nicht besser wenn den Leuten™ das Ganze unter dem Deckmantel von “Es geht den Autorinnen ja eigentlich und tatsächlich um Gleichberechtigung!” untergejubelt wird. Und ich weiß auch nicht, womit wir diese ganzen Buchpupser_innen verdient haben. Ich meine, das Problem an all dem wirklich grenzwertigen und problematischen Herrschaftsgelaber der Mainstream-Unterhaltungsliteratur “mit Message”™ ist ja mittlerweile nicht mehr nur, dass in diesen Büchern stringent falsches und empirisch nicht haltbares Zeug behauptet wird – das Problem ist ja auch noch, dass dieses ganze Zeug furzlangweilig ist. Weil immer wieder der immer gleiche Scheiß erzählt wird.

Ich meine, hey. Das sind die Leute, mit denen ich mich battlen soll? Ach… Bringt mir doch mal Ketchup. Oder Mayo. Oder ‘ne Grillzange. Danke. Gute Nacht.

flattr this!

[syndicated profile] a_softer_world_feed




buy this as a print

I found some photos that I took on a trip to Toronto about ten years ago. It's fun to see the parts of the city I explored before I actually lived here. Most of them are from the east end, where somewhere we found a train that was just sitting around waiting for some jerks to climb around on it.

 

The Niederhäuser Hermannshöhle

Apr. 16th, 2014 12:14 pm
[syndicated profile] rieslingrevolution_feed

Posted by Alex Down

It doesn’t happen very often but every now and again I have a wine “moment” – this is where I taste a wine that is so good, so complex, so memorable that I am thinking about it for days. This happened to me the other day. The wine in question was a bottle of Dönnhoff Niederhäuser Hermannshöhle […]
[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 231 von 231 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Nadia schreibt beim Gunda Werner Institut zu Akif Pirinçcis neuem Buch “Deutschland von Sinnen” und meint, der “Buch-Erfolg [sei] zwar ärgerlich und höchst bedenklich, als psycho-soziales Dokument deutscher (oder: eingedeutschter) Hegemonie jedoch auch wieder ein aufschlussreiches Barometer”.

Hinz&Kunzt berichtet über Shila Begum, eine der überlebenden Näher_innen des Rana-Plaza-Unglücks in Bangladesch, und ihren Einsatz für Entschädigungen.

In Berlin wurde bei der Überparteilichen Fraueninitiative ein Beirat für die Vorbereitung einer Fachtagung zur Situation obdachloser Frauen gegründet.

Racial Profiling trifft auf Sexual Profiling im Kontext des “Kampfs gegen Prostitution” – menschenhandel heute berichtet.

englischsprachige Links

[Inhaltshinweis: Gewaltbeschreibungen] Auf Salon.com schreibt Brittney Cooper über die vielen Formen von Gewalt, der Schwarze Mädchen und Frauen besonders augsesetzt sind – und wie diese kaum besprochen und bekämpft werden.

Bitch Magazine bespricht den neuen Dokumentarfilm “Vessel” über die Organisation “Women on Waves”, die Abtreibungen auf Schiffen durchführt, um so Verbote zu umgehen. (Ein Interview mit der Gründerin der Organisation gibt es auf deutsch bei der an.schläge.)

“Sometimes, when this happens, when a thin person realizes that they’ve just disgorged a bunch of rank fat hatred right into my fat face, they apologize. Often in a way that exacerbates the offense. But mostly, they try to convince me that they’re not talking about me. That those other fat people were gross in a way that I’m not.” – Shakesville schreibt zu fat hatred, Vorurteilen und Raumeinnahme.

In den USA wird gerade National Poetry Month begangen. Feministing postet aus diesem Anlass täglich feministische Gedichte, gestern zum Beispiel June Jordans “Poem About my Rights”. [Inhaltshinweis: Beschreibung (sexualisierter) Gewalt]

Ein #TwitterEthics Manifesto wurde bei Model View Culture veröffentlicht.

flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Charlott

Ein Gespräch mit den Macher_innen des Künstler_innen-Kollektivs COVEN Berlin über ihre letzte Ausstellung und ihre allgemeinen Ansätze, sowie welche Möglichkeiten Kunst bietet.

Ihr habt euch als Kollektiv im letzten Jahr zusammengefunden. Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Wie haben die einzelnen Personen dazu gefunden? Und warum findet ihr es wichtig als Kollektiv zu arbeiten?

Die Ausstellung ©Judy Mièl 2014

Die Ausstellung ©Judy Mièl 2014

COVEN Berlin wurde in der Küche der Gründerinnen Lo Pecado und Judy Mièl ins Leben gerufen. Nach monatelangem Reden, Lästern, Lachen und Philosophieren über das Erwachsenwerden als queere Frauen in einer patriarchalen, hetero-normativen Gesellschaft wollten wir unsere Erfahrungen teilen, den Küchentisch verlassen und uns in die öffentliche Sphäre wagen. Was zunächst als Blog begann, entwickelte sich zu einem Online-Magazin, einem Kollektiv aus Menschen mit verschiedenen Herkünften, Hintergründen und Fachkenntnissen. Zum einen kamen diese aus unseren Freund_innenkreisen, zum anderen hatten wir online zur Kooperation mit COVEN Berlin aufgerufen. Wir wurden überrascht wie viele interessante und motivierte Leute sich tatsächlich gemeldet hatten. Als wir am Anfang noch zu zweit waren, hatten wir mit Lo den theoretischen, journalistischen und inhaltlichen Teil und mit Judy den kreativen, visuellen Teil kombiniert, jedoch aufgrund des zeitlichen Aufwands eines Online-Magazins lange nicht abgedeckt. Jetzt sind wir ein multi-mediales Kollektiv, eine Gruppe von ‘Feminist Conqueerors’.

Wie kann ich mir die Kooperation und Zusammenarbeit im Kollektiv vorstellen?

COVEN Berlin ist eine (Online-)Plattform mit flachen Hierarchien, welches Vielfältigkeit als Leitmotiv trägt. Jede Meinung, Geschichte und Perspektive zählt. Wir wollen unseren festen, sowie auch temporären Teammitgliedern und Beitragenden einen offenen Raum anbieten um einen multidirektionalen Dialog zu führen und sich mit Worten und Bildern jeglicher Form auszudrücken. Unsere Hauptintention ist es, persönliche Erfahrungen, Gedanken und Reflexionen zu Gender und Sexualität zu teilen. Da COVEN Berlin Menschen mit verschiedenen soziokulturellen Hintergründen verbindet, stimmen nicht unbedingt alle Meinungen überein, was wir jedoch ausschließlich als Bereicherung für das Kollektiv verstehen.

Eure letzte Ausstellung hieß “FEMINIST CONQUEERORS: A PLAYGROUND”. Was war die Idee dahinter? Was sollten Besucher_innen mitnehmen?

Unsere Ausstellung war keine gewöhnlich Kunstausstellung. Wir lehnen den Elitismus in Kunst ab. Die Besucher_innen mussten Lust zum Spielen, Entdecken und Kreieren mitbringen. Wir wollten uns entfernen vom Einzelgänger_innentum – ein_e Künstler_in, ein Genie. Für uns war es am wichtigsten, dass die Leute mitmachen und sich Fragen stellen können. Unsere Kunstprinzipien basieren auf Prinzipien des DIY (Do It Yourself) und unser Ziel war und ist es, offene Räume zu „erobern“ um Diskussionen über Feminismus unter Menschen, die sich nicht unbedingt damit beschäftigen, zu fördern. In diesem Fall war es Galerieraum Kleiner Salon in Kreuzberg.

Ist das Konzept aufgegangen? Wie waren die Reaktionen der Besucher_innen?

Die Reaktionen unserer Besucher_innen waren sehr positiv und motivierend. Alle Spiel-Stationen waren stets belegt und abends war der Raum immer gefüllt mit neugierigen und interessanten Menschen. Einige sind nicht nur einmal, sondern zwei-, drei- oder viermal vorbeigekommen, um bei den verschiedenen Events, die wir für jeden Abend organisiert hatten, mitzumachen, zuzuhören- und zuzusehen.

Auf eurer Webseite schreibt ihr “Feminism is more often than not considered either obsolete, time wasting or elitist, and associated with angry, humorless and dry female activists or intellectuals.”. Ist aber eine Abgrenzung von diesen Stereotypen nicht auch gefährlich?

Diese Zeile ist als Teil der Programmbeschreibung unserer letzte Ausstellung zu verstehen, nicht aber als Aussage, welche die Anschauungen des Kollektivs vertritt. Die Problematik dahinter ist uns durchaus bewusst und wir wollten uns auf keinen Fall von diesem Stereotyp distanzieren. Natürlich sind auch wir oft genug ‘angry’ über so manche gesellschaftliche Zustände. Einige unserer Kollektiv-Mitglieder kommen von einem akademischen, eher trockenen Hintergrund, welcher von uns auf keinen Fall abgelehnt wird, jedoch nicht das Leitmotiv unserer Ausstellung Feminist Conqueerors: A Playground sein sollte. Ein spielerischer Umgang mit den Themenschwerpunkten hatte für uns Priorität, da solch eine Repräsentation von Feminismus in den Medien kaum zu finden ist.

In eurer Ausstellung/ dem Programm beschäftigtet ihr euch mit Körpern, Sexualität, postkolonialen Theorien und mehr. Welche Ansätze sind euch allgemein wichtig?

Das breite Programm unserer Ausstellung ist repräsentativ für unsere Fokusse im Allgemeinen. Wir arbeiten transdisziplinär mit Gender(-Identität), Sexualität, Alter, Race, Klasse und Herkunft. Ich würde sagen wir arbeiten mit Ansätzen aus der Queer Theorie und postkolonialen Feminismus.

Welche Möglichkeiten bieten euch künstlerische Ausdrucksformen (im Gegensatz zum Beispiel zu wissenschaftlichen Texten oder auch Blogposts)?

Die Ausstellung bedeutete sowohl die Möglichkeit die virtuelle Welt zu verlassen und aktiv mit den Leuten zu interagieren, als auch konkretes Feedback zu erhalten. Lo schreibt momentan ihre Dissertation in Gender Studies, daher setzen wir uns auch wissenschaftlich mit der Materie auseinander. Aber durch unsere künstlerische Arbeit können wir Menschen adressieren, die keinen theoretischen Zugang zum Thema Feminismus oder Queer Theorie haben und können so andere, neue Wege und Zugänge schaffen. Es ist eine Art performativer Aktivismus. Wir wollen eher Fragestellungen anregen, als Antworten zu diktieren.

Was plant ihr als nächstes? Was läuft gerade noch?

Konstant haben wir unser Online-Magazin, welches, so oft es uns möglich ist, mit neuen Beiträgen gefüttert wird. So wie es bisher aussieht, werden wir (dank unserer erfolgreichen Ausstellung) ein- bis zweimal pro Monat einen Raum haben, in dem wir Events veranstalten können. Das Was und Wie steht noch nicht fest, man darf aber gespannt sein :-)

Gibt es etwas, was ihr anderen Feminist_innen empfehlen würdet, die auch Kunst machen wollen?

Einfach machen! Es macht Spaß und es gibt viele Online-Plattformen und Communities, die feministische Kunst unterstützen – eine tolle Art und Weise neue Kontakte mit Menschen zu schließen und sich kreativ zu engagieren und auszutoben.

Fotos zur Ausstellung “Feminist Conqueeros: A Playground” gibt es bei Facebook.

flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Charlott

Diese Woche ist ein wenig wie eine Zeitreise in die 90er. Nirvana wurde in die Rock’n'Roll Hall of Fame aufgenommen – und begingen das mit einem Konzert, wo die Vocals von großartigen Künstlerinnen beigesteuert wurden. Als Courtney Love auf die Bühne trat (nicht um zu Singen übrigens) wurde sie von einigen ausgebuht, und eine Geschichte voller Sexismus und Misogynie schrieb sich weiter.

Auch aus diesem Grund (und natürlich weil es einfach großartig ist) wollen wir heute besonders den Geburtstag eines Albums feiern: Live Through This. Es erschien genau heute vor zwanzig Jahren. Die Kritik lobte es – und schon ging es auch rund mit den Gerüchten, dass natürlich Cobain, der nur wenige Tage vor der Veröffentlichung gestorben war, alle Songs geschrieben hätte, denn wir wissen ja: Frauen, die können keine Kunst.

Die Geburtstagsfeier beginnen wir hier mit dem Eröffnungstrack “Violet”. Bei Flavorwire könnt ihr weiter feiern, dort gibt es eine Track-für-Track-Analyse der Platte.

flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Nadia

Dieser Text ist Teil 242 von 242 der Serie Die Blogschau

Dangerbananas war auf der korientation-Feier in Berlin, und wenn Ihr wissen wollt wie es da war könnt Ihr alles hier nachlesen.

Hannah war auf bei der Tagung “Wir sind Viele – Opfer ritualisierter Gewalt und organisierter Pädokriminalität” und hat sich die Arbeit gemacht, detailliert und sehr lesenswert in mehreren Teilen den Tagungsbesuch zu dokumentieren. Insgesamt gibt es elf Teile, wir verlinken auf Teil 9. Sehr lesenswert, Triggerwarnung angesichts der Thematik natürlich obligatorisch.

Darum, welche Zusammenhänge es zwischen Rassismus, Nationalismus, Sexismus und dem Hass gegen Lesben und Schwule gibt, ging es in der letzten Woche auf Women in Exile.

Auf Afrika Akzent wird Each One Teach One (EOTO) e.V., ein Schwarzes Bildungsprojekt, das Literatur und andere Medien von Menschen afrikanischer Herkunft vorstellt und Wissen im intergenerationalen Dialog vermittelt, vorgestellt.

techno candy hat einen Text mit wichtiger Kritik über die neue Partyreihe in Berlin geschrieben, die wir letzte Woche in der Blogschau verlinkt haben.

Die Kündigung der Hebammen hat begonnen: Ein Zwischenruf mit Aufruf zur Demo ist bei zockt.com erschienen.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Magda

Am vergangenen Dienstag wurde das Geflüchtetencamp am Oranienplatz in Berlin geräumt. Seit dem 6. Oktober 2012 existierte das Protestcamp am Oranienplatz, ein Ort des Widerstands, mitten in Kreuzberg. Die langfristigen Ziele der Aktivist_innen sind die Abschaffung der Lagerpflicht, der Residenzpflicht und ein Stopp von Abschiebungen. Die Politik müsse sich endlich bewegen, soll die Augen nicht mehr verschließen vor Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land. Mit ihren Protesten verstoßen die Geflüchteten gegen die rassistische Residenzpflicht, begeben sich also in eine permanente Gefahr und organisieren trotzdem seit Jahren unermüdlich Protestcamps, Protestmärsche, Demonstrationen, Bustouren und Hungerstreiks, um auf die rassistische Asylpolitik und -gesetzgebung in Deutschland aufmerksam zu machen.

Die Räumung am 8. April 2014.

Die Räumung diente insbesondere den Interessen der Berliner Politik, viele Geflüchtete protestierten jedoch, weil die politischen Ziele längst nicht erreicht seien, auch wenn es einige Geflüchtete gäbe, die auf die Angebote der Politik eingingen.

Seit Januar gab es Gespräche mit der Integrationssenatorin Dilek Kolat, die mehrere Delegationen aus dem Geflüchtetencamp zum Gespräch einlud, sich allerdings die politischen Konflikte innerhalb der Geflüchteten-Community zu nutze machte. Der Rapper Amewu schrieb dazu auf seiner Facebook-Seite:

Wieder wurde einem Teil der Refugees bewusst Hoffnungen gemacht und ihre schwierige Situation mit Wohnplatzangeboten und dieses Mal sogar mit Geldangeboten ausgenutzt. Wenn man jemandem der fast nichts hat mit Geld vor der Nase rumwedelt um ihn dazu zu bringen etwas eigentlich nicht wirklich sinnvolles zu tun ist das ekelhaft und manipulativ. Meine Annahme ist, dass gezielt versucht wurde die Refugees gegeneinander auszuspielen um aussagekräftiges Material für die Presse zu bekommen.

Die Aussicht auf Unterkunft, Geldzahlungen und (temporäre) Duldung (zumindest für einen Teil der Geflüchteten) wurde von einigen Geflüchteten willkommen geheißen, die sich dann auch an der Räumung des Oranienplatzes beteiligten. Andere Geflüchtete verwiesen allerdings auf den Umstand, dass die politischen Ziele kaum erreicht seien, und forderten, dass der Protest weitergehen solle. Dass es unterschiedliche Forderungen und politische Perspektiven von Geflüchteten gibt, war der Integrationssenatorin wohl ein Dorn im Auge und für die Mainstreampresse in ihrer Komplexität kaum fassbar. Ohne viel über die Forderungen jener Aktivist_innen zu schreiben, die die Angebote der Berliner Politik ablehnten, weil diese nicht den politischen Zielen der Proteste entsprechen, äußerten sich Politiker_innen und Journalist_innen abfällig über “autonome Linke”, die die Geflüchteten angeblich davon abhielten, den Platz zu räumen und verschwiegen, dass es viel Kritik an Kolats Angeboten gab.

Eine der Aktivist_innen ist Napuli Paul Langa, die nun seit Dienstag (anfangs noch mit weiteren Aktivist_innen) auf einem Baum auf dem Oranienplatz ausharrt; die meiste Zeit ohne Wasser und Nahrung, weil dies von der Polizei untersagt wurde.

Screenshot von der FB-Seite "Solidarität mit den streikenden Flüchtlingen in Deutschland (Berlin)"

Screenshot von der FB-Seite “Solidarität mit den streikenden Flüchtlingen in Deutschland (Berlin)”

In einer Pressemitteilung von Napuli und anderen in den Hungerstreik getretenen Aktivist_innen steht:

Wir werden den Protest nicht beenden und den Baum nicht verlassen, solange Dilek Kolat oder ein andere_r Vertreter_in des Senats nicht zum Oranienplatz kommt um die Verhandlungen fortzuführen und der Infopunkt von der Polizei als Ort des Protestes freigegeben wird.

Was kann mensch tun?

  • 12.4.: Um 11:00 Uhr hat ProDeutschland eine Kundgebung vor dem Hostel in der Gürtelstraße angemeldet. Kommt zur Gegenkundgebung.
  • 12.04.: Pressekonferenz auf dem Oranienplatz um 11 Uhr. Die sechs Geflüchteten (aus dem Iran, der Türkei, aus Uganda und Nigeria), die sich seit zwei Tagen im Hungerstreik befinden, haben Berlin Postkolonial und die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) gebeten, die Vertreter_innen der Presse zur Pressekonferenz auf dem Oranienplatz einzuladen.
  • Zum Oranienplatz hingehen und herausfinden, was aktuell am meisten benötigt wird.

Weiter Texte zum Thema auf der Mädchenmannschaft:

flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by der Mädchenmannschaft

Dieser Text ist Teil 230 von 231 der Serie Kurz notiert

deutschprachige Links

[Kinder] brauchen Bücher, in denen Vielfalt normal und bereichernd ist!“, fordert Tupoka Ogette bei der Heinrich Böll Stiftung und berichtet über eigene Leseerfahrungen als Kind und ihre jetzige Arbeit zu Antidiskriminierung.

Das Jobcenter Segeberg fordert eine Alleinerziehende Mutter auf umzuziehen – aufgrund einer Miete, die 1,78 Euro über dem Satz liegt, berichtet die Sozialberatung Kiel.

“Was Gleichberechtigung im Bereich der Bildung institutionalisieren sollte – ein weniger heterosexistischer Schulunterricht –, wird als „Gender-Ideologie“ und „Frühsexualisierung“ umgedeutet. Das Gefährliche daran ist, dass es nicht vereinzelt geschieht, sondern grenzübergreifend.”, schreibt die taz und analysiert, wie in aktuellen Diskussionen Hetersexismus re_produziert wird und vor allem diskriminierenden Positionen Platz eingeräumt wird, schließlich ginge es ja um das “Kindeswohl” und da hört auch die “Toleranz der Mitte” auf.

englischsprachige Links

Feminist Philosopher analysiert die viralen Videos, in denen Menschen (vor allem junge weiße Frauen) durch Cochlear Implantate hören: “[...] consider that one subtext to these viral videos of cochlear implant initial hookups is the paradigm of the young white deaf woman who has acquired the ability to listen, yet is still dependent (and faintly exotic). Medical miracles showing a dramatic change in a person’s life make pleasurable internet entertainment, but when those miracles are packaged in ways that perpetuate and reinforce stereotypes that deaf women rail against, it is time to take a closer look at what’s going on.”

Es gibt einen wundervollen neuen Webcomic: Pussybear – A Comic About the Life of a Fat Queer Feminist Butch Trans* Poly Nerd.

In diesen Tagen jährt sich zum 20. Mal der Genozid in Ruanda, begleitet durch Veranstaltungen und Artikel über Artikel. The Daily Beast beschreibt so, wie insbesondere Frauen in den letzten zwanzig Jahren in Ruanda zum Wiederaufbau beigetragen haben. Musa Okwonga ermahnt beim New Statesman nicht nur ein “Versöhnungs-Narrativ” zu reproduzieren, da dieses zum einen für Betroffene mit anderen Umgängen für ihr Trauma ausgrenzend ist, aber es auch einfach machen nicht über Verantwortungen zu sprechen. In der New York Times heißt es: “Following Orders in Rwanda“.

Ruth Hopkins schreibt bei Racialicious über Germany Next Top Model, wo die Kandidatinnen als Native Americans posierten: “Normally this is where I ask Ms. Klum for an apology, but because this act of appropriation is so willful, any apology would ring hollow. Like many Natives, I’m tired of lip service.”

Homestory Deutschland braucht finanzielle Unterstützung.

Termine

Berlin, am 13. April: “Zurückschlagen, kaputtmachen, wegglitzern. Antifa feministisch weiterdenken.
Workshop von und mit der trans*genialen f_antifa

Berlin, am 2. und 3. Mai: Öffentliche Feier anlässlich des Geburtstags von May Ayim.

Berlin, am 7. Mai um 17 Uhr im Tiergarten: Gedenkveranstaltung “Verschwiegen und Vergessen. Schicksale und Lebenswege lesbischer Frauen im Nationalsozialismus”  u.a. veranstaltet vom Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V.

Berlin, am 29. Mai: “La Moustache presents: RAE SPOON + HEIMWEHHOTEL” (FB-Link)

Niederösterreich, vom 17.-23.August: PINK NOISE GIRLS ROCK CAMP mit dem Schwerpunkt “Bühne”. Die Anmeldephase läuft jetzt bis zum 17. Mai!

flattr this!

[syndicated profile] maedchenmannschaft_feed

Posted by Gastautor_in

Jayrôme C. Robinet ist freier Autor und Spoken Word-Künstler. Gender fluid mit Variationshintergrund, weiß, wird in Deutschland meistens als Person of Color gelesen, Akademiker aus einer bildungsbürgertumsfernen Familie und besitzt die französische Staatsbürgerschaft. Im Mai leitet er eine Workshopreihe für queere LSBT*I* zu Spoken Word bei xartsplitta. Für mehr Infos: contact@xartsplitta.net. Auf Jayrômes Blog veröffentlicht er Gedichte, Analysen und Gedanken in schriftlicher und audio_visueller Form in französischer, deutscher und englischer Sprache. Darunter auch nachfolgendes Gedicht, das wir mit seiner Genehmigung hier zweitveröffentlichen und mit ihm gemeinsam zusätzlich ins Deutsche übersetzt haben.

a tribute to introverts – “love me because”

sometimes I’m afraid
someone could
like me
I’m afraid someone could like me
because
just because
they’d see me as exotic
a curiosity
an exciting novelty

this girl, telling her homies she’s dating a transperson
maybe in order to make her life sound more interesting?

this girl, thinking of herself as “open-minded“
yes, “so open-minded she can even date me“
is actually not a compliment

this girl, outing me as trans’ to the world
because she’s sooo queer she does NOT want to be seen as straight
I understand… but which space is left for me?

this girl so fucking loving the fact I’m trans – in public
in fact in private she’s bothered
bothered because I’m not behaving the way she expects or wants me to
bothered because I’m too masculine and not masculine enough
bothered because I grew up believing there’s something wrong with me
therefore I would need time
I’d need time
sometimes I’m afraid someone could
dislike me
just because
I am

sometimes I’m afraid someone could like me
because
just because
I’m french

so „charming“
so „cute“

this guy, smiling at my mispronunciation
„so cute“

those people, charmed whenever I create my own idioms:
- well, in my opinion european immigration politic and death sentence are as like as two drops of water -
„so cute!“

this woman, delighted when she gets to know:
“you’re from France? oh my god, that’s fantastic!!”
as if I had just given her the formulation of a cancer vaccine
please learn this:
France is a mosquito
France is a mosquito that thinks it is an ant
France is a mosquito-ant sucking blood, oil and gold 40 times its own weight
a bug confusing its bugs colony and colonialism
a stupid bug that some day may die of colon cancer
and I don’t have the formulation against it

sometimes I’m afraid someone could love me
just because
I’m sexy
it may sound like a joke
or a luxury problem
and in fact I guess it is
but I do not want to be dated for the way I look, period
I’m on the fence between finally feeling good
longing to dress up and work out to balance my mood and
wishing to hide so nobody can get attracted to me because of my appearance

sometimes I’m afraid someone loves me and it has nothing to do with ME

sometimes I’m afraid when someone loves me
sometimes I’m afraid someone loves me
sometimes I’m afraid
you
wouldn’t love me
I’m afraid you wouldn’t love me
if you’d meet up deep inside the inner me

therefore
if one day you feel like wanting to love me
please know that sometimes I cross the street in order to avoid making small talk
even if three years ago I attended a small talk class at an adult evening center
because I thought there was something wrong with my social skills
please know that most of the time when I arrive at a party the first thing I want to do is
leave
would you mind going over to my place and being quiet together?
let’s lay down on my bed and play Scrabble all night
or I could read my fav book while you’re playing video games?
ooh… can I watch you play video games, please?

if one day you feel like wanting to love me
please know that I need time to trust
please know that it takes quite long for me to make decisions
please know that sometimes I can even be an extrovert
plus, that I’m prone to sadness and anxiety
believe me, I’m funnier online

if anytimes you feel like wanting to love me
first I have to confess
that the first time you called me
I was home
but I couldn’t pick up the phone
my phone was ringing in my hand and I was starring at your name on the display and I was overwhelmed with happiness oh my god I couldn’t believe that YOU were calling ME and Jesus I was so NOT prepared to chat with you

I would like you to know that sometimes I feel peace a whole week just because I’ve received a single email of you
it happened three times that after reading your message I felt so blessed that I cried
so deep inside I decided to redefine the meaning of tears
see, every time I see you I want to write you

if you feel like one day you want to love me
please know that I will never kiss you
I will never kiss you
first
I will never kiss you
the first time
without asking
and perhaps the second time neither
I want you to know that I know we’re both shy and afraid
and that’s ok

if anytimes you want to feel like loving me
I would love you to know what a mess I can be
how moody and stupid I can get
how hard I am sometimes to handle
and I would love you to love me for those reasons
I would love you to love me
just for those reasons

I would love you to love me
because of the way I speak
to you
because of that very specific tone of my voice
when I speak to you

but please know that I may open your kitchen cupboard and won’t be able to find the granulated sugar box even if it’s right up in front of my eyes

therefore
if anytimes you feel like wanting to love me
if anytimes you want to feel like loving me
I’d love to give you what you deserve
making you happy in ways you didn’t expect nor ask for
and it’s ok if you don’t know how to respond
if you love me
please do
please do so because you want to see me grow
please do so because you want to see us grow
but first
please
let me worship you
exactly the way you are

if one day you feel like wanting to love me
if one day you feel like loving me
please do
for the purpose of nurturing our spiritual growth
yours and mine
mine and yours
but first
please
first
let’s keep loving each other
exactly the way we are

Ein Hoch auf die Introvertierten – Liebe mich, weil

Manchmal habe ich Angst
Dass jemand
Mich mögen könnte
Ich habe Angst, jemand könnte mich mögen
Weil
Einfach nur weil
Sier mich als exotisch begreift
Eine Kuriosität
Eine aufregende Neuigkeit

Diese Frau, die ihren Kumpels erzählt, sie date eine Trans*person
Vielleicht um ihr Leben interessanter klingen zu lassen?

Diese Frau, die sich ja für offen hält
„so offen, dass sie sogar mich daten kann“
Ist eigentlich kein Kompliment

Diese Frau, die mich vor der Welt als Trans* outet
Weil sie sooo queer ist, will sie NICHT als hetera gesehen werden
Ich verstehe… aber welcher Raum bleibt für mich?

Diese Frau liebt den Fakt, dass ich Trans* bin, so sehr – in der Öffentlichkeit
Im Privaten findet sie das eigentlich anstrengend
Anstrengend, weil ich mich nicht so verhalte, wie sie es von mir erwartet oder möchte
Anstrengend, weil ich zu männlich bin und nicht männlich genug
Anstrengend, weil ich mit dem Glauben aufgewachsen bin, dass irgendwas mit mir nicht stimmt
Deshalb bräuchte ich Zeit
Ich brauche Zeit
Manchmal habe ich Angst jemand könnte
Mich nicht lieb haben
Einfach weil
Ich bin

Manchmal habe ich Angst jemand könnte mich mögen
Weil
Einfach nur weil
Ich Franzose bin

Mit „Charme“
Und so „süß“

Dieser Typ, der über meine Sprachfehler schmunzelt
So „süß“

Diese Leute, fasziniert, wann immer ich meine eigenen Redewendungen kreiere:
– Hm, Europäische Einwanderungspolitik und die Todesstrafe gleichen sich wie ein Wassertropfen dem anderen –
„So süß!“

Diese Frau, begeistert, wenn sie erfährt:
„Du kommst aus Frankreich? Oh mein Gott, das ist fantastisch!“
Als ob ich ihr gerade die Formel des Impfstoffs gegen Krebs anvertraut hätte
Bitte lern das:
Frankreich ist ein Mosquito
Frankreich ist ein Mosquito, der denkt, er sei eine Ameise
Frankreich ist eine Blut, Öl und Gold saugende Mosquito-Ameise, das 40fache ihres eigenen Gewichtes
Ein Insekt, das seine Mosquito-Ameisenkolonien mit Kolonialismus verwechselt
Ein arrogantes Insekt, das eines Tages am Kolonkarzinom, sprich Darmkrebs krepieren dürfte
Und ich habe keine Impfstoffsformel dagegen

Manchmal habe ich Angst, dass jemand mich lieben könnte
Einfach nur weil
Ich sexy bin
Es klingt vielleicht wie ein Witz
Oder Luxusproblem
Und ich nehme an, das ist es tatsächlich
Aber ich will nicht für mein Aussehen gedatet werden, Schluß aus.
Ich bin hin und her gerissen zwischen mich endlich gut zu fühlen,
Danach zu streben mich zurechtzumachen und zu trainieren, um meine Stimmung ins Gleichgewicht zu bringen
Und mich verstecken zu wollen, damit niemand mich anziehend finden kann aufgrund meines Erscheinungsbildes

Manchmal habe ich Angst, jemand liebt mich und es hat nichts mit MIR zu tun

Manchmal habe ich Angst, wenn jemand mich liebt
Manchmal habe ich Angst, jemand liebt mich
Manchmal habe ich Angst
Du
Würdest mich nicht lieben
Ich habe Angst, dass du mich nicht lieben würdest,
würdest du auf mein tiefes Inneres treffen

Deshalb
Wenn du irgendwann das Gefühl hast, mich lieben zu wollen
Sollst du wissen, dass ich manchmal die Straßenseite wechsele um Small Talk zu vermeiden
Auch wenn ich vor drei Jahren in der Volkshochschule einen Small Talk Kurs besucht habe
Weil ich dachte, etwas wäre falsch mit meinen sozialen Kompetenzen
Du sollst wissen, dass ich meistens, wenn ich auf einer Party ankomme, als allererstes wieder gehen möchte
Hast du was dagegen, wenn wir zu mir gehen und zusammen leise sind?
Lass uns auf mein Bett legen und die ganze Nacht Scrabble spielen
Oder ich könnte auch mein Lieblingsbuch lesen, während du Videospiele spielst?
Ooh… Kann ich dir beim Videospiele spielen zusehen?

Wenn du eines Tages Lust haben solltest, mich lieben zu wollen
Sollst du wissen, dass ich Zeit brauche um zu vertrauen
Sollst du wissen, dass ich lange brauche um Entscheidungen zu treffen
Sollst du wissen, dass ich manchmal sogar extrovertiert sein kann
Und, dass ich anfällig bin für Traurigkeit und Sorgen
Glaub mir, online bin ich lustiger

Wenn du eines Tages Lust haben willst, mich lieben zu wollen
Zuerst muss ich gestehen
Das erste Mal, als du anriefst
War ich zu Hause
Aber ich konnte nicht rangehen
Mein Telefon klingelte in meiner Hand und ich starrte auf deinen Namen auf
Dem Display und ich war überwältigt vor Freude Oh mein Gott ich konnte es nicht glauben, dass DU MICH anrufst und ich war sowas von NICHT vorbereitet darauf mich mit dir zu unterhalten

Ich möchte, dass du weißt, dass ich eine ganze Woche inneren Frieden spüre, einfach nur weil ich eine einzige E-Mail von dir bekommen habe
Dreimal ist es passiert, dass ich deine Nachricht las, und ich so ergriffen war, dass ich geweint habe
So tief im Inneren, dass ich entschied die Bedeutung von Tränen neu zu definieren
Siehst du, jedes Mal, wenn ich dich sehe, möchte ich dir schreiben

Wenn du eines Tages Lust hast, mich lieben zu wollen
Sollst du wissen, dass ich dich niemals küssen werde
Ich werde dich niemals küssen
Zuerst
Ich werde dich niemals küssen
Zum ersten Mal
Ohne vorher zu fragen
Und vielleicht beim zweiten Mal auch nicht
Ich möchte, dass du weißt, dass ich weiß, dass wir beide schüchtern sind und beide Angst haben
Und das ist ok

Wenn du irgendwann Lust haben möchtest, mich zu lieben
Möchte ich dich gerne wissen lassen, was für ein Chaos ich sein kann
Wie launisch und bescheuert ich werden kann
Wie schwer es manchmal ist, mit mir umzugehen
Und ich würde es lieben, du würdest mich aus diesen Gründen lieben
Ich würde es lieben, du würdest mich lieben
Genau aus diesen Gründen

Ich würde es lieben, du würdest mich lieben
Wegen der Art wie ich spreche
Zu dir
Wegen dieser speziellen Klangfarbe meiner Stimme
Wenn ich zu dir spreche

Aber du sollst wissen, dass es passieren kann, dass ich deinen Küchenschrank öffne und nicht in der Lage bin die Zuckerdose zu finden, auch wenn sie direkt vor meinen Augen steht

Deshalb
Wenn du eines Tages das Gefühl lieben willst, mich zu lieben
Wenn du eines Tages das Gefühl liebst, mich lieben zu wollen
Wenn du eines Tages das Gefühl liebst, mich zu lieben
Ich wünschte ich könnte dir geben, was du verdienst
Dich glücklich machen in einer Art und Weise, die du nicht erwartet, noch um die du gebeten hast
Und es ist okay, wenn du nicht weißt, wie du antworten sollst
Wenn du mich liebst
Bitte tu es
Bitte tu es, weil du mich wachsen sehen willst
Bitte tu es, weil du uns wachsen sehen willst
Aber zuerst
Bitte
Lass mich dich verehren
So wie du bist

Wenn du eines Tages das Gefühl lieben willst, mich zu lieben
Wenn du eines Tages das Gefühl liebst, mich zu lieben
Bitte tu es
Um unser spirituelles Wachstum zu nähren
Deins und meins
Meins und deins
Aber zuerst
Bitte
Zuerst
Lass uns einander weiter lieben
So wie wir sind

flattr this!

Near to You

Apr. 8th, 2014 11:40 pm
[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by marsellia_rose

by

Leaving Peter was the hardest thing Liv had ever done. It felt like she was dying; she isn't sure she would have survived if Lincoln hadn't been there for her.

Words: 775, Chapters: 1/1, Language: English

Coffee Cake

Apr. 8th, 2014 05:41 pm
[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by hunters_retreat

by

Astrid knows a lot of things.

Words: 273, Chapters: 1/1, Language: English

Safe

Apr. 8th, 2014 05:37 pm
[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by hunters_retreat

by

Peter always felt safe.

Words: 278, Chapters: 1/1, Language: English

A Force of Nature

Apr. 8th, 2014 05:32 pm
[syndicated profile] fringe_on_a03_feed

Posted by hunters_retreat

by

She knows what it is.

Words: 150, Chapters: 1/1, Language: English

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Apr. 17th, 2014 09:34 am
Powered by Dreamwidth Studios